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Tote Mädchen lügen nicht

Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Ein Roman, der unter die Haut geht.
Portrait
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Millionenbestsellers »Tote Mädchen lügen nicht«, der in 37 Länder verkauft, u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde und wochenlang die Spiegelbestsellerliste besetzte. Der Roman wird als 13-teilige Serie auf Netflix ausgestrahlt. Sein zweiter Jugendroman, »Wir beide, irgendwann«, entstand in der Zusammenarbeit mit der Co-Autorin Carolyn Mackler. Jay Asher lebt in Kalifornien, wo auch sein neuester Roman »Dein Leuchten« spielt.
Zitat
Hannah hat sich umgebracht. Jungs laufen Amok, Mädchen jedoch richten die Aggression, die sie nicht mehr ertragen können, oft gegen sich selbst. Aber woher diese verzweifelte Wut, dieser unsägliche Hass kommt, der junge Menschen dazu bringt, ihr Leben - und im Fall der Jungen auch das Leben anderer - zu zerstören, das hat Hannah Schritt für Schritt dokumentiert. Dreizehn Kassetten hat sie besprochen, für dreizehn Menschen, die dazu beigetragen haben, dass ihr Leben für sie keinen Wert mehr hatte. Hannah will, dass sie das, was sie ihnen zu Lebzeiten nicht vermitteln konnte, jetzt nach ihrem Tod zur Kenntnis nehmen müssen. Dabei geht es gar nicht in erster Linie um Schuldzuweisung, jedenfalls nicht gegenüber allen. Denn viele von ihnen spielten eine scheinbar unbedeutende Rolle für die verheerende Entwicklung von Hannahs Selbstbewusstsein. Aber es geht um die Summe! Die Summe der einzelnen Lieblosigkeiten, Kopflosigkeiten, Verächtlichkeiten, Gemeinheiten, mit denen die einzelnen Adressaten dazu beigetragen haben, Hannahs Würde Stück für Stück zu beschädigen und sie dadurch letztlich zu töten. Dieser Roman könnte für junge Leser ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Sensibilität nicht nur ein kostbares Gut, sondern gleichzeitig auch eine gefährliche Basis für Verletzungen ist, wenn der Ton, mit dem sich Schüler untereinander ihre Machtkämpfe liefern, eine bestimmte Grenze überschreitet und entgleitet. Natürlich ist es nicht immer und für jedes Mädchen vernichtend, wenn ihr öffentlich bescheinigt wird, sie hätte den schärfsten Hintern der Schule. Wenn aber jeder Schüler sich daraufhin aufgefordert fühlt, dieses Hintern mit den entsprechenden entwürdigenden Kommentaren zu begrapschen, dann kann eine Kettenreaktion ausgelöst werden, die wie im Falle Hannahs zur Katastrophe führt. Dieses Buch sollte schnell als Klassenlektüreausgabe greifbar sein, denn es geht dabei nicht nur um Hannah. Es geht ganz allgemein um die Würde junger Menschen, die, wenn sie durch so schlechte Sitten, wie sie an manchen Schulen selbstverständlich sind, so leicht verloren gehen und in den Schmutz getreten werden kann. Das kann gar nicht offen genug und ohne Lügen oder Vertuschung thematisiert werden. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Altersempfehlung 13 - 99
Erscheinungsdatum 24.06.2009
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 9783641025649
Verlag Random House ebook
Originaltitel 13 Reasons Why
Dateigröße 665 KB
Übersetzer Knut Krüger
Verkaufsrang 6999
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Buchhändler-Empfehlungen

Erschreckend bewegend

A. Klemme, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

"Tote Mädchen Lügen Nicht" ist eine Gänsehaut beschehrende und zugleich bewegende Geschichte. Der Leser begleitet Clay, der aus heiterem Himmel einen Satz Kassetten vor der Tür stehen hat, Kassetten mit der Stimme von Hannah Baker, die kurz zuvor Suizid begangen hat. Der Leser und natürlich auch Clay wollen wissen, wieso ausgerechnet er diese Kassetten bekommen hat und man begibt sich auf eine emotionale und erschreckend bewegende Reise. Wieder ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Ich bin während des Lesens die Achterbahn der Gefühle rauf und runter gefahren. Ein absolutes Muss für alle, die ihr Herz an die Netflix-Serie, basierend auf diesem Buch, verloren haben!

Nervenkitzel pur...

Helene Ewald, Thalia-Buchhandlung Dallgow

Spannender Schreibstil trifft auf pure Realität! Was passiert, wenn man plötzlich Kassetten von einer Mitschülerin bekommt, die sich erst vor kurzem das Leben genommen hat? Eine Geschichte, die unter die Haut geht! Die gleichnamige Serie auf Netflix ist auch sehr zu empfehlen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
103 Bewertungen
Übersicht
76
18
6
2
1

Originell
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Geschichte von Hannah ist berührend und regt zum Nachdenken an. Das Buch ist gut geschrieben und 1000 mal besser als die Serie. Diese habe ich erst gesehen, nachdem ich das Buch gelesen habe und war wirklich enttäuscht. Das Buch ist allerdings sehr zu empfehlen! :)

13 Gründe für das Ende eines jungen Lebens
von Dark Rose aus Troisdorf am 15.01.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Achtung: Triggerwarnung: Vergewaltigung, Stalking, Mobbing, Selbstmord! Vor zwei Wochen hat die Schülerin Hannah Baker Selbstmord begangen. Doch sie hat etwas hinterlassen: 7 Kassetten, auf denen sie 13 Gründe für ihre Entscheidung darlegt. Jeder, der auf dieser Liste steht, bekommt der Reihe nach, die Kassetten per Post. ... Achtung: Triggerwarnung: Vergewaltigung, Stalking, Mobbing, Selbstmord! Vor zwei Wochen hat die Schülerin Hannah Baker Selbstmord begangen. Doch sie hat etwas hinterlassen: 7 Kassetten, auf denen sie 13 Gründe für ihre Entscheidung darlegt. Jeder, der auf dieser Liste steht, bekommt der Reihe nach, die Kassetten per Post. Gerade hat sie Clay Jensen bekommen, der in Hannah verliebt gewesen war und sie sehr vermisst. Mit jedem weiteren Grund erkennt Clay, die Warnzeichen, die er zuvor, wie auch alle anderen, übersehen hat und er lernt, dass er im Grunde genommen nur sehr wenig über Hannah Baker wusste. Neben den Kassetten hat Hannah auch einen Stadtplan hinterlassen, auf dem sie Orte markiert hat, die für sie Schlüsselmomente markieren. Folgt man ihrer Geschichte, besucht man automatisch auch die dazugehörigen Orte, auch sie helfen zu verstehen. Das Buch macht deutlich, dass Hannah definitiv von vielen Mitschülern schlecht, manchmal sogar vorsätzlich grausam behandelt worden ist. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst fast meine gesamte Schulzeit über gemobbt wurde und weiß, wie sich das anfühlt. Gut, bei mir war es nicht so extrem wie bei Hannah an mancher Stelle, aber schlimm genug. Ich hatte den Tiefpunkt mit 13 Jahren. Allerdings haben mich die Worte gerettet. Anders als Hannah, habe ich meine aber niemandem gezeigt. Ich habe einfach alles aufgeschrieben, was mir die Worte gesagt haben, daraus wurden viele, viele Gedichte. Mich haben diese Gedichte gerettet, als es auch für mich keinen Anker mehr gab. Ich glaube, das ist einer der Hauptgründe, warum ich heute noch hier bin und diese Rezension schreiben kann. Ich verrate euch das nicht, weil ich Mitleid will, ich schreibe euch das, weil ich nachvollziehen kann, wie sich Hannah gefühlt hat. Wenn Dinge, die für andere Lappalien sind, euch den Boden unter den Füßen wegzieht. Wenn ihr genau wisst, dass euch jemand benutzt, ihr aber trotzdem irgendwie doch noch die Hoffnung habt, dass es nicht so ist und ihr euch in der Menschheit getäuscht habt. Ich weiß genau, wie das ist. Hannahs Gründe sind sehr unterschiedlich. Manchmal geht es um etwas, dass ihr angetan wurde, manchmal um etwas, für dass sie sich schuldig fühlt und manchmal sind es von außen betrachtet Kleinigkeiten, die aber auf einen Menschen, der sowieso schon am Abgrund balanciert, verheerende Auswirkungen haben können. Dieses Buch schafft es, Hannahs Gefühle und Gedanken zu vermitteln. Man durchlebt die Situationen mit ihr und hat gleichzeitig die ältere Hannah im Ohr, die einem einiges voraus hat und die Situation teilweise in einen ganz anderen Kontext setzen kann, denn sie weiß ja, wie es danach weiterging. Allerdings darf man dabei auch nicht vergessen, dass man nur Hannahs Sichtweise der Dinge erfährt. Es ist ihre Geschichte, so wie sie sie erzählen will. Es ist keine objektive Beschreibung. Das Buch ist wirklich heftig und alle, deren Gefühle stark von Büchern beeinflusst werden, sollten von diesem hier besser die Finger lassen. Es hängt einem einfach nach. „Tote Mädchen lügen nicht“ wurde von Netflix als Serie verfilmt. Die Serie ist in meinen Augen teilweise besser und teilweise schwächer als das Buch. Was mir persönlich an der Serie besser gefällt ist, dass einige Situationen einfach in der Serie anders rüberkommen und eindeutiger werden, als im Buch. Ein Beispiel dafür ist die Sache im Whirlpool. Eine andere die Reaktion der anderen „Listen-Bewohner“. Manch einer fühlt sich schuldig, andere behaupten Hannah würde lügen und wieder andere wünschen sich, dass Hannah lügt. Was mir an der Serie weniger gut gefiel war die Darstellung von Clay. Ich mag ihn im Buch viel lieber, er ist dort deutlich erwachsener und macht nicht so viele dumme Teenie-Sachen. In der Serie rächt er sich zum Beispiel an Tyler, im Buch steht er darüber. Die Reihenfolge der Kassetten ist auch unterschiedlich. Ich fand die erste Staffel wirklich gut, auch die zweite, obwohl mir die in der letzten Staffel echt zu extrem wurde. Aber hier geht es vordergründig um die erste Staffel, weil nur die den Inhalt des Buches widergibt. Fazit: Wenn ich mich jetzt spontan zwischen Buch und Serie entscheiden müsste, muss ich ehrlich sagen, dass mir letztlich doch das Buch besser gefallen hat, so gut die Serie an manchen Stellen auch ist. Das liegt einfach daran, dass mich Clay in der Serie genervt hat, im Buch aber nicht. Beide teilen sich zwei Schwächen und zwar zum einen, dass die Ereignisse an der Schule stark überzogen wirken. Man kann sich kaum vorstellen, dass so viele Verbrechen an dieser Schule begangen werden und niemand schaut hin. Der zweite Punkt ist, dass beide sich auf Hannahs Sichtweise auf die jeweiligen thematisierten Momente beschränken, wobei die Serie hier auch immer wieder die, wie die mittlerweile legendäre Trump-Pressesprecherin einst sagte, „alternativen Wahrheiten“ der anderen Beteiligten anreißen, aber die Erzählung bleibt dennoch stark einseitig. Doch das ist auch Ziel des Ganzen und daher auch kein „echter“ Kritikpunkt. Trotz der heftigen Thematik und der teilweise wirklich auch sehr schwer verdaulichen Schilderungen, bekommt das Buch von mir volle 5 Sterne, weil es mich wirklich gefesselt hat!

Spannende Geschichte, welche zeigt, was alles passieren kann!
von bluetenzeilen am 22.07.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zum Inhalt: Hannah Baker scheint zunächst ein harmloses Mädchen von nebenan zu sein. Hannah, die Geheimnisse hatte und für die Clay heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Als Clay aus der Schule kommt und 13 Kassetten vorfindet, drückt er auf Play und lauscht der Stimme, die er nie wieder höre... Zum Inhalt: Hannah Baker scheint zunächst ein harmloses Mädchen von nebenan zu sein. Hannah, die Geheimnisse hatte und für die Clay heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Als Clay aus der Schule kommt und 13 Kassetten vorfindet, drückt er auf Play und lauscht der Stimme, die er nie wieder hören wird. Mit Hannahs Stimme im Ohr erwähnt er all die Lügen, die die meisten Menschen um ihn herum aufgebaut haben. Ihm werden 13 Gründe geliefert, warum Hannah sich das Leben nahm. Denn auch er ist ein Teil dieser Geschichte… Fazit: Wir glauben das Buch oder zumindest die Serie ist sehr bekannt. Jedoch habe ich das Buch viel früher gelesen, als die Serie erschienen ist. Das Thema ist sehr wichtig und wird in unserer Gesellschaft wenig bis gar nicht behandelt. Umso wichtiger, dass ein Autor diese Funktion in gewissen Punkten übernimmt. Der Schreibstil ist trotz der Problematik sehr einfach zu lesen. Man hat zumindest keine Schwierigkeiten. Auch der Aufbau mit den unterschiedlichen Seiten fand ich sehr gut gewählt, sodass man sich jedes Mal auf jemand “neues” einlassen kann. Clay hat mir gut gefallen. Ab und an war er am Boden zerstört und diese Gefühle wurden gut vermittelt. Auch die Ratlosigkeit, wie man in dieser Situation umgeht und wie Hannah sich gefühlt haben muss war grandios. Alles in allem ein wirklich tolles Buch!