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Musica Sacra

Ein Dialog zweier geistiger Kulturen auf der Grundlage von Musik der buddhistischen und der christlichen Tradition - Der Mitschnitt einer Aufführung in der Kirche des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn

Eine der dringlichsten Aufgaben der heutigen Zeit ist sicher der Dialog zwischen den verschiedenen Religionen. Die Entwicklung in den vergangenen Jahren zeigt, welch wichtige Rolle dieser Aspekt der zwischenmenschlichen Kommunikation spielt. Trotz der gewaltigen Dynamik der technischen Entwicklung und dem damit verbundenen Trend einer verstandesmäßigen Skepsis bleibt der Mensch jedoch immer noch ein religiöses Geschöpf. Ein Ignorieren dieser Sphäre der Persönlichkeit eines Menschen führt nicht nur zu einem Verarmen der spirituellen Kultur der einzelnen Völker, sondern auch zu einer gegenseitigen Entfremdung. Deshalb stellt die Begegnung zweier unterschiedlicher Kulturen, die nicht im Geiste einer Konfrontation, sondern in einer Atmosphäre des Dialogs geschieht, für beide Seiten eine unglaubliche Bereicherung dar. Die Mönche der Tendai-Schule und das Ensemble Schola Gregoriana Pragensis möchten Wegbereiter für einen Dialog zweiter geistiger Kulturen sein, und zwar auf der Grundlage von Musik der buddhistischen und der
christlichen Tradition. In diesem Sinne knüpft die Aufnahme an einen gemeinsamen Auftritt bei einem Konzert und einer liturgischen Feier in Prag im Jahre 2000 und eine Japantournee im Jahre 2005 an. Diese meditativen Begegnungen richten sich einmal auf die interessanten Kontraste in der Auffassung der musikalischen Ausdrucksmittel, wollen jedoch gleichzeitig auch einige ähnliche Elemente vorstellen, die in beiden Traditionen zu finden sind. Parallelen sind beispielsweise im Vortrag eines heiligen Textes oder im Interpretationsprinzip des Wechsels zwischen Solisten und Chor, das die Grenze konfessionsgebundenen Repertoires überschreitet. Auffällig ist auch eine an die Pentatonik gebundene Tonalität, die sowohl
im Shomyo-Gesang als auch im gregorianischen Choral auftaucht.

Portrait
Die Schola Gregoriana Pragensis gehört mit seinem Gründer und Dirigenten David Eben zu den besten und anerkanntesten Interpreten auf dem Gebiet der ältesten europäischen Musik - des gregorianischen Chorals. Die unstreitige künstlerische Qualität dieses 8gliedrigen Männerensembles hat das Publikum der bedeutenden Musikfestivals in vielen Ländern Europas in Israel und in Japan hoch geschätzt. Die Konzertprogramme des Ensembles möchten dem Publikum die Wurzeln der gesamten europäischen Musikkultur nahe bringen sowie auch die älteste Musik, die auf dem Gebiet Böhmens entstanden ist. Es ist vielleicht interessant zu erwähnen, dass es sich oft um neu restituierte Stücke handelt, die nach vielen Jahrhunderten zu einem neuen Leben erwachen. Neben den ursprünglichen einstimmigen Choralgesängen enthalten viele Programme auch spätmittelalterliche Polyphonie, was diese Programme (besonders Codex Franus, Maiestas Dei, Rosa mystica usw.) attraktiv auch für breiteres Publikum macht! Den erfolgreichen Lebensweg der Schola Gregoriana Pragensis dokumentieren auch Preisen, der tschechischen und französischen Musikzeitschriften: "Choc du Monde de la Musique", "10 de Reperoire", die "Goldene Harmonie" für die beste tschechische Aufnahme. Zehn CDs sind inzwischen erschienen. Die Schola Gregoriana Pragensis wurde zum Repräsentant der tschechischen Kultur, was auch ihre Teilnahme an wichtigen Internationalen Kulturereignisse (Europalia in Brüssel, Tschechische Saison in Frankreich), zeigt. Regelmäßig tritt die Schola Gregoriana Pragensis auch im Rahmen des Musikfestivals Prager Frühling auf. Auch in den letzten zwei Jahren gastierte die Schola Gregoriana Pragensis bei verschiedenen Festivals in Deutschland, z.B., Corveyer Musikwochen, Schleswig Holstein Musik Festival, Festliche Tage Alter Musik Knechtsteden, A Capella Festivals in Leipzig, Hohenloher Kultursommer, Vokalmusik entlang der romanischen Strasse u.a.

Gyosan-ryū Tendai Shōmyō: Als Begründer des spezifischen Tendai-Zweiges des Shōmyō gilt Meister Ennin (Titel post mortem Dengyō Daishi, 794–864). Seit dem Beginn des 11. Jahrhunderts ist das Zentrum des Tendai-Shōmyō das Tempelstädtchen Ohara (heute Teil von Kyoto) am Fuße des heiligen Klosterberges Hiei. Hier wirkte auch der berühmte Reformator des Shōmyō, Meister Ryonin (Titel post mortem Shonin Daishi, 1073–1131), der die individuellen Traditionen unter den Fittichen der einheitlichen Schule Gyosan-ryū vereinte, die nach der Anhöhe Jü-schan (jap. Gyosan) in der Nähe des Gelben Flusses benannt ist. Hier sollen himmlische Mächte erstmals Meister Tsau Dschï (192–232) die gottgefälligen Töne des Shōmyō hören lassen haben. Das heutige Gyosan-ryū besteht aus Tendai-Mönchen, die sich neben liturgischen Pflichten in ihren Haupttempeln in verschiedenen Teilen Japans auch der Shōmyō-Lehre und dessen öffentlicher Aufführung über die Liturgie hinaus widmen. Die Prioritäten dieser Vereinigung lassen sich trotzdem wie folgt hierarchisch anführen:
1) Studium und Aufbewahrung einer authentischen Interpretation des klassischen Shōmyō auf der Grundlage ursprünglicher Quellen aus Ohara und mündlicher Überlieferung
2) Pflegeder Qualität der Tendai-Liturgie als Ganzes
3) Rückführung des Shōmyō in das allgemeine Bewusstsein der japanischen Gesellschaft
4) Nutzung des spirituellen Gehalts des Shōmyō für den Dialog der Religionen und der interkulturelle Zusammenarbeit. Zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Gyosan-ryū gehörte in den letzten Jahrzehnten zweifelsohne der langjährige Prior, Meister Amano Denchū (1926–2002), der auch die Zusammenarbeit zwischen der liturgischen Vereinigung von Ohara und der Schola Gregoriana Pragensis initiierte. (von Robin Shoen Herman)
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    • Allerheiligen Litanei (Prozession)
    1. Allerheiligen Litanei (Prozession)
    2. Goshin-bo (Ritueller Schutz vor dem Einstieg in die Liturgie)
    3. Oi sange (Die große Buße)
    4. Veni sancte spiritus - Veni sancte spiritus (Motette)
    5. Shoten Kango no san (Lob der himmlischen Mächte)
    6. Alleluia magnus Dominus
    7. Sorai kada (Logbesang) - Miserere mei Deus (Psalm 51)
    8. Oratio Ieremiae Prophetae
    9. Antiphona alieni insurrexerunt - Shoten Kango no san (Lob der himmlischen Mächte)
    10. O virgo splendens
    11. Kudsh¢ shakudsh¢ (Gesang und Rasseln zur Vetreibung der bösen Mächte)
    12. Iustus ut palma (Graduale)
    13. Amida-kyo (Amida sutra) - Kyrie IV
    14. Jinriki-hon (Von der göttlichen Macht) - Ave virgo gloriosa (Cantio)
    15. Kikyo bongo no san (Lobsegang der Freude und des Segens)
    16. Choral
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 23.06.2009
Sprache Japanisch
EAN 4260005910667
Genre Chormusik
Hersteller Klassik Center Kassel
Komponist Tendai Mönchschor/Schola Gregoriana Pragensis, Anonymous, Traditional
Dirigent Saikawa Buntai, David Eben
Musik (CD)
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