Die Abschaffung der Arten

Roman

Dietmar Dath

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Beschreibung

Das Zeitalter, das wir kennen, ist längst vorbei. Wo einmal Europa war, gibt es nur noch drei labyrinthische Städte, die eher gewachsen sind, als daß sie erbaut wurden. Die Welt gehört den Tieren. Cyrus Golden, der Löwe, lenkt den Staat der drei Städte. Als ein übermächtiger Gegner die neue Gesellschaft bedroht, schickt er den Wolf Dimitri als Diplomaten aus – er soll im einstigen Nordamerika einen Verbündeten finden. Die Nachtfahrt über den Ozean führt den Wolf an den Rand seiner Welt, wo er erkennt, »warum den Menschen passiert ist, was ihnen passiert ist«.

Die große spekulative Literatur über Niedergang und Wiedergeburt der Zivilisation reicht von Thomas Morus über H. G. Wells und Jules Verne bis hin zu Stephen King und William Gibson. Dietmar Dath schreibt sie mit diesem Roman fort.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 552
Erscheinungsdatum 25.01.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46145-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3,2 cm
Gewicht 384 g
Auflage 4. Auflage
Illustrator Daniela Burger
Verkaufsrang 115013

Buchhändler-Empfehlungen

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Hilden

Der neben Greg Egan wohl spannendste Science Fiction Autor der Gegenwart. Dath zu lesen kann kaum beschrieben, sondern muss selbst erlebt werden. Absolut einzigartige und jede Genregrenze sprengende Literatur.

Mehrwert durch Mehrfachlesen!

Eva Baumgärtel, Thalia-Buchhandlung Bautzen

Wie sieht eine Welt ohne -oder besser - nach der Ära der Menschen aus? Dietmar Dath hat den Tieren das Steuer in die Hand gegeben und wie diese die Zeit "nach der Langeweile" (Menschenherrschaft) gestalten, sprengt den Rahmen der gängigen Zukunftsvorstellungen. Der Großteil der Landsäugetiere lebt in gigantischen Städten der Alten Welt, die Atlantiker(Fische) erheben sich in die Lüfte; kommuniziert wird über Pherinfone("Schnupperquanten"); das Ende der Naturgeschichte ist eingeläutet: durch Veränderungen der DNA reißen die Tiere Artgrenzen ein. Zeitgleich entsteht in der Neuen Welt eine auf künstlicher Intelligenz basierende Lebensform, die zur Bedrohung wird- damit hebt der Plot im Wortsinn in andere Dimensionen ab. Nach deren Durchlesen und Durchleben hat die Besiedelung des Mars und der Venus stattgefunden, Endstation des Buches ist (sic!) die Erde. Bei seinem Ritt durch Raum und Zeit unternimmt Dietmar Dath Streifzüge in Philosophie, Ethik, Religion, Naturwissenschaft und Kunst und stiftet zu interessanten Gedankenexperimenten an; teilweise verwirren die Komplexität und Tiefe seiner Ideen. Vielleicht ist damit das Wesen der Zukunft charakterisiert? Auffallend ist, dass er sich nicht in Schilderungen einer hochentwickelten technisierten Welt verliert, sondern lebenden Systemen Raum lässt und das Augenmerk darauf lenkt, welcher Sinn bleibt, wenn alles möglich ist? Ein genial "komponiertes" Buch- das ist mit Abstand die aufregendste und anspruchvollste Sciene Fiction, die ich bis jetzt gelesen habe!

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