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Madame empfängt / Madame Bd. 1

Historischer Roman

Madame 1

(6)
Frankfurt, 1836. Eine Serie von Giftmorden an jungen Dienstmädchen, die alle nebenbei der Prostitution nachgingen, lässt die heile Fassade der Stadt am Main bröckeln. Augenzeugen haben keine Zweifel, dass der Täter der besseren Gesellschaft angehört. Der ebenso verschlafenen wie korrupten Polizeibehörde unter der Leitung von Oberinspektor Brand gelingt es aber nicht, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Nach dem Dafürhalten von Presse und Obrigkeit handelte es sich bei den Opfern ohnehin um „liederliche Weibsbilder“, deren schlimmes Ende nicht verwunderlich sei.
Empört über so viel Unfähigkeit und Ignoranz beginnt die Frankfurter Dichterin Sidonie Weiß, gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Johann Konrad Friedrich, auf eigene Faust in den mysteriösen Mordfällen zu ermitteln. Unterstützung finden die beiden bei dem Arzt und städtischen Leicheninspektor Heinrich Hoffmann. Ihre Nachforschungen führen Fräulein Sidonie, Johann und Doktor Hoffmann in die Salons des großbürgerlichen Frankfurts, aber auch in die schäbigen Dachkammern der Dienstboten …
Portrait
Ursula Neeb, geboren 1957 in Bad Nauheim, betreute nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften, Geschichte und Soziologie über viele Jahre hinweg die fotografische Sammlung im Deutschen Filmmuseum Frankfurt, bevor sie zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung in die Bildredaktion wechselte. Seit dem Jahr 2005 lebt sie als freie Autorin in Seelenberg im Taunus. „Madame empfängt“ ist, nach „Die Siechenmagd“ und „Der Wundermann“, ihr dritter historischer Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 419
Erscheinungsdatum 08.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-1050-5
Reihe Historische Romane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 20,2/12,3/3,2 cm
Gewicht 438 g
Auflage 2015
Buch (Taschenbuch)
12,90
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Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein klassischer Historienroman im Krimigewand, für Hessen sicherlich interessant,
da mit viel Lokalkolorit und historisch verbürgten Figuren.
Spannungsgehalt zum Ende ansteigend.
Ein klassischer Historienroman im Krimigewand, für Hessen sicherlich interessant,
da mit viel Lokalkolorit und historisch verbürgten Figuren.
Spannungsgehalt zum Ende ansteigend.

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Historischer Krimi, spielt in der Biedermeier-Zeit. Viel Frankfurter Lokal-Kolorit, die Heldin, eine Dichterin mit sehr viel Witz und Charme, ist absolut hinreißend! Geheimtipp! Historischer Krimi, spielt in der Biedermeier-Zeit. Viel Frankfurter Lokal-Kolorit, die Heldin, eine Dichterin mit sehr viel Witz und Charme, ist absolut hinreißend! Geheimtipp!

Kundenbewertungen

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6 Bewertungen
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Sehr empfehlenswert mit einer tollen Ermittlerin
von PMelittaM aus Köln am 11.01.2014

1836 werden in Frankfurt am Main mehrere Morde verübt. Die Opfer sind Dienstmädchen, die sich allerdings aus der Not heraus auch prostituierten. Die Polizei ist nicht wirklich engagiert dabei, den Täter zu fassen, zu unwichtig sind die Opfer. Darüber ist Sidonie Weiß, Schriftstellerin und Wohltäterin, äußerst erbost und mischt... 1836 werden in Frankfurt am Main mehrere Morde verübt. Die Opfer sind Dienstmädchen, die sich allerdings aus der Not heraus auch prostituierten. Die Polizei ist nicht wirklich engagiert dabei, den Täter zu fassen, zu unwichtig sind die Opfer. Darüber ist Sidonie Weiß, Schriftstellerin und Wohltäterin, äußerst erbost und mischt sich zusammen mit ihrem Jugendfreund Johann Konrad Friedrich in die Ermittlungen ein. Sidonie Weiß ist eine tolle Ermittlerin, Anfang 50 und unverheiratet, gilt sie als „alte Jungfer“, hat aber sicher wesentlich mehr Lebenserfahrung als manch eine verheiratete Frau jener Zeit. Als Schriftstellerin schreibt sie Kriminalromane, Schauergeschichten und Liebesgedichte, sie setzt sich für die Armen ein, sorgt z. B. dafür, dass Kinder regelmäßig Milch trinken können, um Mangelerscheinungen vorzubeugen, und ist allem Möglichen gegenüber aufgeschlossen, sei es Prostitution oder Homosexualität. Sie lässt sich so schnell nicht unterkriegen, kennt Gott und die Welt, ist mutig und entschlossen, ein toller Charakter. Auch die anderen Charaktere hat Ursula Neeb gut gezeichnet. Im Anhang findet sich ein Personenregister, dem man entnehmen kann, wer tatsächlich gelebt hat, bei einigen bin ich wirklich erstaunt, z. B. auch bei Johann Konrad Friedrich, der im Übrigen Sidonie bei ihren Ermittlungen großartig unterstützt, sie aber auch bremst, wenn es nötig ist. Ein männlicher Zweitermittler ist immer mal wieder von Nöten, denn es gibt Orte, an denen Sidonie nicht selbst ermitteln kann. Die Geschichte lebt auch davon, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit einbezogen werden. Leider hat die Autorin kein Nachwort geschrieben, in dem sie Fiktion und Phantasie differenziert, doch schon durch die große Anzahl historischer Persönlichkeiten, die eine Rolle spielen und die Örtlichkeiten, die sie wählt, wie z. B. das städtische Irrenhaus, kann man erkennen, wie gut sie recherchiert hat. Alles wirkt sehr authentisch. Ursula Neeb hat eine Sprache gewählt, die der Zeit angepasst wirkt, Leute aus den niedrigeren Schichten lässt sie zudem oft dialektgefärbt sprechen, die Gebildeten benutzen dagegen viele französische Begriffe. Das gibt einem das Gefühl mittendrin zu sein im Frankfurt der Biedermeierzeit. Sehr oft schreibt die Autorin auch mit einer feinen Ironie, was das Ganze noch gesellschaftskritischer wirken lässt, wenn z. B. die Polizei einen vermeintlich homosexuellen Verdächtigen zum Verhör erwartet, sich in Vorurteile hineinsteigernd schon eine Art Monster erwartet – und dann eine zarte, feine Person kommt. Der Kriminalfall ist interessant, die Ermittlungen Sidonies – aber auch der Polizei – eindrucksvoll dargestelllt, die Auflösung logisch. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Opfer dem Leser nahe gebracht werden, man erfährt viel über sie, ihren persönlichen Hintergrund, ihre Hoffnungen, ihre Probleme, so dass man auch mit ihnen leiden kann, als sie dem Mörder in die Falle gehen. Schön fand ich auch, dass der Titel der Geschichte im Nachhinein wunderbar zum Roman passt. Abschließend erfährt man im Epilog die weiteren Lebensgeschichten der handelnden Personen, es gibt ein Rezept für Frankfurter Kranz (der im Roman gegessen wird) und das schon erwähnte Personenregister. Hätte die Autorin auch noch ein bisschen zu den tatsächlichen historischen Gegebenheiten erzählt, wäre das Buch rundum perfekt gewesen.

Streckenweise langatmig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Sinzig am 27.08.2010

Das Inhaltsverzeichnis hat mich angesprochen. Leider hat das Buch nicht ganz gehalten, was es versprochen hat. Zeitweise schleppend kam die Handlung in Gang, so dass man zwischenzeitlich geneigt war, ein paar Seiten zu überspringen. Die Charaktere waren recht gut beschrieben. Am Ende ging alles holterdiepolter. Der Mörder wird verhaftet... Das Inhaltsverzeichnis hat mich angesprochen. Leider hat das Buch nicht ganz gehalten, was es versprochen hat. Zeitweise schleppend kam die Handlung in Gang, so dass man zwischenzeitlich geneigt war, ein paar Seiten zu überspringen. Die Charaktere waren recht gut beschrieben. Am Ende ging alles holterdiepolter. Der Mörder wird verhaftet - er kam eigentlich in der Handlung kaum vor - , die Hobbydetektivin heiratet,- warum ?- zack und aus. Schade, da hätte man mehr draus machen können, denn das Leben in Frankfurter in der damaligen Zeit war wirklich anschaulich beschrieben.

Gute Handlung mit mittelmäßiger Umsetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.07.2010

Die Geschichte dieses Romans ist echt vielversprechend. Ich finde es total toll, dass man Krimi und Historischen Roman quasi in einem Buch erleben kann. Die Geschichte ist auch durchaus bewegend und schön durchdacht. Ich muss allerdings zugeben, dass die Umsetzung mich nicht gerade begeistert hat. Ursula Neeb schreibt viel im... Die Geschichte dieses Romans ist echt vielversprechend. Ich finde es total toll, dass man Krimi und Historischen Roman quasi in einem Buch erleben kann. Die Geschichte ist auch durchaus bewegend und schön durchdacht. Ich muss allerdings zugeben, dass die Umsetzung mich nicht gerade begeistert hat. Ursula Neeb schreibt viel im Konjektiv, was irgendwie dazu führt, dass man sich als Leser von der Geschichte distanziert fühlt. Man war halt nur dabei statt mittendrin. Hinzu kommt, dass relativ wenig über die Gedanken und Empfindungen der Charaktere geschrieben wurde. Der Roman ist von Fakten getrieben. Auch deshalb fiel es mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren. So richtig Spannung aufgebaut hat sich meiner Meinung nach auch nicht. Schon ziemlich bald stand fest, wer der Täter ist und es musste nur noch bewiesen werden. In meinen Augen also ein Roman, der mehr verspricht als er bieten kann. Ich konnte einfach keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen, obwohl mir die Handlung selbst gut gefallen hat. Echt schade