Die Wahrheit über DIE LINKE

List bei Ullstein 60964

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Als 1989 die SED-Diktatur gestürzt wurde, hätte niemand gedacht, dass die Staatspartei der DDR zwanzig Jahre später die Geschicke der Bundesrepublik mitbestimmen würde. Doch nach mehrfachen Metamorphosen, dubiosen Verschiebungen ihres Milliardenvermögens und dem obskuren Zusammenschluss mit westdeutschen Altlinken drängt die Partei zurück an die Macht. In welch beunruhigendem Maße es eine personelle, programmatische, organisatorische und finanzielle Kontinuität von der SED zur Partei Die LINKE gibt, dokumentiert Hubertus Knabe in gewohnter Gründlichkeit.
Mit viel Geschick hatten es Parteifunktionäre wie Gregor Gysi oder Lothar Bisky 1989/90 verstanden, die diskreditierte Diktaturpartei zu retten und die Misere, die vierzig Jahre Sozialismus hinterlassen haben, anderen in die Schuhe zu schieben. Das Milliardenvermögen der SED, bis heute angeblich unauffindbar, wurde auf Auslandskonten verschoben. Durch wiederholte Namensänderung wurde die SED-Herkunft verschleiert - noch heute sind gut die Hälfte der Mitgliedschaft alte SED-Genossen, darunter zahllose Stasi-Mitarbeiter. Das Parteiprogramm wurde auf Verfassungskonformität getrimmt, strebt in Wahrheit aber eine andere Republik an.Die jahrelang vergeblich betriebene Westausdehnung wurde schließlich mit Hilfe der WASG-Gründung und der populistischen Tiraden von Ex-SPD-Chef Lafontaine doch noch bewerkstelligt.
Rechtzeitig zur Bundestagswahl leuchtet Knabe hinter die Kulissen einer Partei, die die Öffentlichkeit wie keine andere über ihr wahres Innenleben zu täuschen versteht und nicht zuletzt deshalb auf eine völlig unkritische Haltung der bundesdeutschen Medien trifft. Dieses Buch geht alle an, die sich um die politische Zukunft Deutschlands Sorgen machen.
Portrait
Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, ist wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Von 1992 bis 2000 war er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig. Er gehört zu den profiliertesten Historikern der Bundesrepublik, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Die Täter sind unter uns (2007) und Honeckers Erben (2009).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 12.05.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-60964-5
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,9/12,6/2,8 cm
Gewicht 390 g
Auflage 2. Auflage
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Medizin gegen das Vergessen
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 07.07.2010

Knabe: Die Linke Immer wieder wird behauptet, es sei unmöglich, ja verwerflich, das DDR-Regime mit dem NS-Staat zu vergleichen. Das ist natürlich Unsinn, letztlich kann man auch eine Mücke mit einem Elefanten vergleichen, um zu dem Ergebnis zu kommen, es gibt kaum Gemeinsamkeiten. Zwischen der DDR-Diktatur und der NS-Diktatur gibt... Knabe: Die Linke Immer wieder wird behauptet, es sei unmöglich, ja verwerflich, das DDR-Regime mit dem NS-Staat zu vergleichen. Das ist natürlich Unsinn, letztlich kann man auch eine Mücke mit einem Elefanten vergleichen, um zu dem Ergebnis zu kommen, es gibt kaum Gemeinsamkeiten. Zwischen der DDR-Diktatur und der NS-Diktatur gibt es viel mehr Ähnlichkeiten, als es den Linken lieb ist. Einen großen Unterschied allerdings gibt es: Nach dem 8. Mai 1945 waren die Nazis weg, kaum jemand wollte ihnen zugehört haben. Und die, die heute als rechte Narren herum toben, wären im wirklichen NS-Staat kaum lange frei geblieben. Die linken Utopisten und Unterdrücker der Freiheit aber überlebten nicht nur den Mauerfall, sie blühen wieder auf. Nur kurz war der Schock, über Namensänderungen mogelten sie sich von ihrem Scheitern weg und verführen zu Unrecht enttäuschte, die Realität nicht erkennende Bürger und gefährden mit ihren Phantastereien die Zukunft. Da tut Aufklärung über das wahre Wesen des realen Marxismus/ Leninismus not. Und die leistet vorzüglich der exzellente Fachmann Knabe. Da wird Rosa Luxemburg vom Sockel geholt, über das Verbrecherische des Stalinismus aufgeklärt, werden die Zahlen der DDR-Opfer genannt. Informiert wird auch über die verfälschende Darstellung der Merkelschen Vergangenheit, die eben keineswegs so ins Regime involviert war, wie es von den Linken behauptet wird. Und registriert wird sorgfältig, in wie viele wichtige politische Positionen sich die damals Gescheiterten wieder hereingeschlichen haben, ohne von ihrem früheren Unsinn zu lassen. Erstaunt schüttelt man den Kopf, wie vergesslich offenbar auch viele ehemalige DDR-Bürger sind, die nun Gefahr laufen, das Regime, das sie über Jahrzehnte unterdrückt hat, nostalgisch zu verklären. Knabe recherchiert gründlich, zuweilen vielleicht zu gründlich, weil die Überfülle der Fakten letztlich den Leser übermüden könnten.. Aber gegen das Vergessen ist das Buch dringend jedem zu empfehlen, nicht nur den linken Utopisten und DDR-Nostalgikern.