Schlaf

Erzählung

(19)
»Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. »Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen.«
Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage – aber auch gefährlicher.
Die Illustratorin Kat Menschik hat den Zauber von Murakamis Erzählung in traumgleiche Bilder gebracht. Auch deshalb ist dieser durchgehend in Duotone (Nachtblau/Silber) gedruckte Band ein guter Grund, nachts wach zu bleiben.
Rezension
Unglaublich traumschön und dunkel bedrohlich illustriert."
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

„Vom schnellen Erzähltempo beeindruckt, verfolgt der Leser den stetigen Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit, bis er – wie die Protagonistin – vom Schwindel übermannt wird. (…) Die Illustratorin unterstreicht mit ihren expressionistisch überhöhten, von den Techniken des Comics geprägten Abbildungen eindrucksvoll das beklemmende Horror-Szenario.“
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Zwischen Märchen und Alptraum angesiedelt, weiß der japanische Autir Haruki Murakami mit einer schlichte und eindringlichen Sprache seine Leser zu fesseln."
NORDWEST ZEITUNG

"Edel, kongenial illustierte Einzelausgabe. (...) Eine hinreißende, in geheimnisvoll schillernden Nachtblau- und Silbertönen gehaltene Geisterbahn des Seelenlebens, ein Panoptikum der sanften Alpträume, und wenn bei der Lektüre gelegentlich die Schrift auf dem glänzenden Papier verschwimmt, kann man schon mal das Gefühl haben, dass sich die Grenzen der vertrauten Realität auflösen."
NÜRNBERGER NACHRICHTEN

„Der historische Roman als psychologisches Trickspiel: Mit ihrer Tudor-Trilogie beweist Hilary Mantel, wie gut das funktioniert (…) eine großartige Erzählerin. Es lohnt sich, ihr zu folgen.“
Ellen Daniel, FOCUS SPEZIAL
Portrait
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung im DuMont Buchverlag.
Kat Menschik, 1968 geboren, lebt als freie Illustratorin in Berlin und im Oderbruch. Ihre Zeichnungen erscheinen regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für DuMont illustrierte sie Haruki Murakamis ›Schlaf‹ (2009) sowie ›Die Bäckereiüberfälle‹ (2012) und Ernst H. Gombrichs ›Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser‹ (2011). Der immerwährende Kalender ›Das Variable Kalendarium‹ erschien 2012.
Nora Bierich, geboren 1958, hat Philosophie und Japanologie studiert und lebt in Berlin. Neben Haruki Murakami übersetzte sie aus dem Japanischen Werke des Philosophen Kôjin Karatani und von Kenzaburô Ôe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 80
Erscheinungsdatum 12.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6136-1
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,7/1,1 cm
Gewicht 171 g
Abbildungen 20 farbigen Abbildungen, mit 20 Illustrationen von Kat Menschik, Erstmals im Taschenbuch,
Auflage 5. Auflage
Illustrator Kat Menschik
Übersetzer Nora Bierich
Verkaufsrang 21.664
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Leben ohne Schlaf“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf.
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen, nachdem sie ein furchtbarer Albtraum aus ihren Träumen gerissen hat.

Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf.
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen und verbringt ihre Nächte nun mit Lesen, Cognac und Schokolade.

Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf,
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen und verfällt immer mehr in ein zweites Leben.

Kurzgeschichten gibt es viele.
Aber eine Kurzgeschichte, die so sehr verstört, die so schnell, so rasant zwischen Traum und Wirklichkeit wechselt, das man beinahe den Überblickt verliert und am Ende so atemlos zurückbleibt, gibt es wenige.
Mal wieder hat es Murakami geschafft, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ein eigenes Universum zu kreieren - und das mit einer kleinen Erzählung von gerade einmal 80 Seiten.
Die Sprache ist wie von ihm gewohnt- direkt, schnörkellos und eindringlich. Dabei lässt Murakami seine namenlose Protagonistin (und mit ihr auch den Leser) immer weiter hineingleiten in die Schlaflosigkeit, unaufhaltsam in genau den dämmrigen Zustand, der sich immer dann einstellt, wenn Schlaf und Regeneration Mangelware sind.
So großartig der Plot der Erzählung ist, so abrupt ist ihr Ende - ein Ende ohne Auflösung, ohne Erlösung.
Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf.
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen, nachdem sie ein furchtbarer Albtraum aus ihren Träumen gerissen hat.

Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf.
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen und verbringt ihre Nächte nun mit Lesen, Cognac und Schokolade.

Seit siebzehn Tagen ist sie ohne Schlaf,
Nicht eine einzige Minute hat sie die Augen geschlossen und verfällt immer mehr in ein zweites Leben.

Kurzgeschichten gibt es viele.
Aber eine Kurzgeschichte, die so sehr verstört, die so schnell, so rasant zwischen Traum und Wirklichkeit wechselt, das man beinahe den Überblickt verliert und am Ende so atemlos zurückbleibt, gibt es wenige.
Mal wieder hat es Murakami geschafft, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ein eigenes Universum zu kreieren - und das mit einer kleinen Erzählung von gerade einmal 80 Seiten.
Die Sprache ist wie von ihm gewohnt- direkt, schnörkellos und eindringlich. Dabei lässt Murakami seine namenlose Protagonistin (und mit ihr auch den Leser) immer weiter hineingleiten in die Schlaflosigkeit, unaufhaltsam in genau den dämmrigen Zustand, der sich immer dann einstellt, wenn Schlaf und Regeneration Mangelware sind.
So großartig der Plot der Erzählung ist, so abrupt ist ihr Ende - ein Ende ohne Auflösung, ohne Erlösung.

B. Tickenbrock, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Kurzgeschichte "Schlaf" von Haruki Murakami wird in dieser Ausgabe mit stimmigen und eindringlichen Bildern von Kat Menschik illustriert. Visuell und erzählerisch herausragend! Die Kurzgeschichte "Schlaf" von Haruki Murakami wird in dieser Ausgabe mit stimmigen und eindringlichen Bildern von Kat Menschik illustriert. Visuell und erzählerisch herausragend!

„Nachtein, nachtaus. (eBook)“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Seit siebzehn Tagen habe sie nicht geschlafen, nachtein, nachtaus kein Schlaf, so die namenlose Ich-Erzählerin. Der Auslöser ein Albtraum, finster und eklig. Ihr Leben ist nun um ein Drittel erweitert. Die Zeit zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr früh gehören ihr und Anna Karenina und Cognac und Schokolade.

Auf der letzten Seite angekommen, blieb ich ratlos einige Minuten mit dem Buch in der Hand sitzen. Es gibt keine Auflösung, auch keinen unkonventionellen Schluss. Die Geschichte bricht einfach ab, mitten in der Handlung, so als hätte jemand die letzten Seiten herausgerissen. Ein empörend schroffes Ende, das zu eigner Fantasie zwingt und lange nachhhallt.

Murakamis SCHLAF ist ein bibliophiles Leckerchen mit bezaubernden Illustrationen.
Seit siebzehn Tagen habe sie nicht geschlafen, nachtein, nachtaus kein Schlaf, so die namenlose Ich-Erzählerin. Der Auslöser ein Albtraum, finster und eklig. Ihr Leben ist nun um ein Drittel erweitert. Die Zeit zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr früh gehören ihr und Anna Karenina und Cognac und Schokolade.

Auf der letzten Seite angekommen, blieb ich ratlos einige Minuten mit dem Buch in der Hand sitzen. Es gibt keine Auflösung, auch keinen unkonventionellen Schluss. Die Geschichte bricht einfach ab, mitten in der Handlung, so als hätte jemand die letzten Seiten herausgerissen. Ein empörend schroffes Ende, das zu eigner Fantasie zwingt und lange nachhhallt.

Murakamis SCHLAF ist ein bibliophiles Leckerchen mit bezaubernden Illustrationen.

„Es gibt sie noch, die bibliophilen Bücher...“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

Haruki Murakami ist für mich einer der besten Geschichtenschreiber. Geschichtenschreiber deshalb, weil selbst seine Romane erst durch die ineinander verwobenen Geschichten die Dichte und den Reichtum erhalten, die sie so süffig zu lesen machen. Gerade aus der Fülle seiner kürzeren Erzählungen schöpft Murakami immer wieder Stoffe und Themen, die dann abgewandelt in seinen Romanen wieder auftauchen. SCHLAF ist eine typische Murakami Erzählung: phantastisch einerseits und doch so real, zudem düster von der Stimmung her. Die brillianten Illustrationen von Kat Menschik machen dieses Buch zu einem MustHave für jeden Murakami Fan, aber auch zu einem wunderschönen Geschenk für jeden, der Freude an schönen Dingen hat. Haruki Murakami ist für mich einer der besten Geschichtenschreiber. Geschichtenschreiber deshalb, weil selbst seine Romane erst durch die ineinander verwobenen Geschichten die Dichte und den Reichtum erhalten, die sie so süffig zu lesen machen. Gerade aus der Fülle seiner kürzeren Erzählungen schöpft Murakami immer wieder Stoffe und Themen, die dann abgewandelt in seinen Romanen wieder auftauchen. SCHLAF ist eine typische Murakami Erzählung: phantastisch einerseits und doch so real, zudem düster von der Stimmung her. Die brillianten Illustrationen von Kat Menschik machen dieses Buch zu einem MustHave für jeden Murakami Fan, aber auch zu einem wunderschönen Geschenk für jeden, der Freude an schönen Dingen hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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Viel Zeit für sich - wenn man nicht schlafen kann
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 06.10.2013

Sie ist 30 Jahre alt, mit einem erfolgreichen Zahnarzt verheiratet und hat einen Sohn, der bereits die Grundschule besucht. Sie selbst geht nicht arbeiten, versorgt aber Haushalt und Familie und: Sie kann nicht schlafen. Seit sie aus einem Alptraum aufgewacht ist, kann sie seit 17 Tagen nicht mehr schlafen. Dafür... Sie ist 30 Jahre alt, mit einem erfolgreichen Zahnarzt verheiratet und hat einen Sohn, der bereits die Grundschule besucht. Sie selbst geht nicht arbeiten, versorgt aber Haushalt und Familie und: Sie kann nicht schlafen. Seit sie aus einem Alptraum aufgewacht ist, kann sie seit 17 Tagen nicht mehr schlafen. Dafür liest sie, nachts und tagsüber. Sie hatte schon einmal Schlafstörungen, zu Zeiten, als sie noch Studentin war, aber im Gegensatz zu damals, hat sie keine Erschöpfungs- oder Ermüdungserscheinungen, sie fühlt sich gut und voller Energie und verschlingt ein Buch nach dem anderen. Viel Zeit für sich - wenn man nicht schlafen kann! Der Plot wurde recht oberflächlich gestaltet. Okay, es ist eine Kurzgeschichte und dennoch, gefühlt wiederholen sich die Tage der jungen Frau, die nicht schlafen kann, hier wird wenig Abwechslung geboten. Die Protagonistin bleibt recht farblos, ja man erfährt noch nicht einmal ihren Namen, sondern nur Teile ihrer Vergangenheit und wie sie ihre Tage ohne Schlaf rumbringt. Den Schreibstil empfand ich als recht angenehm zu lesen, wobei ich Murakamis Schreibstil ehr sehr schön finde. Ein Highlight in dem Buch sind die Zeichnungen, die den jeweiligen Szenen angepasst sind.

Schlaflos aber nicht müde
von einer Kundin/einem Kunden am 28.03.2012
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

In einer sehr klaren und authentischen Sprache, schildert uns der Autor eine wunderbare Geschichte über eine Frau die nicht mehr schläft. Man möchte doch meinen, dass die Protagonistin sehr müde sein muss, ist sie aber nicht. Schlaflos ist ein prädestiniertes Beispiel für Murakamis Können. In seinen Büchern verschwimmt die... In einer sehr klaren und authentischen Sprache, schildert uns der Autor eine wunderbare Geschichte über eine Frau die nicht mehr schläft. Man möchte doch meinen, dass die Protagonistin sehr müde sein muss, ist sie aber nicht. Schlaflos ist ein prädestiniertes Beispiel für Murakamis Können. In seinen Büchern verschwimmt die subtile Grenze von Realismus und Surrealismus, was zur Folge hat das sich die Protagonisten unvermeidlich in fantastische Welten begeben und begegnen. Mit dieser Kurzgeschichte hadere ich ein bisschen. Einerseits ist es für Leser die Murakami noch nicht kennen eine exzellente Möglichkeit sich seinen Werken vorsichtig zu nähern, besonders das offene Ende lässt Spekulationen freien Lauf, (mein erstes Buch war Mister Aufziehvogel, für Anfänger nur bedingt empfehlenswert!) dennoch kann gerade dieses abrupte Ende vielleicht nicht jedem Geschmack treffen. Besonders gefallen mir die Gestaltung und Zeichnungen des Buches, nicht immer passen ja das Layout und der Inhalt des Buches zusammen.

Und ich kämpf' mich durch die Nacht...
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 17.07.2011

Genau genommen ist "Schlaf" eine Kurzgeschichte, die bereits in der Sammlung "Der Elefant verschwindet" veröffentlicht wurde. Aber hat sie es verdient auch als Einzelveröffentlichung zu bestehen? Ich denke schon. Schließlich wurde der Text in einer schicken Ausgabe mit zusätzlichen Illustrationen auf den Markt geworfen, die im Endeffekt vermutlich doch nur... Genau genommen ist "Schlaf" eine Kurzgeschichte, die bereits in der Sammlung "Der Elefant verschwindet" veröffentlicht wurde. Aber hat sie es verdient auch als Einzelveröffentlichung zu bestehen? Ich denke schon. Schließlich wurde der Text in einer schicken Ausgabe mit zusätzlichen Illustrationen auf den Markt geworfen, die im Endeffekt vermutlich doch nur bei den fanatischen Murakami-Fans im Regel stehen dürfte. Die Geschichte ist so spektakulär wie simpel. Eine Frau kann nicht mehr schlafen. So sehr sie es auch versucht, sie findet keine Nachtruhe. Wir verfolgen ihr Leben und ihre langen Nächte, sie wendet sich wieder den großen Literaturklassikern zu, schließlich hat sie jetzt genügend Zeit. Sowohl ihr Mann als auch ihr Sohn wissen nichts von ihrem Doppelleben. Selbst täglicher Schwimmsport können ihr nicht helfen, müde zu werden. Murakami schreibt wie er es immer tut. Normale Menschen in ihrem alltäglichen Leben. Eine nüchterne literarische Stimme mit vielen magischen Einflüssen. Die Geschichte endet tragisch, wie auch sonst. Sie kann nicht schlafen. Oder war doch alles nur ein Traum?