In Boston?

Roman. Nachw. v. Jonathan Lethem

detebe Band 23968

Russell H. Greenan

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Eine atemberaubende Reise durch die Kunstszene von Boston, New York und London. Eine sensationelle Wiederentdeckung: das Kultbuch von 1968 mit einem Nachwort von Jonathan Lethem.

Russell H. Greenan, 1925 geboren in der Bronx, arbeitete zunächst als Vertreter einer Maschinenfabrik und als Antiquitätenhändler, bevor er sich 1966 mit seiner Familie nach Nizza einschifft, um dort seinen großen Roman ›In Boston‹ zu schreiben. Ihm folgten zwölf weitere Romane. Greenan lebt heute in New York.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 26.01.2010
Verlag Diogenes
Seitenzahl 400
Maße (L/B/H) 17,4/10,9/2,6 cm
Gewicht 295 g
Auflage 2. Auflage
Originaltitel It Happened in Boston?
Übersetzer Pociao
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23968-3

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Ein bizarres Werk, das aus der Zeit gefallen scheint

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Wenn ich fern der Heimat bin, lese ich gern Werke, deren Handlung am Ort spielt, an dem ich mich aufhalte. Der Titel schrie mir bei meinem Boston-Urlaub förmlich entgegen, "Lies mich". Es beginnt auch recht einnehmend mit einem Künstler, dessen Tagträume ihn durch Zeit und Raum tragen. Es verliert sich aber recht schnell in privaten Verstrickungen der "jeder gegen jeden"-Art, die weder plausibel noch sonderlich interessant sind. Erschienen ist das Werk ursprünglich 1968, und vermutlich spielt es nicht bedeutend früher, allerdings erinnert es mich stilistisch teils an Werke von Henry James wie "Daisy Miller" oder "Die Gesandten", sodass sich die Zeit, in der der Roman spielt, nicht plastisch abbildet, sodass es immer wieder herausreißt, wenn dann doch mal etwas wie eine Flugreise erwähnt wird. Vielleicht hat Russell H. Greenan das bewusst so geschrieben, da auch sein Protagonist alten Meistern nacheifert. Aber vielleicht lese ich während meines nächsten Boston-Aufenthalts einfach "The Bostonians" von Henry James - es verspricht, das rundere Leseerlebnis zu sein.

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Greenan, In Boston?
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 22.07.2010

Dieser, ursprünglich 1968 erschienene Roman, ist eine vertrackte Spielerei mit Tagträumen, Wahnsinn, Genie und überbordender Phantasie. Alfred Omega, der Erzähler, sitzt die meiste Zeit im Park und träumt sich (sehr realistisch!) in andere Zeiten und Welten. Er erzählt uns nach und nach seine Geschichte: Seit seiner Kindheit ha... Dieser, ursprünglich 1968 erschienene Roman, ist eine vertrackte Spielerei mit Tagträumen, Wahnsinn, Genie und überbordender Phantasie. Alfred Omega, der Erzähler, sitzt die meiste Zeit im Park und träumt sich (sehr realistisch!) in andere Zeiten und Welten. Er erzählt uns nach und nach seine Geschichte: Seit seiner Kindheit hat er gezeichnet, gemalt. Ging bei einem exzentrischen Italiener in die "Lehre", der ihm die Techniken der "alten Meister" (Pinselführung, Farbe selber herstellen, Untergründe auf altmeisterliche Art präparieren) beibringt. A.Omega hat zwei erfolglose Malerkollegen in Boston zu Freunden. Das Schicksal dieser Dreiergruppe wendet sich, als der Kunsthändler Victor Darius aus Europa auftaucht. . . Wenn Sie bereit sind, in diese Geschichte einzutauchen, werden Sie in der zweiten Hälfte merken, wie kunstvoll und tragfähig das Gewebe dieser Kunstraub- und Kunstfälschungsgeschichte ist! Eine ungewöhnliche Wiederentdeckung, die Diogenes uns dankenswerterweise ermöglicht. Warnung: Wenn Sie KatzenfreundIn sind, lassen Sie vielleicht lieber die Finger von den Seiten 124 bis 126!

Russel H. Greenan, In Boston?
von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2010

Der ehemals erfolgreiche Künstler Alfred Omega hat die Malerei aufgegeben und verbringt seine Zeit auf einer Bank im Bostoner Public Garden. Wenn er nicht gerade seinen bizarren Tagträumerein nachhängt, erlebt er allerhand groteske Begegnungen mit anderen mysteriösen Parkbesuchern. Nebenbei erzählt er die erstaunliche Geschichte... Der ehemals erfolgreiche Künstler Alfred Omega hat die Malerei aufgegeben und verbringt seine Zeit auf einer Bank im Bostoner Public Garden. Wenn er nicht gerade seinen bizarren Tagträumerein nachhängt, erlebt er allerhand groteske Begegnungen mit anderen mysteriösen Parkbesuchern. Nebenbei erzählt er die erstaunliche Geschichte vom Aufstieg und Niedergang seiner Karriere als Maler. Protegiert von einem raffinierten Kunsthändler, brachte er es trotz oder gerade wegen seines anachronistischen Stils zu einem besonders in Europa gefragten Künstler, der für seine Gemälde hohe Preise erzielt. Doch begibt er sich in die vollkommene Abhängigkeit zu seinem Kunsthändler, was sich bald als verhängnisvoll erweisen wird. Mehr darf nicht verraten werden, denn "In Boston?" ist nicht nur eine tragikomische Satire auf einen von Eitelkeit, Missgunst, Gier und Neid geprägten Kunstbetrieb, sondern auch eine richtig spannende, vielschichtige, einfallsreiche und unterhaltsame Geschichte. Das Schicksal des Alfred Omega wird man nicht so schnell vergessen. Kein Zufall, das der Roman im selben Verlag wie Patrick Süskind und Martin Suter erschienen ist.


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