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Mutmassungen über Jakob

Text und Kommentar

Suhrkamp BasisBibliothek Band 111

Uwe Johnson

(2)
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Beschreibung

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

"Ein Schreiben, das für heute relevanter sein könnte, lässt sich kaum vorstellen. ... Sein Werk zeigt, dass es möglich ist, sich zu erinnern, ohne nostalgisch zu werden, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen, ohne diese im Nachhinein zu verklären, und zu neuen Ufern aufzubrechen, ohne diese zum Heilsversprechen zu überhöhen."
Daniel Schreiber, taz. die tageszeitung 18.07.2009

Uwe Johnson wurde am 20. Juli 1934 in Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren und starb am 22. oder 23. Februar 1984 in Sheerness-on-Sea. 1945 floh er mit seiner Mutter und seiner Schwester zunächst nach Recknitz, dann nach Güstrow in Mecklenburg. Sein Vater wurde von der Roten Armee interniert und 1948 für tot erklärt. 1953 schrieb er sich an der Universität Leipzig als Germanistikstudent ein und legte sein Diplom über Ernst Barlachs Der gestohlene Mond ab. Bereits während des Studiums begann er mit der Niederschrift des Romans Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953. Er bot ihn 1956 verschiedenen Verlagen der DDR an, die eine Publikation ablehnten. 1957 lehnte auch Peter Suhrkamp die Veröffentlichung ab. Der Roman wurde erst nach dem Tode von Uwe Johnson veröffentlicht. Der erste veröffentlichte Roman von Uwe Johnson ist Mutmassungen über Jakob. Von 1966 – 1968 lebte Uwe Johnson in New York. Das erste Jahr dort arbeitete er als Schulbuch-Lektor, das zweite wurde durch ein Stipendium finanziert. Am 29. Januar 1968 schrieb er in New York die ersten Zeilen der Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl nieder. Deren erste ›Lieferung‹ erschien 1970. Die Teile zwei und drei schlossen sich 1971 und 1973 an. 1974 zog Uwe Johnson nach Sheerness-on Sea in der englischen Grafschaft Kent an der Themsemündung. Dort begann er unter einer Schreibblockade zu leiden, weshalb der letzte Teil der Jahrestage erst 1983 erscheinen konnte. 1979 war Uwe Johnson Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Ein Jahr später erschienen seine Vorlesungen unter dem Titel Begleitumstände. Sein Nachlass befindet sich im Uwe Johnson-Archiv an der Universität Rostock.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Kristin Felsner
Seitenzahl 360
Erscheinungsdatum 05.01.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-18911-5
Verlag Suhrkamp
Maße (B) 11,8 cm
Auflage 1. Originalausgabe
Unterrichtsfächer Deutsch

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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Für literarische Spürnasen
von einer Kundin/einem Kunden aus Walldorf am 16.12.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inhalt: Jakob wurde an einem nebligen Novembermorgen von einer Rangierlok überrollt. Die „Mutmaßungen über Jakob“ versuchen, die Ursache für Jakobs Tod zu ergründen, indem sie Jakobs letzte Tage vor seinem Tod aus der Perspektive verschiedener ihm nahestehender Personen nachvollziehen. Dabei erfährt man Einiges nicht nur über ... Inhalt: Jakob wurde an einem nebligen Novembermorgen von einer Rangierlok überrollt. Die „Mutmaßungen über Jakob“ versuchen, die Ursache für Jakobs Tod zu ergründen, indem sie Jakobs letzte Tage vor seinem Tod aus der Perspektive verschiedener ihm nahestehender Personen nachvollziehen. Dabei erfährt man Einiges nicht nur über Jakob selbst, sondern auch über das Leben in der DDR zur Zeit der Ungarnaufstände und über das komplizierte Verhältnis eines loyalen Staatsbürgers zur Stasi. Form: Die Sprache wechselt zwischen den kurzen knappen Sätzen der Dialoge, die mitunter auch im Dialekt widergegeben werden, und ausladenden Erläuterungen. Die Erzählperspektive ändert sich häufig, ohne dass Uwe Johnson direkte Hinweise gibt, welche Sicht im Buch gerade eingenommen wird. Bewertung: „Mutmaßungen über Jakob’ ist definitiv kein Buch, welches einfach zu lesen ist. Im Gegenteil man muss nach jedem Perspektivwechsel Spuren suchen und darüber mutmaßen, welche Perspektive aktuell ist. Darüber hinaus wird das Buch interessant durch die detaillierten Schilderungen der Lebensumstände Jakobs und seiner Freunde und Verwandten und deren verschiedener Sichtweisen. Sehr überzeugend stellt Uwe Johnson dar, wie man als loyaler Staatsbürger in die Aktivitäten der Staatssicherheit hineingezogen werden konnte, ohne es richtig zu merken. Fazit: Für literarische Spürnasen, die an einer aufwändigen literarischen Spurensuche Spaß haben und die gleichzeitig an der jüngeren deutschen Geschichte nicht vollkommen desinteressiert sind, ist das Buch auf alle Fälle sehr lohnend.

Diesseits des Vorhangs
von Polar aus Aachen am 21.10.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Denkt man an Uwe Johnson fallen einem sofort die Jahrestage ein. Jenes monumentale Werk über das Leben in der DDR und das Überleben im Westen. Schon in dem 1959 erschienen Roman Mutmassungen über Jakob blitzt bereits das schriftstellerische Können Uwe Johnsons auf, das seine späten Jahre prägen wird. Seine Welt setzt sich aus Ve... Denkt man an Uwe Johnson fallen einem sofort die Jahrestage ein. Jenes monumentale Werk über das Leben in der DDR und das Überleben im Westen. Schon in dem 1959 erschienen Roman Mutmassungen über Jakob blitzt bereits das schriftstellerische Können Uwe Johnsons auf, das seine späten Jahre prägen wird. Seine Welt setzt sich aus Versatzstücken zusammen, ist als Ganzes nicht zu fassen, muss erforscht, erneut zusammengesetzt werden. Er nähert sich der Wirklichkeit durch die Erinnerungen anderer. In den Mutmassungen verschwindet ein junger Mann und zurück bleiben nur Fragen. Aus den Antworten setzt Johnson nicht nur sein Leben zusammen, er spiegelt auch die DDR wie den Westen, zeigt das Werben der Stasi um Mitarbeiter, erzählt vom Ungarn-Aufstand, zeichnet ein zerrissenes Deutschland nach, durch das sich ein bleierner Vorhang zieht, hinter dem man verschwindet und wieder auftaucht. Nach dem Fall der Mauer, mit dem Abstand der Jahre ist dieses Deutschland nicht wie zu Zeiten der Bundesrepublik aus Sicht zweier Länder zu betrachten, vielmehr als ein in Teilen zerfallenes Land, für das Uwe Johnson ein faszinierendes literarisches Bild gezimmert hat. Und so bleibt selbst Jakobs Tod mysteriös, gleicht einem Puzzle, bei dem vielleicht das ein oder Teil verloren gegangen ist. Der erste Satz: Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen, fasst ein Leben zusammen, ein Kapitel deutscher Geschichte. Niemand vermochte wie Johnson so brillant davon zu erzählen


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