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Die Wohlgesinnten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2008 und dem Bad Sex Award 2009

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'Die Wohlgesinnten' wurden von der Kritik als ein neues Krieg und Frieden gefeiert: die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach Paragraph 175 zu entziehen, aber lebenslang seiner Zwillingsschwester inzestuös verbunden. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von Juni 1941 bis April 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris oder das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all die Begegnungen mit den Nazigrößen, an Himmler, in dessen persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höß oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, konsequent erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die sichere Existenz eines Fabrikdirektors in Frankreich gerettet hat."Es ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die je über den Nazismus geschrieben wurden."
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Littells Epos war in Frankreich ein Megabestseller, gefeiert und verehrt. In "Die Wohlgesinnten" erzählt ein Verbrecher, der sich als ein Zahnrad des Krieges sieht. Wie Littell diesen mächtigen Roman darreicht, ist überragend. Man ist erschüttert und traurig, aber begeistert von der Erzählweise. Der Sensationsroman der Saison!
Portrait
Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte, studierte in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation »Aktion gegen den Hunger« (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman »Die Wohlgesinnten« erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt.

Hainer Kober, geboren 1942, lebt in Soltau. Er übersetzt seit 1972 belletristische und wissenschaftliche Literatur aus dem Englischen und Französischen, unter anderem von Stephen Hawking, Brian Greene, Jonathan Littell und Oliver Sacks. 2015 wurde er mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1383
Erscheinungsdatum 26.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0628-0
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/7,3 cm
Gewicht 771 g
Originaltitel Les Bienveillantes
Übersetzer Hainer Kober
Verkaufsrang 34.082
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Was für ein Hammer von Buch! Danach fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes erschlagen. Schwere Kost aber man sollte unbedingt probieren. Was für ein Hammer von Buch! Danach fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes erschlagen. Schwere Kost aber man sollte unbedingt probieren.

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Umstrittenen, aeusserst beklemmend und sperrig, aber ein sensationelles Werk ,das in aller Deutlichkeit alle Schrecken zeigt. Umstrittenen, aeusserst beklemmend und sperrig, aber ein sensationelles Werk ,das in aller Deutlichkeit alle Schrecken zeigt.

„Roman über ein Monstrum“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

"Die Wohlgesinnten" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine und in Russland, im Kaukasus und auf der Krim, in Auschwitz und Antibes, in Pommern und immer wieder in Berlin. Durch das Kriegsinferno wandelt ein Romanheld, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie gewalttätig. Bis kurz vor Kriegsende tut Max Aue, was ihm aufgetragen wird, stur, pedantisch, seinen Herren auf merkwürdig banale Weise treu.
"Die Wohlgesinnten" hat mich stark an Kafkas Romane und an Bret Easton Ellis' "American Psycho" erinnert. Littells Buch fürt über die Grenze des Vorstellbaren hinaus, ist erschütternd und lesenswert zugleich. Sehr speziell, aber sehr gut !
"Die Wohlgesinnten" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine und in Russland, im Kaukasus und auf der Krim, in Auschwitz und Antibes, in Pommern und immer wieder in Berlin. Durch das Kriegsinferno wandelt ein Romanheld, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie gewalttätig. Bis kurz vor Kriegsende tut Max Aue, was ihm aufgetragen wird, stur, pedantisch, seinen Herren auf merkwürdig banale Weise treu.
"Die Wohlgesinnten" hat mich stark an Kafkas Romane und an Bret Easton Ellis' "American Psycho" erinnert. Littells Buch fürt über die Grenze des Vorstellbaren hinaus, ist erschütternd und lesenswert zugleich. Sehr speziell, aber sehr gut !

„Die Wohlgesinnten“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Ein Buch für solche, die das Lesen zur Leidenschaft erheben wollen: Monumental im Umfang, wird man von Seite zu Seite mehr in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl, selbst am Zweiten Weltkrieg als stummer und erschrockener Beobachter teilzunehmen. Geschrieben aus der Sicht eines erfundenen SS-Offiziers, der aber so gelebt haben könnte. Beeindruckend auf Grund der umfassenden Recherche, die einen hohen Grad von Authentizität vermittelt. Das „Nie wieder Krieg“ wird einem nach dieser Lektüre ein Mal mehr zur Lebensmaxime. Ein Buch für solche, die das Lesen zur Leidenschaft erheben wollen: Monumental im Umfang, wird man von Seite zu Seite mehr in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl, selbst am Zweiten Weltkrieg als stummer und erschrockener Beobachter teilzunehmen. Geschrieben aus der Sicht eines erfundenen SS-Offiziers, der aber so gelebt haben könnte. Beeindruckend auf Grund der umfassenden Recherche, die einen hohen Grad von Authentizität vermittelt. Das „Nie wieder Krieg“ wird einem nach dieser Lektüre ein Mal mehr zur Lebensmaxime.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
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Unbedingt lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 13.10.2015
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Wer verstehen will, was in diesen dunklen Zeiten deutscher Geschichte geschehen ist und warum es so geschehen konnte, der kommt an diesem großartigen Buch nicht vorbei! Wer nicht verstehen kann, was aktuell in Deutschland passiert und warum es passieren kann, dem sei dieses Buch ebenfalls wärmstens empfohlen ...

Der menschliche Makel
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden-Baden am 11.09.2012

Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich... Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß. Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.

Der menschliche Makel
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 24.11.2011
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich... Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß. Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.