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Du findest mich am Ende der Welt

Roman

Nicolas Barreau

(26)
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Beschreibung

Als der Galerist Jean-Luc Champollion eines Morgens den Liebesbrief einer Unbekannten in der Post findet, ahnt er noch nicht, dass sein wohltemperiertes Leben von jetzt an völlig auf den Kopf gestellt werden soll. Denn bald schon hat Jean-Luc nur noch ein Ziel: Er will die kapriziöse Unbekannte finden, die sich »Principessa« nennt und die verführerischsten Briefe der Welt schreibt. Doch wer ist diese Frau, die ihn mit zarter Hand und spitzer Feder durch eine turbulente Liebesgeschichte lenkt?

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 01.07.2010
Sprache Deutsch, Französisch
ISBN 978-3-492-25775-6
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,5 cm
Gewicht 256 g
Auflage 17. Auflage
Übersetzer Sophie Scherrer
Verkaufsrang 51614

Buchhändler-Empfehlungen

Britta Weiler, Thalia-Buchhandlung

Verlieben über anonyme Briefe - nicht ganz neu aber zauberhaft umgesetzt. Barreau versteht es, Kitsch in eine intelligente Form zu packen und seine Leser*innen immer wieder in die wundervollsten Liebesgeschichten im Herzen von Paris zu entführen. Lohnt sich!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Nicolas Barreau kann es einfach - wunderschöne Schmöker, die uns aus dem Alltag entführen und mitnehmen in eine andere Welt. Eine schöne Sprache gepaart mit einer bezaubernden Geschichte - unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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1

Magnifique!
von Sandra Holdinghausen aus Augsburg am 11.04.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nicolas Barreau ist momentan ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautoren. So wie mich erst vor kurzem "Das Lächeln der Frauen" vollkommen um den Finger gewickelt hatte, genauso haben mich die Charaktere und die Geschichte in diesem Roman fasziniert. Die Dialoge sind clever, aber auch charmant und humorvoll verfasst. Die Atmo... Nicolas Barreau ist momentan ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautoren. So wie mich erst vor kurzem "Das Lächeln der Frauen" vollkommen um den Finger gewickelt hatte, genauso haben mich die Charaktere und die Geschichte in diesem Roman fasziniert. Die Dialoge sind clever, aber auch charmant und humorvoll verfasst. Die Atmosphäre von Paris ist so ausführlich und so gut beschrieben, dass man beinahe denkt man sitze selbst mit einem Café au Lait in Frankreich. Die Sprache ist so fließend und melodisch, fast schon verspielt.Typisch Französisch. Ich habe den Titel in einem Rutsch durchgelesen. Ein Buch zum träumen, schwärmen und genießen! Ich will, nein ich muss einfach noch mehr von Barreau lesen.

Ein Roman in dem fast nichts passiert
von einer Kundin/einem Kunden am 16.01.2013

Nachdem ich "Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau gelesen hatte, wünschte ich mir "Du findest mich am Ende der Welt" zu Weihnachten. Bei der durchaus süßen Idee erwartete ich eine ähnlich romantische und unterhaltsame Geschichte wie in "Das Lächeln der Frauen" - und wurde enttäuscht. Eigentlich kann dieser Roman meiner Me... Nachdem ich "Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau gelesen hatte, wünschte ich mir "Du findest mich am Ende der Welt" zu Weihnachten. Bei der durchaus süßen Idee erwartete ich eine ähnlich romantische und unterhaltsame Geschichte wie in "Das Lächeln der Frauen" - und wurde enttäuscht. Eigentlich kann dieser Roman meiner Meinung nach überhaupt nicht als Geschichte bezeichnet werden: Es gibt ein Anfang und ein Ende, das war es dann aber auch schon. Der Rest ist eine langweilige Beschreibung der Tage des Hauptcharakters, die zwischen Anfang und Ende stattfinden. In der Hoffnung, es möge noch irgendetwas spannendes passieren, las ich weiter, doch ich wurde enttäuscht. Das Buch endete, ohne das die Mitte in irgendeinem echten Zusammenhang zu Anfang und Ende stand. Es war vollkommen sinnlos, das alles zu lesen und es hätte vollkommen ausgereicht das erste und letzte Kapitel zu lesen um alles zu verstehen. Für mich die reinste Zeitverschwendung.

Neues von unserem Lieblingsfranzosen
von einer Kundin/einem Kunden am 11.10.2011

Der Galerist Jean-Luc hat eigentlich großen Erfolg in der Damenwelt, doch er lebt lieber in trauter Zweisamkeit mit seinem Dalmatiner Cezanne. Wenigstens bevor eine mysteriöse Unbekannte beginnt ihm Briefe zu schreiben, die seinen Alltag erschüttern. Sie trifft mit ihren Worten direkt in sein Herz und er beschließt die Absenderi... Der Galerist Jean-Luc hat eigentlich großen Erfolg in der Damenwelt, doch er lebt lieber in trauter Zweisamkeit mit seinem Dalmatiner Cezanne. Wenigstens bevor eine mysteriöse Unbekannte beginnt ihm Briefe zu schreiben, die seinen Alltag erschüttern. Sie trifft mit ihren Worten direkt in sein Herz und er beschließt die Absenderin, die ihn ungeheuer zu lieben und zu kennen scheint, zu finden, was sich als schwieriger als erwartet herausstellt. Dass am Ende die Welt in Ordnung ist, ist bei diesem Autor zwar schon garantiert, aber nichtsdestotrotz verfolgt man der Leser den gepeinigten Liebenden auf Schritt und Tritt voller Spannung und Mitgefühl durch das wunderschön beschrieben Paris. Auch ein Reiseführer für Romantiker und Bibliophile.


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  • Mein erster Liebesbrief endete in einer Katastrophe. Ich war damals fünfzehn und halb ohnmächtig vor Liebe, wenn ich Lucille nur sah.
    Sie kam kurz vor den Sommerferien an unsere Schule, ein Geschöpf von einem anderen Stern, und selbst heute, viele Jahre später, scheint es mir, daß es einen ganz eigenen Zauber hatte, wie sie dort zum ersten Mal vor unserer Klasse stand, in ihrem himmelblauen, duftigen, ärmellosen Kleid und den langen silbrig-blonden Haaren, die das feine herzförmige Gesichtchen einrahmten.
    Sie stand ganz ruhig da, ganz aufrecht, lächelnd, das Licht fiel geradewegs durch sie hindurch, und unsere Lehrerin, Madame Dubois, ließ den Blick prüfend über die Klasse schweifen.
    "Lucille, du kannst dich erst einmal neben Jean-Luc setzen, da ist noch ein Platz frei", sagte sie schließlich.
    Meine Hände wurden feucht. Ein leises Raunen ging durch die Klasse, und ich starrte Madame Dubois an wie die gute Fee aus dem Märchen. Selten in meinem späteren Leben habe ich dieses Gefühl gehabt, das man nur dann empfinden kann, wenn das Glück so völlig unverdienterweise über einen hereinbricht.
    Lucille nahm ihre Schultasche und schwebte zu meiner Bank, und ich dankte meinem Klassenkameraden Etienne aus tiefstem Herzen, daß er so vorausschauend gewesen war, sich gerade jetzt einen komplizierten Armbruch zuzulegen.
    "Bonjour, Jean-Luc", sagte Lucille höflich, es waren die ersten Worte, die sie überhaupt sagte, und der offene Blick aus ihren hellen, wasserblauen Augen traf mich mit der Wucht eines Wolkengewichts.
    Mit fünfzehn wußte ich nicht, daß Wolken tatsächlich viele Tonnen wiegen, und wie hätte ich das auch ahnen sollen, wo sie doch so weiß und duftig am Himmel entlangschweben wie Zuckerwatte.
    Mit fünfzehn wußte ich vieles nicht.
    Ich nickte, grinste und versuchte, nicht rot zu werden. Alle sahen zu uns herüber. Ich spürte, wie das Blut mir heiß in die Wangen schoß, und hörte die Jungen kichern. Lucille lächelte mir zu, als hätte sie es nicht bemerkt, wofür ich ihr sehr dankbar war. Dann setzte sie sich mit großer Selbstverständlichkeit auf den ihr zugewiesenen Platz und zog ihre Hefte heraus. Bereitwillig rückte ich ein Stück zur Seite, atemlos und stumm vor Glück.
    Der Unterricht begann, und doch weiß ich von diesem Schultag nur noch eines: Das schönste Mädchen der Klasse saß neben mir, und wenn sie sich vorbeugte und die Arme aufstützte, konnte ich den zarten hellen Flaum in ihren Achselhöhlen sehen und ein winziges Stückchen verwirrend weicher, weißer Haut, das zu ihrer Brust führte, die unter dem Himmelskleid verborgen blieb.
    Die nächsten Tage waren ein einziger glückstrunkener Taumel. Ich sprach mit keinem, ich ging am Strand von Hyères entlang, meiner kleinen Heimatstadt am südlichsten Zipfel Frankreichs, und schickte den Ansturm meiner Gefühle übers Meer, ich schloß mich in meinem Zimmer ein und hörte laut Musik, bis meine Mutter gegen die Tür hämmerte und rief, ob ich verrückt geworden sei.
    Ja, ich war verrückt. Verrückt auf die schönste Weise, die man sich nur vorstellen kann. Verrückt im Sinne
    von verrückt. Nichts mehr war an seinem alten Platz, ich selbst am wenigsten. Alles war neu, anders. Mit der Naivität und dem Pathos eines Fünfzehnjährigen stellte ich fest, daß ich kein Kind mehr war. Ich verbrachte Stunden vor dem Spiegel, reckte mich und musterte mich kritisch von allen Seiten, um zu sehen, ob man es sah.
    Unentwegt spielte ich Tausende von Szenen durch, die mir meine fieberhafte Phantasie eingab und die immer auf die gleiche Weise endeten mit einem Kuß auf den roten Kirschmund von Lucille.
    Mit einem Mal konnte ich es morgens kaum erwarten, in die Schule zu gehen. Ich war bereits eine Viertelstunde da, bevor der Hausmeister das große Eisentor aufschloß, in der unbegründeten Hoffnung, Lucille allein zu begegnen. Nicht ein einziges Mal kam sie zu früh.
    Ich erinnere mich, daß ich an einem Tag in einer Mathematikstunde s