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Stille Zeile Sechs

Roman

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Die DDR Mitte der achtziger Jahre: Rosalind Polkowki, zweiundvierzigjährige Historikerin, beschließt, ihren Kopf von der Erwerbstätigkeit zu befreien und ihre intellektuellen Fähigkeiten nur noch für die eigenen Interessen zu nutzen. Herbert Beerenbaum, ein ehemals mächtiger Funktionär, bitet ihr eine Gelegenheitsarbeit: Rosalind soll ihm die gelähmte rechte Hand ersetzen und seine Memoiren aufschreiben. Trotz Rosalinds Vorsatz, nur ihre Hand, nicht aber ihren Kopf in den Dienst dieses Mannes zu stellen, kommt es zu einem Kampf um das Stück Geschichte, das beider Leben ausmacht. Die Auseinandersetzung mit Beerenbaum lässt Rosalind etwas ahnen von den eigenen Abgründen und den Fähigkeiten zur Täterschaft.
Portrait

Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände, darunter ›Krähengekrächz‹, und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Roman ›Munin oder Chaos im Kopf‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009), dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und dem Ida-Dehmel-Preis (2017).

Literaturpreise:

unter vielen anderen:
Kleist-Preis 1992
Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 2003
Ida-Dehmel-Preis 2017

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 219 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.02.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783104001722
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 664 KB
Verkaufsrang 38.933
eBook
8,99
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von Polar aus Aachen am 06.03.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dass dieser Roman nicht linear erzählt wird, hat sicher auch damit zu tun, dass der Aufbau einer Annäherung gleichkommt. Monika Maron macht es sich nicht leicht, indem sie ein Urteil über die DDR fällt. Sie spürt den Verwerfungen in einer Gesellschaft nach, die mit hohen Idealen gegründet wurde und... Dass dieser Roman nicht linear erzählt wird, hat sicher auch damit zu tun, dass der Aufbau einer Annäherung gleichkommt. Monika Maron macht es sich nicht leicht, indem sie ein Urteil über die DDR fällt. Sie spürt den Verwerfungen in einer Gesellschaft nach, die mit hohen Idealen gegründet wurde und in eine bleierne Existenz mündete. Geschickt erschafft sie eine Heldin, die sich andient, die Memoiren eines Funktionärs aufzuschreiben, so wie die Autorin selbst sich als Chronisten ihres Landes versteht. Sprachlich auf hohem Niveau führt sie westdeutsche Leser, für die die DDR abseits dessen, was sie darüber zu wissen glauben, wie in ein fremdes Land wie Island ein. Von Schnee bedeckt, weit draußen auf dem Meer geht jeder doch davon aus, dass man es kennt, dass ein schnelles Urteil durchaus angemessen ist. Wie schwer es selbst für Bürger der ehemaligen DDR ist, sich der Vergangenheit zu stellen, ohne sie zu verdammen oder zu verklären, davon erzählt Stille Zeile Sechs. Und es ist zwischen den Zeilen eine Menge Liebe und Wut zu verspüren.