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Der Augenblick der Liebe

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«Walsers schönster Roman.» (Martin Lüdke, SWR)
Gottlieb Zürn, Exmakler und Privatgelehrter mit Domizil am Bodensee, erhält Besuch von einer Doktorandin. Sie interessiert sich für seine Aufsätze über den französischen Philosophen La Mettrie und überreicht ihm, er ist erstaunt und merkwürdig geschmeichelt, eine Sonnenblume. Sie könnte seine Enkelin sein. Und doch vernimmt er sofort das Klirren erotischer Möglichkeiten. Sie hingegen weiß: "Es gibt nichts, wofür man nicht gestraft werden kann." Trotzdem, und weil er mit seiner Frau Anna längst im gleichen Wortschatz untergeht, folgt er der Doktorandin kurz darauf nach Kalifornien zu einem Kongreß. Dort erfüllt sich ihre Prophezeiung – auf eine Weise, die gleich in mehrfacher Hinsicht zum Eklat führt.
Eros, Ehe und Erlebnishunger sind die äußeren Markierungspunkte dieses Romans, das Verhältnis von Leben, Literatur und Todeslust ist sein geheimes Motiv.
«Ein Buch, das mit literarischer Brillanz und insistierender Intelligenz der Wahrheit unserer Empfindungen nachgeht.» (Ulrich Greiner, Die Zeit)
«Martin Walser hat einige beste Bücher geschrieben. Sein jüngstes Werk gehört dazu. […] ist ein schönes Buch - komisch, traurig, rabiat.» (Andrea Köhler, Neue Zürcher Zeitung)
«Hochkomisch, sprachmächtig: Martin Walsers neuer Roman über Liebe im Alter ist ein Vergnügen. Wenn Walser je komisch war, wenn er je die Funken des Witzes aus Konstellationen des Unangemessenen, Unpassenden geschlagen hat, hier tut er's stärker.» (Tilman Krause, Literarische Welt)
«Seite für Seite eröffnet Martin Walser uns ein Stilvergnügen, wie es nur wenige deutsche Autoren bieten können. Walser schreibt eben nicht nur die schönsten Sätze, er setzt sie auch in anregende Horizonte.» (Andreas Isenschmid, NZZ am Sonntag)
Weitere Veröffentlichungen:
Die Verwaltung des Nichts
Angstblüte
Leben und Schreiben 1. Tagebücher 1951 – 1962
Leben und Schreiben 2. Tagebücher 1963 – 1973
Ein liebender Mann
Tod eines Kritikers
Portrait
Martin Walser

Martin Walser, 1927 in Wasserburg geboren, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis, 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und 2015 den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.


Alissa Walser

1961 geboren, studierte in New York und Wien Malerei. Seit 1987 lebt sie in Frankfurt am Main. Für ihre Erzählung Geschenkt wurden ihr 1992 der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Bettina-von-Arnim-Preis verliehen. 1994 erschien im Rowohlt Verlag ihr Buch Dies ist nicht meine ganze Geschichte, im Frühjahr 2000 folgte der Erzählband Die kleinere Hälfte der Welt. Als Übersetzerin hat Alissa Walser außerdem die Tagebücher von Sylvia Plath sowie Theaterstücke u.a. von Joyce Carol Oates, Edward Albee, Marsha Norman und Christopher Hampton ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie für Ihre Übersetzung der Gedichte Sylvia Plaths den Paul-Scheerbart-Preis. Ihre eigenen Erzählungen sind in englischer Übersetzung u.a. in literarischen Zeitungen wie "Open City" und "Grand Street " erschienen.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783644000414
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 2228 KB
Verkaufsrang 6.481
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Älterer Herr verliebt sich in junge Frau
von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ja das kennt man aus vielen Büchern, ein älterer Herr der sich in eine junge Frau verliebt, die seine Tochter sein könnte. Trotzdem ist es bei Martin Walser etwas ganz anderes, eigenes, faszinierendes... Lassen Sie sich überzeugen...

Hunger nach Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 01.07.2008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ist es der Erlebnishunger älterer Männer, der sie in die Arme junger Frauen treibt? Wird Mann schon von einem Häppchen Liebe satt - vom Augenblick der Liebe? In Martin Walsers Roman „Der Augenblick der Liebe" gibt es keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen. Aber zum Mitfühlen bleibt Raum. Eine... Ist es der Erlebnishunger älterer Männer, der sie in die Arme junger Frauen treibt? Wird Mann schon von einem Häppchen Liebe satt - vom Augenblick der Liebe? In Martin Walsers Roman „Der Augenblick der Liebe" gibt es keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen. Aber zum Mitfühlen bleibt Raum. Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte ergibt sich schon aus dem Inhaltsverzeichnis: die vier Kapitel heißen Kommen aber gehen, Zusammenfinden, Auseinanderkommen, Kehre. Eine wunderbare Geschichte über die Liebe und gleichzeitig ein schönes Stück über den in Deutschland gar nicht so bekannten Philosophen La Mettrie. Am Ende des Buches bemerken ältere Herren, dass die Liebe zu jungen Mädchen nicht unangestrengt passiert, junge Mädchen spüren, dass die Jugend nicht alles gewinnt, Ehefrauen sind zufrieden darüber, wie sich alles zum Guten fügt und alle zusammen sind vielleicht neugierig geworden auf den Philosophen La Mettrie. Martin Walser schreibt in einer altmodischen, literarischen Sprache - Gott sei Dank. Das bedeutet aber nicht, dass die Themen in einer altmodischen Art aufgenommen oder bewertet würden. Ganz im Gegenteil: seine Geschichte ist eine moderne, schnelle Geschichte. Wirklich schade, dass sie auf diesen 250 Seiten Platz gefunden hat. Man könnte noch ein paar hundert Seiten weiter lesen.