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Der Nebel von gestern

Roman

Leonardo Padura

(3)
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Beschreibung

Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt - kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Doch dann entdeckt er zwischen den bibliophilen Kostbarkeiten eine Zeitschrift aus den Fünfzigerjahren mit dem Porträt der Bolerosängerin Violeta del Río. Ihr Bild und die einzige Schallplatte, die sie vor ihrem rätselhaften Tod aufgenommen hat, verzaubern ihn. Er macht sich auf die Suche nach ihr und dringt vor in das Havanna von gestern, in die wilden Jahre der Boleros und der Mafia, aber auch in das zerfallende, melancholische Havanna der Gegenwart.

»Der wie eine alte Schallplatte in eine A– und eine B–Seite eingeteilte Roman ist eine von Hans–Joachim Hartstein glänzend übersetzte melancholische Zeitreise in die vorrevolutionären Tage Havannas, in denen das Nachtleben den Rhytmus des Lebens vorgab.«

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 379
Erscheinungsdatum 18.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-293-20484-3
Verlag Unionsverlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,5/3,3 cm
Gewicht 422 g
Originaltitel La neblina del ayer (Madrid, 2005)
Auflage 6
Übersetzer Hans-Joachim Hartstein
Verkaufsrang 119647

Buchhändler-Empfehlungen

Dagmar Klein, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Dies war mein erster Padura und er hat mich so tief beeindruckt, dass ich seitdem ein großer Fan dieses großartigen kubanischen Autors bin. Eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, ein Krimi im heutigen Kuba, eine Liebesgeschichte in der Zeit vor Castro. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

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Eine vergehende Generation!
von einer Kundin/einem Kunden am 01.04.2020

Mario Conde schlägt sich als Antiquar durchs Leben. Als er auf einen bibliophilen Schatz stößt, wird er sehr schleichend in eine Geschichte der 50er Jahre gezogen, die auch seinen eigenen Vater gestreift hat. Wer hier einen rasanten Kriminalroman erwartet, wird auf das bitterlichste enttäuscht. Wer sich auf die subtile Stimme e... Mario Conde schlägt sich als Antiquar durchs Leben. Als er auf einen bibliophilen Schatz stößt, wird er sehr schleichend in eine Geschichte der 50er Jahre gezogen, die auch seinen eigenen Vater gestreift hat. Wer hier einen rasanten Kriminalroman erwartet, wird auf das bitterlichste enttäuscht. Wer sich auf die subtile Stimme einer verbrauchten Generation einlässt, kann sich in ein vielfältiges Havanna entführen lassen. Leonardo Padura versteht es mühelos zwischen dem wilden Havanna unserer Vorstellung und dem Havanna von Heute zu pendeln. Ich muss zugeben, ich hatte gewisse Probleme herauszufinden, wo genau der Roman hinführen sollte, da sich Padura durchaus Zeit lässt die Geschichte zu erzählen. Aber wenn man sich auf die melancholisch anmutende Stimmung des Romans einlässt, spürt man die Stimme einer kubanischen Generation. Einer Generation, der viel versprochen wurde, aber nichts davon wurde eingehalten. Einer Generation, die viel durchgemacht und ertragen hat in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Zum besseren Einstig empfehle ich das erste Buch des Havanna Quartetts „Ein perfektes Leben“ oder einen Titel außerhalb der Mario Conde Reihe. Abschließend kann ich sagen, dass mich dieser Abstecher in Paduras Havanna sehr neugierig gemacht hat. Sowohl auf andere Romane von ihm als auch auf Havanna.

Mario Conde – der Antiquar mit dem detektivischen Spürsinn
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Leonardo Padura ist wohl der Kuba-Literat schlechthin und mit seinen Krimis weitbekannt. Seinen Stil ist ausschweifend. Selbst die Dialoge der Charaktere sind oft sehr lange und pathetischer Natur. Manchmal würde ein simples Ja oder Nein reichen. Der erste Tote, der geneigte Leser verzeiht mir, dass ich ein wenig vom Inhalt verr... Leonardo Padura ist wohl der Kuba-Literat schlechthin und mit seinen Krimis weitbekannt. Seinen Stil ist ausschweifend. Selbst die Dialoge der Charaktere sind oft sehr lange und pathetischer Natur. Manchmal würde ein simples Ja oder Nein reichen. Der erste Tote, der geneigte Leser verzeiht mir, dass ich ein wenig vom Inhalt verrate, findet sich erst bei der Hälfte des Romans. Die Spannung baut sich erst allmählich auf. Leonardo Padura hat bewusst die Krimi-Elemente eher im Hintergrund gehalten. Das muss man schon mögen und nebenbei liest man dieses Buch nicht. „Der Nebel von gestern“ gehört zum sogenannten „Havanna Quartett“, wobei dieses Buch bereits Band 6 ist. Der Erfolg und die große Beliebtheit des Hauptcharakters Mario Conde ist es zu verdanken, dass aus den geplanten vier Romanen mehr geworden sind. Der Roman ist in sich abgeschlossen und vermutlich sind es die vorigen Teile ebenfalls. Um der eigentlichen Handlung zu folgen kann das natürlich reichen. Die feinen und vielgepriesenen Nuancen der Charaktere und die Beschreibungen des kubanischen Lebensgefühls, werden sich wohl erst dann voll entfalten, wenn man die Reihe von vorne beginnt. Im Interview mit der Krimi-Zeitschrift Kaliber 38 sagt der Autor, dass er eben die Formen und Strukturen des Kriminalromans verwendet, um auch das was das Leben und die Gesellschaft von Kuba gekennzeichnet hat widerzuspiegeln. Der Auftakt der Reihe ist das Buch „Ein perfektes Leben“, dass bereits 1991 erschienen ist. Ich empfehle auch mit jenem zu beginnen.


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