Blödmaschinen

Die Fabrikation der Stupidität

edition suhrkamp 2609

(3)
»Fernsehen macht dumm«, »Unser Bildungssystem produziert karrieristische Fachidioten«, »Der Kapitalismus braucht Konsumtrottel« – Wenn eine Gesellschaft auf das in ihr (zu Recht) grassierende Unbehagen an »allgemeiner Verblödung« statt mit handfesten Gegenmaßnahmen bevorzugt mit kulturpessimistischen Slogans und Verschwörungstheorien reagiert, wird klar, wie sehr sie sich bereits in ihrem Dummsein eingerichtet, es gar zum System erhoben hat. Markus Metz und Georg Seeßlen analysieren die Mechanismen, mit denen Dummheit heute produziert wird, nebst den fatalen Strategien, mit denen die meisten Individuen sie »bewältigen« und dadurch noch verstärken. Wer sich der Dynamik der »Blöd-Maschinen« nicht blind oder – noch schlimmer – sehend ergeben möchte, muß ihre Strukturen begreifen. Nur so entsteht die Chance, sie zu zerschlagen.
Portrait
Georg Seeßlen, geboren 1948 in München, Studium der Malerei an der Kunsthochschule München, freier Journalist und Autor, lebt in Kaufbeuren.

Markus Metz, geboren 1958 in Oberstdorf, Studium der Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, freier Journalist und Autor, lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 782
Erscheinungsdatum 23.05.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-12609-7
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,6/10,8/4,5 cm
Gewicht 459 g
Auflage 7. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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sehr interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 07.05.2012

Im Nachhinein gebe ich diesem dicken Essay 5 Sterne, weil er ungewöhnlich nachhallt. Schon lange hab ich kein solch interessantes Buch mehr gelesen über Zustände in unserer postmodernen Gesellschaft. Natürlich kann man alles negativ dekonstruieren, bis nur noch die Erkenntnis bleibt, dass wirklich je nach Sicht alles, aber wirklich... Im Nachhinein gebe ich diesem dicken Essay 5 Sterne, weil er ungewöhnlich nachhallt. Schon lange hab ich kein solch interessantes Buch mehr gelesen über Zustände in unserer postmodernen Gesellschaft. Natürlich kann man alles negativ dekonstruieren, bis nur noch die Erkenntnis bleibt, dass wirklich je nach Sicht alles, aber wirklich alles relativ wird und es kaum Sinn macht, Verbesserungsvorschläge zu machen, da diese sowieso bald bis zur Unendlichkeit wieder relativiert werden können. Der tägliche Leerlauf des komischen Lebens schreitet so oder so weiter voran. Natürlich sind in diesem Buch viele Behauptungen, die weiter hinterfragt werden müssten. Aber im Endeffekt bleibt der Ansporn, eben selber mal zu hinterfragen, was man da eigentlich täglich so alles treibt und wie man eigentlich so oft von Anderen oder Anderem getrieben wird, ohne nachzudenken. Der Text hat eher satirisch auf mich eingewirkt und war trotz 800 Seiten ein seltenes Vergnügen und wie erwähnt, hallt er einfach weiter nach und das ist was, das man nicht von vielen Büchern (oder Filmen oder Chats usw.) behaupten kann.

wichtig und richtig
von Armin Rosenberg aus Wien am 24.08.2011

Ein sehr langer Essay, manchmal etwas anstrengend (da kann man gleich seinen eigenen Verblödungsgrad überprüfen), aber nicht ohne Humor und weitgehend frei von kulturwissenschaftlichem Jargon. Eine überaus gewinnbringende und erhellende Lektüre.