Wilhelm II

Die Jugend des Kaisers 1859 - 1888

(2)

Der deutschbritische Historiker John C. G. Röhl zeichnet ein lebendiges und detailgenaues Bild der Kindheit und Jugend des letzten deutschen Kaisers. Wilhelm wächst in einer Welt aus persönlichen Eitelkeiten, weltanschaulicher Heuchelei und politischer Intrige auf. Von maßlosen Erziehungsidealen überfordert, wendet er sich von seinen Eltern ab und den militärisch-reaktionären Kreisen des preußischen Hofes zu. Als sein Vater, der 99-Tage-Kaiser Friedrich III., stirbt, rückt eine höchst problematische Persönlichkeit an die Spitze des Deutschen Reiches auf.

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Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 980
Erscheinungsdatum 18.12.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-37668-9
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 23,2/15,6/5,8 cm
Gewicht 1316 g
Abbildungen mit 32 Abbildungen 23,5 cm
Auflage 3
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Ein Fabelwesen seiner Zeit
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 24.10.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Den "brillantesten Versager der Geschichte" so hat ihn sein Onkel, Edward VII, bezeichnet. Wilhelm II, dem Fortschritt allgemein gegenüber aufgeschlossen, war schon Repräsentant einer großen Epoche in Deutschland, dem "Wilhelminischen Zeitalter", verscherzte sich aber Sympathien, vor allem im Ausland, durch forsche Reden und Säbelrasseln in Krisenzeiten. Er forderte die... Den "brillantesten Versager der Geschichte" so hat ihn sein Onkel, Edward VII, bezeichnet. Wilhelm II, dem Fortschritt allgemein gegenüber aufgeschlossen, war schon Repräsentant einer großen Epoche in Deutschland, dem "Wilhelminischen Zeitalter", verscherzte sich aber Sympathien, vor allem im Ausland, durch forsche Reden und Säbelrasseln in Krisenzeiten. Er forderte die Großmacht England durch enorme Rüstungsanstrengungen im Flottenbau heraus, im Glauben an die eigene Stärke. Schon nach Bismarcks "Rücktritt" 1890 hatte sich Wilhelm in eine Innen- und Außenpolitik ohne klare Linie verstrickt, mischte sich als politisch nicht kompetenter Herrscher aber immer wieder in die Politik ein. Um 1900 waren die wichtigen Machtpositionen von schwachen Politikern besetzt. Der Weg in den Krieg war vorgezeichnet. " Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche". Nachdem Wilhelm mit diesen starken Worten seine Erwartungen im " Großen Krieg" beschrieben hatte, drängte ihn allerdings der Reichstag, aber auch die Heeresleitung immer weiter in den Hintergrund des Geschehens. Die weiteren Ereignisse sind bekannt: Rücktritt 1918 und Exil in Holland, wo er 1941 starb. Schon als die beiden ersten Teile der Biographie ( 1993, 2001) vorlagen, hat man Röhl vorgeworfen, den Kaiser in einem zu düsteren Licht erscheinen zu lassen. Teil 3 beschreibt nun die Jahre von der Jahrhundertwende bis zu seinem Tod. Das Quellenmaterial, mit dem der Autor arbeitet, scheint schier unerschöpflich zu sein. Röhl ist "der" Kenner des Wilhelminischen Zeitalters und seines Kaisers, und wer sich auf das Thema Wilhelm II einlässt, wird, aufgrund der vielen Fakten, Röhls richtige Einschätzung der Persönlichkeit des letzten Deutschen Kaisers erkennen.

TOP-Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 10.03.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

trotz über 1300 Seiten ein absolut spannend geschriebenes Buch.Nicht eine Seit war langweilig! Sachlich und fachlich TOP.