Das Wochenende

Roman

detebe Band 23965

Bernhard Schlink

(15)
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Beschreibung

Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, in über 50 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 26.01.2010
Verlag Diogenes
Seitenzahl 240
Maße (L/B/H) 18,2/11,5/1,7 cm
Gewicht 208 g
Auflage 9. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23965-2

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Buchhändler-Empfehlungen

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Nach 20 Jahren Haft ein erstes Wochenende in Freiheit. Was bleibt von den einstigen Idealen der Täter?Gibt es eine Einsicht in die Fehler der Gewalttaten der RAF? Spannend!

Damals vor vierzig Jahren

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Kleve

Damals wollten sie die Welt verbessern. Heute sind sie angekommen in bürgerlichen Berufen und Lebensläufen. An diesem Wochenende kommen alle wieder zusammen. Bernhard Schlink schreibt in seiner ruhigen, direkten Art nach dem "Vorleser" über ein weiteres Kapitel der deutschen Geschichte. Gleichzeitig geht es um das persönliche Leben jedes Einzelnen. Welche Entscheidungen hat man getroffen? Welche Träume vergessen, dem realen Leben angepasst? Was macht das Leben aus, auch wenn es nicht spektakulär ist? Und sind für unsere Kinder politische Überzeugungen nur noch Lifestyle- und Modetrends?

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Hart, derb, menschlich!
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 02.08.2021

Titel: Das Wochenende Verlag: Diogenes Seiten: 240 Erscheinungsjahr: 2010 (2008) ISBN: 978-3-257-23965-2 Genre: Klassiker, Krit. Unterhaltung, Zeitgeschehen Art: flexibler Einband "Sie fand auch Jörg krank. Muss nicht krank sein, wer Leute umbringt, nicht aus Leidenschaft und Verzweiflung, sondern klaren Kop... Titel: Das Wochenende Verlag: Diogenes Seiten: 240 Erscheinungsjahr: 2010 (2008) ISBN: 978-3-257-23965-2 Genre: Klassiker, Krit. Unterhaltung, Zeitgeschehen Art: flexibler Einband "Sie fand auch Jörg krank. Muss nicht krank sein, wer Leute umbringt, nicht aus Leidenschaft und Verzweiflung, sondern klaren Kopfs und kalten Bluts? (. . .) Nein, Margarete konnte nur das Mitgefühl haben, das man mit Kranken hat. War das zu wenig?" "Christiane hatte eine Tischordnung gemacht, und vor jedem Teller stand ein Kärtchen mit Namen und Bild - einem Bild von damals. " Jörg wird zwanzig Jahre nach seinen terroristischen Vergehen im Rahmen der RAF aus der Haft entlassen, kurz vor der erwarteten Begnadigung durch den Bundespräsidenten. Seine Schwester Christiane holt ihn ab und bringt ihn zu dem alten Landsitz, wo sie ein gemeinsames Wochenende mit den Freunden von damals verbringen werden, die sie zu diesem Anlass eingeladen hat und die Jörg bereits erwarten. Dazu gehört der Journalist Henner, der früher Christiane den Hof gemacht hat, aber angesichts ihrem engen Verhältnis zu ihrem Bruder aufgegeben hat. Jörg ist über dessen Anwesenheit nicht erfreut, weil er davon ausgeht, dass Henner ihn damals verraten hat. Auch der Laborkettenbetreiber Ulrich, die Bischöfin Karin und die schriftstellerische Lehrerin Ilse, Anwalt Andreas und Christianes Mitbewohnerin Margarethe sind mit von der Patie. Sie alle haben während der zwanzig Jahre ihren Weg ins bürgerliche Leben gefunden und zucken nicht vor einer großen Menge an Vorwürfen gegen Jörg zurück. Einzig der deutlich jüngere Marko möchte ein neues revolutionäres Feuer in Jörg entfachen und ihn zu weiteren Kämpfen antreiben. Und dann taucht auch noch Jörgs Sohn Ferdinand auf, der seiner Enttäuschung Luft lässt. Schaffen sie es, der aufgewühlten Vergangenheit standzuhalten und neu zueinander zu finden? "Die Terroristen unsere verirrten Brüder und Schwestern?‘ Ulrich schüttelte den Kopf und verzog das Gesicht zu einem Ausdruck nicht nur der Ablehnung, sondern der Abscheu. ‚Glaubt ihr das auch?‘ Er sah in die Runde." Ich gehöre wohl zu den wenigen Leser*innen, die an diesem Buch mindestens genau so viel Gefallen finden wie an Schlinks bekanntestem Werk "der Vorleser". In meinem Fall sogar noch ein Ticken mehr. Dagegen hat "Das Wochenende" von vielen Literaturkritikern eine eher dürftige Bewertung erhalten. Ich habe das Buch zweimal hintereinander als Hörbuch gehört, weil ich an einigen Stellen unaufmerksam war und es so kompensieren wollte. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, es direkt mit der gedruckten Version zu versuchen. Nicht, weil die Vertonung zu wünschen übrig ließe, sondern weil ich mir vieles markieren wollte und es nicht konnte. Eine Eigenheit des Romans sind die verschlüsselten Elemente bezüglich der Figurenkonstellation. Wer ist jetzt nochmal wer und auf welcher Erzählebene befinden wir uns? Ich mag sowas ja, allerdings hat das Audioformat die Orientierung nochmal erschwert. Wer sich intensiv mit der RAF-Thematik beschäftigen will, der ist hier vielleicht nicht richtig. Das Thema wird oberflächlich bzw. aus philosophischer, ethischer Perspektive aufgegriffen (Kann Schuld verjähren? Welche Strafe ist angemessen? Bis zu welchem Punkt sind Revolutionen gerechtfertigt? Inwiefern sind die Taten der RAF besser als die eines jeden anderen Terrorismus oder sogar des Nationalsozialismus?), was einer der Hauptpunkte der Kritik ist. Ich kann diesen Punkt nicht nachvollziehen, da nie der Anspruch erhoben wurde, es handle sich um eine aufklärende Schrift. Ich fand es spannend zu sehen, wie die Vergangenheit Keile zwischen die Freunde treibt und Risse in der neu gebildeten bürgerlichen Fassade hinterlassen. Müsste ich zusammenfassen, worum es geht (Grins), so würde ich die Rolle des Terrorismus gar nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern das Spannungsverhältnis von Vergangenheit und Gegenwart: Können wir unsere Werte und uns selbst im Laufe unseres Lebens verändern? Hier gibt es genug Zündstoff für solche und noch mehr Gedanken. Ich fand es in diesem Sinne auch gut, dass durch das Zusammentreffen auch andere, belanglosere Themen aufkamen. Ce la vie! Wiedermal typisch für Schlink, ein geschichtspolitisches Thema aus Sicht der Gegenwart aufzuarbeiten und dabei auch sexuelle Themen mit ins Spiel zu bringen. Die Sprache ist reich an wörtlicher Rede, hier und da auch ein wenig derb.

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Ein Terrorist wird nach 20 Jahren Haft begnadigt. Seine Schwester holt ihn am Tag der Entlassung ab. Sie hat ein Wochenende auf dem Land organisiert und dazu die alten Freunde und Weggefährten eingeladen. Die Freunde, längst in der Gutbürgerlichkeit angekommen, und der Ex-Häftling stehen sich sprachlos gegenüber. Was bleibt von ... Ein Terrorist wird nach 20 Jahren Haft begnadigt. Seine Schwester holt ihn am Tag der Entlassung ab. Sie hat ein Wochenende auf dem Land organisiert und dazu die alten Freunde und Weggefährten eingeladen. Die Freunde, längst in der Gutbürgerlichkeit angekommen, und der Ex-Häftling stehen sich sprachlos gegenüber. Was bleibt von einer Freundschaft aus dieser Zeit, in der die Republik von der terroristischen Gewalt erschüttert wurde, übrig? Wie geht man mit Schuld, Verrat und Loyalität um? Bernhard Schlink erzählt in seiner wunderschönen Prosa vom Deutschen Herbst und seinen Folgen. Für mich sein bislang bestes Buch!

Zum Nachdenken
von J.G. aus Berlin am 30.09.2010

Jörg, ehemaliger RAF-Terrorist, wird nach 24 Jahren Haft nach Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus dem Gefängnis entlassen. Seine Schwester hat an dem Wochenende nach seiner Entlassung verschiedene Freunde in ihr Sommerhaus eingeladen, um Jörg zum einen auf andere Gedanken zu bringen und zum anderen um die Hilfe der ander... Jörg, ehemaliger RAF-Terrorist, wird nach 24 Jahren Haft nach Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus dem Gefängnis entlassen. Seine Schwester hat an dem Wochenende nach seiner Entlassung verschiedene Freunde in ihr Sommerhaus eingeladen, um Jörg zum einen auf andere Gedanken zu bringen und zum anderen um die Hilfe der anderen ggf. in Anspruch nehmen zu können. Auch ungeladene Gäste gesellen sich zu der Runde. Doch alles kommt ein bisschen anders als sie sich das gedacht hat und es kommen Dinge ans Licht wie sie sie nicht gewollt hat. Die Atmosphäre ist angespannt, aber statt feuriger Dialoge finden die wirklichen Prozesse in den Gedanken der Personen statt, Gespräche werden zu Monologen und bleiben damit vage. Ich hätte mir persönlich ein bisschen mehr tiefgreifendere Diskussionen gewünscht. Auch wenn das Buch in vielerlei Hinsicht ein bisschen oberflächlich ist, hat es mich dennoch sehr bzgl. der Thematiken RAF und globale Entwicklung des Terrorismus zum Nachdenken angeregt.


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