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edition suhrkamp Band 7252

Rückkehr nach Reims

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Inhalt und Details


Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller »Das Ende von Eddy«.

"'Rückkehr nach Reims' beschreibt die Ratlosigkeit der liberalen, großstädtischen Milieus im Umgang mit der rückständigen, abgehängten, rechts wählenden Provinz. Hellsichtig und düster, wütend und brillant."
Tobias Rapp, DER SPIEGEL 23/2016
  • Einband

    Taschenbuch

  • Seitenzahl

    237

  • Erscheinungsdatum

    08.05.2016

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-518-07252-3

  • Verlag Suhrkamp

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    Taschenbuch

  • Seitenzahl

    237

  • Erscheinungsdatum

    08.05.2016

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-518-07252-3

  • Verlag Suhrkamp
  • Maße (L/B/H)

    20,2/12,3/2,3 cm

  • Gewicht

    310 g

  • Originaltitel Retour à Reims
  • Auflage

    14. Auflage

  • Übersetzer

    Tobias Haberkorn

  • Verkaufsrang

    9249

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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Sollte von jedem gelesen werden, der sich für die Ursachen der Spaltung in unserer Gesellschaft interessiert. Warum wählen Arbeiter nicht mehr Links und wieso fühlen sich intellektuelle Großstädter so entfremdet von der Landbevölkerung. Mögliche Antworten liefert dieses Buch.

Unterricht in jüngerer französischer Geschichte

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Des Autors unbedingtes Lebensziel war, seiner Herkunft zu entrinnen und der Pariser intellektuellen Elite anzugehören. In diesem Buch gesteht er ein, dafür einen Großteil seiner Persönlichkeit verleugnet zu haben. So beschäftigt er sich rückwirkend mit seinen Eltern, seiner Familiengeschichte, kehrt zurück in diese einfachsten Verhältnisse, zurück in die Stadt Reims und begleitet dies mit vielen soziologischen philosophischen, politischen Kommentaren, die für mich oft nicht unbedingt nachvollziehbar sind und vielfach in einer trockenen Wissenschaftssprache daherkommen. Unterricht in jüngster französischer Geschichte und Geistesgeschichte ist dieses Buch aber allemal!

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Viel wurde ja schon geschrieben über dieses Buch, das ich für ganz großartig halte. Es erzählt davon, wie uns unser Herkunftsmilieu prägt und unseren Lebensweg vorzeichnet - wenn wir nicht mit aller Energie dagegen ankämpfen, wie es der Soziologe Didier Eribon getan hat; die Gründe beschreibt er in diesem Essay. Weshalb ich ... Viel wurde ja schon geschrieben über dieses Buch, das ich für ganz großartig halte. Es erzählt davon, wie uns unser Herkunftsmilieu prägt und unseren Lebensweg vorzeichnet - wenn wir nicht mit aller Energie dagegen ankämpfen, wie es der Soziologe Didier Eribon getan hat; die Gründe beschreibt er in diesem Essay. Weshalb ich es abgesehen davon für sehr lesenswert halte ist Eribons Erörterung folgender Frage, die man sich auch in Deutschland stellen sollte: wie kann es sein, dass ein großer Teil der Arbeiterschaft, die früher traditionell links wählte in Scharen der Neuen Rechten oder den Rechtsradikalen in die Fänge gehen?

Arbeiterfamilie, Homosexualität und soziale Scham
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2019

Didier Eribon, seines Zeichens Soziologe, setzt sich nach dem Tod seines Vaters mit seiner eigenen Herkunft aus der Arbeiterklasse auseinander und hat mit „Rückkehr nach Reims“ eine gute Mischung aus Biografie und Sachbuch geschrieben. Er schreibt wie die Gesellschaft ihn als Homosexuellen geformt hat, schreibt über seine Kindhe... Didier Eribon, seines Zeichens Soziologe, setzt sich nach dem Tod seines Vaters mit seiner eigenen Herkunft aus der Arbeiterklasse auseinander und hat mit „Rückkehr nach Reims“ eine gute Mischung aus Biografie und Sachbuch geschrieben. Er schreibt wie die Gesellschaft ihn als Homosexuellen geformt hat, schreibt über seine Kindheit und über die Politik. Trotz des eher anspruchsvollen Inhalts ist es leicht zu lesen. Èduard Louis hat sich von diesem biografischen Sachbuch inspirieren lassen und widmet sein Buch „Das Ende von Eddy“ Didier Eribon. Arbeiterfamilie, Homosexualität, soziale Scham – sind die Themen die hier der Schriftsteller okkupiert hat und in einen aufrüttelnden Roman verpackt hat.

Ein wichtiger Beitrag zum Diskurs übrigens die europäische Entwicklung
von Uwe Kirstein aus Eisenach am 21.10.2018

Ich halte 'Rückkehr nach Reims' für einen sehr interessanten und wichtigen Beitrag im gegenwärtig immer intensiver werdenden Diskurs über die Entwicklung in Europa. Was sind die Gründe für das Erstarken rechter Strömungen und für die zunehmende Rückwärts-Orientierung hin zum Nationalismus in etlichen europäischen Staaten. Am Bei... Ich halte 'Rückkehr nach Reims' für einen sehr interessanten und wichtigen Beitrag im gegenwärtig immer intensiver werdenden Diskurs über die Entwicklung in Europa. Was sind die Gründe für das Erstarken rechter Strömungen und für die zunehmende Rückwärts-Orientierung hin zum Nationalismus in etlichen europäischen Staaten. Am Beispiel seiner Heimat Frankreich beleuchtet Didier Eribon, den ich beim Internationalen Literaturfestival in Berlin im September 2018 kennenlernen durfte, die Entwicklung insbesondere in der Arbeiterklasse von der linken Tradition, die bis etwa zum Beginn der 90er Jahre andauerte, zur zunehmenden Hinwendung zum rechten Front National, insbesondere seit dieser von Marine Le Pen geführt wird. Interessant ist, dass Eribon das Themas anhand seiner eigenen Biographie bzw. der seiner eigenen Familie erläutert. Obwohl schon im Jahre 2009 geschrieben und leider erst 2016 ins Deutsche übersetzt, hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Auslöser für das Buch war nach seinen Angaben der Tod des Vaters, der ihn veranlasst hat, nach vielen Jahren nach Reims zu seiner Mutter zurückzukehren. Man darf gespannt auf das nächste Buch zu diesem Thema sein, zu dem er sich jetzt nach dem Tod seiner Mutter veranlasst sieht.

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