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Nachtschrei

Thriller

Jeffery Deaver

(22)
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Beschreibung


Zwei Frauen gejagt von einem eiskalten Mörderduo

In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …

„Erfrischende Action, mentales Duell: Ein echter Leckerbissen!“

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 508
Erscheinungsdatum 18.10.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-37471-7
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18,4/12,7/4,2 cm
Gewicht 432 g
Originaltitel The Bodies left behind
Abbildungen 1 schwarz-weiße Abbildungen
Übersetzer Thomas Haufschild
Verkaufsrang 53839

Buchhändler-Empfehlungen

Verfolgung durch die Nacht

Monika Frauenrath, Thalia-Buchhandlung Wiesbaden

Polizistin Brynn McKenzie trifft an einem Tatort ein und findet dort die Freundin des ermordeten Ehepaares vor. Die beiden Frauen fliehen, da die Täter offensichtlich noch in der Nähe sind. Es beginnt eine atemberaubende Verfolgung, bei der man bald nicht mehr weiß, wer Jäger und wer Gejagter ist.

Wenn Jäger zum Gejagten werden

Mechthild Stephani, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Endlich!!! Wie lange haben die J. Deaver Fans auf einen richtig guten neuen Roman von ihm gewartet. Jetzt ist er da, "Nachtschrei" ist ungeheuer spannend und aufregend. Wie zu seinen besten Zeiten, schafft es Deaver mit naturwissenschaftlichen Fakten und psychologischen Tricks eine unglaubliche Verfolgungsjagd durch einen nächtlichen Nationalpark in Wiscosin zu inzenieren. Jäger wird zum Gejagten. Spannung bis zur letzten Seite. Prima!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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Nachtschrei
von Kati Wascher aus Bad Zwischenahn am 29.07.2012

Aufgrund eines Notrufs wird Polizistin Brynn McKenzie zu einem entlegenen Ferienhaus eines jungen Ehepaares geschickt, das sich dort mit einer Freundin aufhalten soll. Vor Ort findet sie die Leichen der beiden; von der Freundin fehlt jede Spur und plötzlich steht sie selbst unter Beschuss. Sie flieht in die umliegenden Wälder, w... Aufgrund eines Notrufs wird Polizistin Brynn McKenzie zu einem entlegenen Ferienhaus eines jungen Ehepaares geschickt, das sich dort mit einer Freundin aufhalten soll. Vor Ort findet sie die Leichen der beiden; von der Freundin fehlt jede Spur und plötzlich steht sie selbst unter Beschuss. Sie flieht in die umliegenden Wälder, wo sie auf die vermisste Freundin trifft und zusammen mit ihr versucht den Tätern zu entkommen. Eine klare Situation und doch ist nichts wie es zu sein scheint! Eine rasant erzählte Story, überraschende Wendungen und jede Menge "Leichen" im Keller bei Personen, bei denen man das nicht erwartet. Da es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt, ist dieses Buch auch gut für Deaver-Neulinge geeignet.

Verfolgungsjagd im Nirgendwo!
von einer Kundin/einem Kunden am 18.06.2012

Jeffery Deaver hat es geschafft, die Flucht der beiden Frauen so greifbar und emotional rüberzubringen, dass man sich unsagbar gut in diese verstörende und scheinbar aussichtlose Situation hineindenken kann. Mir ist eins nach der Lektüre des Buches klar geworden: Ich werde niemals Urlaub in einem Nationalpark machen! Ein super B... Jeffery Deaver hat es geschafft, die Flucht der beiden Frauen so greifbar und emotional rüberzubringen, dass man sich unsagbar gut in diese verstörende und scheinbar aussichtlose Situation hineindenken kann. Mir ist eins nach der Lektüre des Buches klar geworden: Ich werde niemals Urlaub in einem Nationalpark machen! Ein super Buch – echt spannend!

Super spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Pyrmont am 26.09.2011

Das Buch ist richtig fesselnd. Zwei Frauen auf der Flucht vor Killern in den Wäldern von Winsconsin. Da wird jedenfalls auch mal gezeigt, das Frauen Stärke, Rafinesse und Mut haben. Das Buch muß man lesen.


  • Artikelbild-0
  • APRIL

    Stille.
    Im Wald rund um den Lake Mondac war es vollkommen ruhig. Das Ehepaar, das werktags in der brodelnden, chaotischen Stadt lebte, kam sich wie in einer anderen Welt vor.
    Stille, nur unterbrochen durch den gelegentlichen Ruf eines fernen Vogels oder das dumpfe Quaken eines Frosches.
    Nun aber: ein anderes Geräusch.
    Das Rascheln von Blättern, zweimal das scharfe Knacken eines Zweiges. Schritte?
    Nein, das konnte nicht sein. Die anderen Ferienhäuser am See waren an diesem kühlen Freitagnachmittag im April menschenleer.
    Emma Feldman, Anfang dreißig, stellte ihren Martini auf den Küchentisch, an dem sie ihrem Mann gegenübersaß. Sie schob sich eine lockige schwarze Haarsträhne hinter das Ohr und ging zu einem der schmutzigen Küchenfenster, sah von dort aus aber nichts als ein Dickicht aus Zedern, Wacholder und Schwarzfichten, das den Hang eines steilen Hügels bedeckte, dessen Felsen geborstenen gelben Knochen ähnelten.
    Emmas Mann zog eine Augenbraue hoch. »Was war das?«
    Sie zuckte die Achseln und kehrte zu ihrem Stuhl zurück. »Keine Ahnung. Ich kann nichts entdecken.«
    Draußen herrschte wieder Stille.
    Emma, so schlank wie eine der kahlen weißen Birken, die vor den vielen Fenstern des Ferienhauses wuchsen, streifte ihre blaue Jacke ab. Sie trug einen passenden Rock und eine weiße Bluse. Anwaltskleidung. Das Haar hochgesteckt. Anwaltsfrisur. Strümpfe, aber keine Schuhe.
    Steven, dessen Aufmerksamkeit sich auf die Bar richtete, hatte ebenfalls sein Jackett ausgezogen und die zerknitterte gestreifte Krawatte abgelegt. Der Sechsunddreißigjährige mit dem dichten widerspenstigen Haar trug ein blaues Hemd, und sein Bauch ragte unerbittlich über den Gürtel der marineblauen Hose. Emma störte sich nicht daran; sie fand ihn süß, und das würde auch immer so bleiben.
    »Sieh mal, was ich hier habe«, sagte er, nickte in Richtung des Gästezimmers im Obergeschoss und packte eine große Flasche dickflüssigen Bio-Gemüsesaft aus. Ihre gemeinsame Freundin, die dieses Wochenende aus Chicago zu Besuch gekommen war, hatte in letzter Zeit Gefallen an Flüssignahrung gefunden und trank die abscheulichsten Sachen.
    Emma las das Etikett und rümpfte die Nase. »Das kann sie gern alles behalten. Ich bleibe bei Wodka.«
    »Darum liebe ich dich.«
    Das Haus knarrte, wie so oft. Es war sechsundsiebzig Jahre alt und bestand weitgehend aus Holz, mit nur wenig Stahl und Stein. Die Küche, in der sie sich aufhielten, war winklig geschnitten und mit heller Kiefer vertäfelt. Der Boden war uneben. Das im Stil der Kolonialzeit errichtete Haus war eines von insgesamt drei Gebäuden an dieser Privatstraße, zu denen jeweils eine vier Hektar große Parzelle gehörte. Man konnte von einem Seegrundstück reden, aber nur, weil das Wasser knapp zweihundert Meter von der Vordertür entfernt gegen das felsige Ufer plätscherte.
    Das Haus stand auf einer kleinen Lichtung an der Ostflanke einer beachtlichen Bodenerhebung. Die mittelwestliche Bescheidenheit der Leute hier in Wisconsin hielt sie davon ab, diese Hügel als »Berge« zu bezeichnen, obwohl die Kammlinien auf bis zu zweihundertfünfzig Metern Höhe lagen. Im Augenblick wurde das große Haus in den blauen Schimmer des späten Nachmittags getaucht.
    Emma schaute hinaus auf den Lake Mondac. Der Abstand zum Hügel war groß genug, dass die gekräuselte Oberfläche ein paar letzte Sonnenstrahlen einfangen konnte. Zurzeit, am Anfang des Frühlings, sah die Uferregion noch ziemlich schmutzig aus und erinnerte irgendwie an das gesträubte feuchte Rückenfell eines Wachhunds. Das Haus war wesentlich hübscher, als Emma und Steven es sich eigentlich hätten leisten können - sie hatten es im Zuge einer Zwangsversteigerung erworben -, und Emma hatte schon beim ersten Anblick gewusst, dass es sich hierbei um das perfekte Freizeitdomizil handeln würde. Stille...
    Das Haus besaß außerdem eine recht lebhafte Vergangenheit.
    Der Eigentümer eines der großen Schlachtbetriebe von Chicago hatte es vor dem Zweiten Weltkrieg bauen lassen. Wie sich Jahre später herausstellte, stammte ein Großteil seines Vermögens aus dem illegalen Handel mit Fleisch, das laut den Rationierungsvorschriften nicht für den einheimischen Verkauf freigegeben, sondern für die Verpflegung der Truppen bestimmt gewesen war. 1956 fand man die Leiche des Mannes im See treibend vor; er war vermutlich das Opfer einer Gruppe von Kriegsveteranen geworden, die von seinen Untaten erfahren und ihn getötet hatten, um das Haus zu durchwühlen und nach dem hier versteckten Schwarzgeld zu suchen.
    In keiner Version dieser Mordgeschichte war von Gespenstern die Rede, aber Emma und Steven schmückten die Erzählung für ihre Gäste gern selbst etwas aus. Dann verfolgten sie schadenfroh, wer daraufhin das Badezimmerlicht brennen ließ und wer sich weiterhin mutig ins Dunkel wagte.
    Draußen knackten abermals zwei Zweige. Dann ein dritter.
    Emma runzelte die Stirn. »Hast du das gehört? Schon wieder dieses Geräusch.«
    Steven sah aus dem Fenster. Es gab vereinzelte Windböen. Er widmete sich weiter den Drinks.
    Emmas Blick wanderte zu ihrer Aktentasche.
    »Erwischt«, tadelte Steven sie.
    »Was?«
    »Denk nicht mal daran, die Tasche zu öffnen.« Sie lachte, aber es klang nicht allzu aufrichtig. »Ein arbeitsfreies Wochenende«, sagte er. »Wir waren uns beide einig.«
    »Und was ist da drin?«, fragte sie und wies auf den Rucksack, den er statt eines Aktenkoffers mit sich herumtrug. Dann schaffte sie es endlich, das Glas Oliven zu öffnen.
    »Nur zwei Dinge von Bedeutung, Euer Ehren: mein Le-Carre-Roman und die Flasche Merlot, die ich vorhin angebrochen habe. Soll ich Letztere den Beweismitteln hinzuf ....?« Er verstummte abrupt und schaute zum Fenster hinaus auf das Gewirr aus Unkraut, Bäumen, Ästen und Felsen in der Farbe von Dinosaurierknochen.
    Auch Emma sah nach draußen.
    »Das habe ich gehört«, sagte Steven. Er schenkte seiner Frau nach. Sie ließ Oliven in beide Gläser fallen. »Was war das?« »Weißt du noch, der Bär?«
    »Er ist nicht bis zum Haus gekommen.« Sie stießen an und nippten an ihren Martinis.
    »Du wirkst so nachdenklich«, sagte Steven. »Was ist los? Dieser Gewerkschaftsfall?«
    Bei den Nachforschungen im Vorfeld einer Firmenübernahme hatten sich Hinweise auf unsaubere Machenschaften in der Hafenarbeitergewerkschaft von Milwaukee ergeben. Die Behörden waren tätig geworden, und die Transaktion lag vorläufig auf Eis, worüber niemand besonders glücklich war.
    Aber Emma sagte: »Nein, es geht um etwas anderes. Einer unserer Mandanten stellt Fahrzeugteile her.«
    »Richtig. Kenosha Auto. Siehst du, ich höre dir doch zu.«
    Sie nahm es mit erstaunter Miene zur Kenntnis.