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Der Darwin-Code

Die Evolution erklärt unser Leben

Beck Reihe Band 1966

Thomas Junker, Sabine Paul

(2)
Buch (Taschenbuch)
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12,95
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Beschreibung


Wenn Darwin heute lebte – wie würde er die Rätsel lösen, die unser Verhalten aufgibt? Die Autoren, renommierte Evolutionsbiologen, führen uns auf verständliche Weise und alltagsnah die Reichweite der darwinschen Theorie vor Augen: Sie ist der Schlüssel zu den Problemen unserer modernen Kultur. Warum etwa lieben Menschen fette, süße und salzige Speisen, und warum fällt es so schwer, sich zugleich gesund und genussvoll zu ernähren? Steht die moderne sexuelle Selbstbestimmung der Frauen im Gegensatz zur Evolution oder ist sie Teil der biologischen Natur? Warum und in welchen Situationen opfern sich Menschen für eine Gemeinschaft auf, wie das vieldiskutierte Phänomen der Selbstmordattentate im Extrem zeigt? Warum ist die Kunst so wichtig für das Wohlergehen und Überleben der Menschen – wichtiger vielleicht noch als die Religion? Sabine Paul und Thomas Junker zeigen uns die darwinsche Revolution von ihrer brisanten, aber auch menschenfreundlichen und sinnlichen Seite.

Sabine Paul, geboren 1968, ist promovierte Molekular- und Evolutionsbiologin mit langjähriger Erfahrung als Wissenschaftsautorin, Referentin und Trainerin in Workshops und Fortbildungen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 24.08.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-60597-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 19,1/12,3/2 cm
Gewicht 225 g
Abbildungen mit 22 Abbildungen im Text
Auflage 1

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Kundenbewertungen

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Tolles Buch zum Darwin-Jahr 2009
von einer Kundin/einem Kunden am 01.04.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Warum wir uns wie die Steinzeit-Menschen ernähren sollten, über "Fitness-Indikatoren" bei der Partnerwahl, über die Sinnhaftigkeit von Luxus, über die Logik von Selbstmordattentätern u.v.m. In leicht verständlichem Stil geschrieben. Spannend. Das interessanteste Buch, das ich seit langem gelesen habe.

Interessant, aber nicht lebenserklärend
von Lena Waider aus Wiesbaden am 11.02.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Das Buch ist gut geschrieben und über weite Strecken auch interessant und lesenswert. Allerdings verfehlt es meines Erachtens den eigenen Anspruch, unser Leben erklären zu können. Dies liegt einerseits daran, dass einige Schlussfolgerungen eher Meinungen sein dürften, andererseits daran, dass wesentliche Aspekte unseres Lebens v... Das Buch ist gut geschrieben und über weite Strecken auch interessant und lesenswert. Allerdings verfehlt es meines Erachtens den eigenen Anspruch, unser Leben erklären zu können. Dies liegt einerseits daran, dass einige Schlussfolgerungen eher Meinungen sein dürften, andererseits daran, dass wesentliche Aspekte unseres Lebens vom Buch nicht einmal ansatzweise abgedeckt werden. Durchaus aufschlussreich sind die Ausführungen zur Ernährung. Die Autoren machen deutlich, dass die heutigen Ernährungsempfehlungen (stärkereich, fettarm) nicht dem evolutionären Erbe des Menschen entsprechen können. Allerdings ließen sich auch gegenüber der von ihnen vertretenen Meinung Einwände erheben. Einige Autoren sind z. B. der Auffassung, dass der natürliche Stoffwechsel des Menschen nur sein Hungerstoffwechsel sein könne, zumindest müsse der in der Natur jederzeit und ohne Übergangsprobleme erreicht werden können. Moderne Menschen sind dazu nicht mehr in der Lage, außer sie ernähren sich sehr kohlenhydratarm (Atkins etc.). Daraus folgern sie dann, dass die Ernährung in der Altsteinzeit eher so wie bei Atkins ausgesehen haben müsse. Auch würde hierdurch die maximale Größe des menschlichen Gehirns festgelegt, denn ein Organ könne stets nur die Größe erreichen, bei der ein reibungsloser Betrieb auch noch im Hungerzustand gewährleistet ist. Überrascht war ich über einige Ausführungen zu den männlichen Elterninvestments. Die Autoren behaupten nämlich, dass die Schönheit des weiblichen Geschlechts beim Menschen auf männliche Selektionen hindeute, die sich nur über erhebliche männliche Elterninvestments erklären ließen. Allerdings würden solche Selektionen nur dann bestehen, wenn sich Männer fest an eine Partnerin binden wollten. Mann kann die im Rahmen der sexuellen Arbeitsteilung bestehende Aufgabenteilung zwischen den beiden Geschlechtern (Männer beschaffen die Ressourcen, Frauen ziehen die Kinder auf) in einem abstrakten Sinne sicherlich durchaus beiderseitig als elterliche Investments umdeuten, allerdings hätte es hierzu doch einiger Erläuterungen bedurft. Im üblichen Sprachgebrauch würde man nämlich die berufliche Tätigkeit eines Managers, der mit seinen Einkünften seine Frau und seine 5 Kinder finanziert, nicht als Elterninvestments bezeichnen. Das aktuelle Leben in modernen menschlichen Gesellschaften wird sehr stark von technischen Errungenschaften bestimmt. Hierzu sagen die Autoren jedoch leider so gut wie gar nichts. Wie Mersch in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem gezeigt hat, lässt sich die Evolution der Technik nicht mittels der Darwinschen Evolutionstheorie, sehr wohl aber mittels einer verallgemeinerten Systemischen Evolutionstheorie beschreiben. Diese Evolution wird gemäß Mersch auch längst nicht mehr vom Menschen hervorgebracht, sondern von Unternehmen, die er Superorganismen nennt.


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  • Wer hat Angst vor
    der Evolution?

    I. Die Natur der Menschen – eine fremde Welt?



    1 Steak und Schokolade

    Von Billigbäckern, Großmüttern und Gorillas

    Nahrung fürs Gehirn

    Janusköpfige Landwirtschaft

    Warum wir Hamburger, Schokolade und Pommes lieben

    PaläoPower

    2 Darwins Carmen und der Kampf um die sexuelle


    Selbstbestimmung

    Evolution durch Partnerwahl

    Geheime Strategien und extravagante Präsentationen

    Stiefkinder und der versteckte Eisprung

    Warum Frauen schön sind

    Der Freiheitswille und seine Feinde

    3 Helden und Terroristen

    Die militärische Logik der Selbstmordattentate

    Soldaten und Märtyrer

    Die evolutionäre Logik der Selbstmordattentate

    Indirekte Fortpflanzung bei Menschen?

    Pseudofamilien

    Paradise now

    Ein zwiespältiges Erbe

    II. Geheimwaffe Kunst




    4 Das Erfolgsgeheimnis der modernen Menschen

    Vom Überleben der Neandertaler

    Vom Aussterben der Neandertaler

    Eine weitere verschwundene Großtierart?

    Glück oder Können?

    5 Wie Wissen zur Macht wird

    Die drei Arten des Wissens

    Das zweite Vererbungssystem

    Gedankenlesen

    Die Entdeckung der Unsterblichkeit

    6 Die Biologie der Kunst


    Was ist Kunst?

    Die Lust an Risiko und Verschwendung

    Sexuelle und kooperative Attraktivität

    Phantastische Welten 1: Die Kunst

    7 Von der Magie der Höhlen zur Religion

    Die Kunst der Eiszeit

    Phantastische Welten 2: Die Religion

    Die Träume der anderen

    Kunst und Religion: Feindliche Schwestern

    III. Evolutionäre Strategien

    Der Sinn des Lebens

    Lebensfreude und der Egoismus der Gene

    Von Genen und Göttern

    Vergessene Wünsche und der freie Wille

    Die Macht der Gene und die Zivilisation

    Weiterführende Literatur

    Bildnachweis

    Register