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Effi Briest

Hörheft. Volltextlesung

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In ruhigem Ton erzählt Theodor Fontane die Geschichte von Effi Briest. In der erdrückenden Atmosphäre »ewigen Lug und Trugs« zerbricht die lebendige junge Frau schließlich nicht an ihrer Schuld, sondern an der Verlassenheit in ihrem Wunsch nach Redlichkeit und Bekenntnis.»Mit einem Male aber glitt sie von ihrem Sitze vor Innstetten nieder, umklammerte seine Knie und sagte in einem Tone, wie wenn sie betete: »Gott sei Dank!« Innstetten verfärbte sich. Was war das? Etwas, was seit Wochen flüchtig, aber doch immer sich erneuernd über ihn kam, war wieder da und sprach so deutlich aus seinem Auge, daß Effi davor erschrak. Sie hatte sich durch ein schönes Gefühl. das nicht viel was andres als ein Bekenntnis ihrer Schuld war, hinreißen lassen und dabei mehr gesagt, als sie sagen durfte. Sie mußte das wieder ausgleichen, mußte was finden, irgendeinen Ausweg, es koste, was es wolle.« (Theodor Fontane: Effi Briest)
Portrait
Theodor Fontane (1819-98) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Axel Grube
Erscheinungsdatum 22.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783939511816
Reihe Bibliophile Edition »Hörhefte«
Verlag Onomato
Auflage 1
Spieldauer 832 Minuten
Hörbuch (MP3-CD)
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18,19
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Weit besser als man als Schüler gern denkt!“

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Dieses Buch scheint zu den meistgehassten Schullektüren zu gehören. Schon allein deshalb war ich verblüfft, dass ich es insgesamt überraschend charmant fand. Gerade in den anfänglichen Passagen erinnerte es mich teils sehr an Jane Austen-Atmosphären.

Effi Briest als Figur ist trotz einer gewissen Oberflächlichkeit eine, über die ich gern lese, und auch die Erzählerfigur ist durch weit mehr ironische Distanz als ich erwartet hatte, sehr lesbar. Effis tatsächliches Vergehen ist so kryptisch beschrieben, dass ich es nicht mitbekommen hätte, wenn sich nicht jede Person, die es in der Schule lesen musste, dazu berufen gesehen hätte, es direkt zu erläutern.

Diese Art von Verklauselierung empfinde ich dann doch als etwas übertrieben. Ich habe kein Problem damit, einen Text nicht direkt in seiner Gesamtheit erfassen zu können; wenn jedoch Rhetorik allzu willkürlich erscheint, sodass sie kaum verstanden werden kann, verliere ich hingegen leicht das Interesse. So weit kam es hier allerdings nicht.

Nett fand ich auch, dass nicht nur Roswitha, das simpel gestrickte Mädel, Effi bis zum Ende loyal bleibt, sondern auch der Erzähler selber, wodurch eine übertriebene Moralität vermieden wird.
Dieses Buch scheint zu den meistgehassten Schullektüren zu gehören. Schon allein deshalb war ich verblüfft, dass ich es insgesamt überraschend charmant fand. Gerade in den anfänglichen Passagen erinnerte es mich teils sehr an Jane Austen-Atmosphären.

Effi Briest als Figur ist trotz einer gewissen Oberflächlichkeit eine, über die ich gern lese, und auch die Erzählerfigur ist durch weit mehr ironische Distanz als ich erwartet hatte, sehr lesbar. Effis tatsächliches Vergehen ist so kryptisch beschrieben, dass ich es nicht mitbekommen hätte, wenn sich nicht jede Person, die es in der Schule lesen musste, dazu berufen gesehen hätte, es direkt zu erläutern.

Diese Art von Verklauselierung empfinde ich dann doch als etwas übertrieben. Ich habe kein Problem damit, einen Text nicht direkt in seiner Gesamtheit erfassen zu können; wenn jedoch Rhetorik allzu willkürlich erscheint, sodass sie kaum verstanden werden kann, verliere ich hingegen leicht das Interesse. So weit kam es hier allerdings nicht.

Nett fand ich auch, dass nicht nur Roswitha, das simpel gestrickte Mädel, Effi bis zum Ende loyal bleibt, sondern auch der Erzähler selber, wodurch eine übertriebene Moralität vermieden wird.

„Eine Frau die ihrer Zeit vorraus war!“

Tally Thiel, Thalia-Buchhandlung Berlin

Fontane sagte eins das man ein gutes Buch an dem ersten Kapitel erkennt und daraus schließen kann wie es weiter geht.

Fontanes Schreibstil ist großartig, mit viel liebe zum Detail schafft er es Szenen und Orte herzuzaubern und auch seine Protagonistin Effi ist detailreich beschrieben, konnte jedoch nicht mein Herz gewinnen. Ihre Entscheidungen machte sie immer und immer unsympathischer. Trotzdem würde ich es als lesenswert beschreiben.

Fontane sagte eins das man ein gutes Buch an dem ersten Kapitel erkennt und daraus schließen kann wie es weiter geht.

Fontanes Schreibstil ist großartig, mit viel liebe zum Detail schafft er es Szenen und Orte herzuzaubern und auch seine Protagonistin Effi ist detailreich beschrieben, konnte jedoch nicht mein Herz gewinnen. Ihre Entscheidungen machte sie immer und immer unsympathischer. Trotzdem würde ich es als lesenswert beschreiben.

MarieCarolin Behring, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Ein Klassiker, der durch sein psychologisches Feingefühl nichts an Aktualität verloren hat.
Die Geschichte einer Ehe. Die Situation einer Ehebrecherin zu früherer Zeit. Sehr gut!
Ein Klassiker, der durch sein psychologisches Feingefühl nichts an Aktualität verloren hat.
Die Geschichte einer Ehe. Die Situation einer Ehebrecherin zu früherer Zeit. Sehr gut!

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Von Mann und Tochter zu jenen Zeiten verlassen werden ist sicherlich nicht einfach. Aber zeigt auch, was Frauen damals für Möglichkeiten hatten: keine. Von Mann und Tochter zu jenen Zeiten verlassen werden ist sicherlich nicht einfach. Aber zeigt auch, was Frauen damals für Möglichkeiten hatten: keine.

Ein bewegender, niveauvoller Frauenroman voll Höhen und Tiefen. Ein Muss für alle Fans der Deutschen Literatur. Ein bewegender, niveauvoller Frauenroman voll Höhen und Tiefen. Ein Muss für alle Fans der Deutschen Literatur.

Natalie Sommer, Thalia-Buchhandlung Vechta

Ein Meisterwerk sondergleichen - Effis Geschichte berührt und fasziniert. Gehört auf jeden Fall in jedes Bücherregal. Ein Meisterwerk sondergleichen - Effis Geschichte berührt und fasziniert. Gehört auf jeden Fall in jedes Bücherregal.

Jacqueline Ganser, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein Klassiker der deutschen Literatur, der aufzeigt, wie man sich durch gesellschaftliche Zwänge zugrunde richten lassen kann. Ein Klassiker der deutschen Literatur, der aufzeigt, wie man sich durch gesellschaftliche Zwänge zugrunde richten lassen kann.

Ein Roman des Realismus, der niemals unmodern wird. Muss man gelesen haben! Ein Roman des Realismus, der niemals unmodern wird. Muss man gelesen haben!

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein Klassiker !! Ein Klassiker !!

„Frisch und zeitgemäß“

Bernhard Wojdyla, Thalia-Buchhandlung Rheine

Dieser Klassiker der Weltliteratur lässt die Geisteswelt der Belle Epoque in ihrer ganzen Fülle lebendig werden. Anhand der Erzählung über die dramatische Beziehung der jungen Effi mit ihrem väterlichen Gatten und Förderer Innstetten erhalten wir Einsichten in Moral, Naturwissenschaft und wahre Freundschaft im ausgehenden 19. Jh. Dieser Klassiker der Weltliteratur lässt die Geisteswelt der Belle Epoque in ihrer ganzen Fülle lebendig werden. Anhand der Erzählung über die dramatische Beziehung der jungen Effi mit ihrem väterlichen Gatten und Förderer Innstetten erhalten wir Einsichten in Moral, Naturwissenschaft und wahre Freundschaft im ausgehenden 19. Jh.

„Viel mehr als nur Schullektüre...“

Daniela Lanick, Thalia-Buchhandlung Chemnitz, Sachsenallee

Ich habe Effi Briest das erste Mal während meiner Abiturzeit gelesen und fand es damals befremdlich, dass alle anderen über diese "vorsinnflutliche Lektüre" gestöhnt habe, denn ich finde dieses Buch toll. Effi muss auf Drängen ihrer Eltern, den um mehrere Jahrzehnte älteren Baron von Innstetten heiraten und mit ihm in die Provinz ziehen. Bald hat sie die Kaffekränzchen und Gesellschaften satt und lässt sich auf eine Affaire mit Major Crampas ein. Es kommt wie es kommen muss - ihr Mann findet ihre Untreue heraus, tötet Crampas im Duell und verstößt seine Frau.
Ich habe immer schon für Effi Partei ergriffen - beim ersten Lesen und auch heut noch. Man kann ihr zwar einen moralischen Fehler vorwerfen, aber warum wird nur sie von der Gesellschaft vor Gericht gestellt und nicht etwa auch ihre Eltern, die sie zur Ehe gezwungen haben oder auch Baron von Innstetten, dessen Leben sie sich anpassen musste? Aber das ist wohl ..."ein zu weites Feld."
Ich habe Effi Briest das erste Mal während meiner Abiturzeit gelesen und fand es damals befremdlich, dass alle anderen über diese "vorsinnflutliche Lektüre" gestöhnt habe, denn ich finde dieses Buch toll. Effi muss auf Drängen ihrer Eltern, den um mehrere Jahrzehnte älteren Baron von Innstetten heiraten und mit ihm in die Provinz ziehen. Bald hat sie die Kaffekränzchen und Gesellschaften satt und lässt sich auf eine Affaire mit Major Crampas ein. Es kommt wie es kommen muss - ihr Mann findet ihre Untreue heraus, tötet Crampas im Duell und verstößt seine Frau.
Ich habe immer schon für Effi Partei ergriffen - beim ersten Lesen und auch heut noch. Man kann ihr zwar einen moralischen Fehler vorwerfen, aber warum wird nur sie von der Gesellschaft vor Gericht gestellt und nicht etwa auch ihre Eltern, die sie zur Ehe gezwungen haben oder auch Baron von Innstetten, dessen Leben sie sich anpassen musste? Aber das ist wohl ..."ein zu weites Feld."

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
12
12
4
3
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Nüchterner Blick auf den gesellschaftlichen Erwartungshorizont, nach dem es zu leben gilt und aus dem die Akteure nicht heraustreten. Nachdenklich stimmender Klassiker von Fontane.

von Anna Erhardt aus Münster am 13.06.2016
Bewertet: anderes Format

Nach dem zweiten Lesen fand ich es dann gar nicht mehr so schlimm und es gehört zur absoluten Weltliteratur.

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein weiterer Klassiker, der in keinem gut sortierten Wohnzimmerregal fehlen sollte. Musst es damals in der Schule lesen und war nicht ganz besonders interessiert.