Sahnehäubchen

Roman. Originalausgabe

(10)
Eigentlich ist Nina ein durch und durch netter Mensch, doch neuerdings hegt sie Mordgedanken. Der Grund ist ein amerikanischer Bestsellerautor, dessen Macho-Ratgeber »Ich kann sie alle haben«mit Hilfe von Ninas PR-Agentur in Deutschland Furore machen soll. Zugegeben: Dwaine F. Bosworthist attraktiv und durchtrainiert – aber davon abgesehen so ziemlich alles, was Nina an Männern schrecklich findet. Trotzdem muss sie mit ihm auf Lesereise gehen. Schlimmer noch: Dwaine glaubt, mit seinen Tricks bei Nina landen zu können.
So fliegen schon bald die Fetzen, und der Mega-Macho erlebt eine böse Überraschung. Damit bleibt er allerdings nicht der Einzige ...
Portrait
Anne Hertz kam 2006 in Hamburg zur Welt und ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen in Deutschland, wenn es um Frauenromane geht. Wie das möglich ist, und woher dieser schnelle Erfolg kam, können zwei Schwestern aus Hamburg verraten. Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz stecken hinter dem Pseudonym Anne Hertz. In Düsseldorf 1969 und 1972 geboren, studierte die eine Jura und die andere Anglistik. Beide sind heute Journalistinnen und Schriftstellerinnen, die ihr Leben miteinander teilen. Sei es arbeiten, schreiben, streiten, die Verbindung zwischen den Schwestern ist so stark, dass sie auch in einem Haus leben. Da sie sich ihr Leben lang schon sehr nah waren, wirken beide mehr wie beste Freundinnen. Bei ihrem ersten Buchprojekt "Glückskekse" haben sie noch aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben. Ihr zweites Buch "Wunderkerzen" schrieben sie dann nur noch aus einer Perspektive heraus. Was kompliziert erscheinen mag, klappt bei den Schwestern, die Anne Hertz ähnlich wie einen Bandnamen für sich sehen, fantastisch. Die Kapitel werden untereinander aufgeteilt und später gegengelesen, um sich darüber auszutauschen. Funktionieren kann diese Arbeitsweise bei beiden nur, weil sie sich so ähnlich sind in ihren Vorstellungen. Beide können sich nicht vorstellen, mit einer anderen Autorin zusammen zu arbeiten. Frauke ist Mutter von drei Töchtern und verheiratet. Wiebke hingegen ist Single. Wo die eine sich mehr als Realistin sieht, ergänzt die andere den Kitsch und die Romantik. Anne Hertz ist also die perfekte Komposition für erfolgreiche Frauenromane. Mit "Trostpflaster" schafften sie es als Anne Hertz dann auch auf die Spiegel-Bestsellerliste.

Meinung der Redaktion
Ein Frauenroman, wie man sich ihn wünscht. Eine spritzige, humorvolle Geschichte mit liebenswerten Charakteren, die einem ans Herz wachsen.
Besprechung
Eine Erfolgsgeschichte „made in Germany“: Sofort mit ihrem Debütroman „Glückskekse“ wurde Anne Hertz zu einer festen Größe im deutschen Unterhaltungsmarkt. Dem ersten Bestseller folgten bislang vier weitere („Wunderkerzen“, „Sternschnuppen“, „Trostpflaster“, „Goldstück“) – nun freut sich die stetig wachsende Fangemeinde auf den jüngsten Streich, „Sahnehäubchen“. Für große Überraschung sorgte 2008 die Enthüllung, dass Anne Hertz eigentlich zwei Autorinnen sind – Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann aus Hamburg, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen großen Teil ihres Lebens gemeinsam verbringen. Wir trafen die beiden in Hamburg.

Liebe Wiebke, liebe Frauke – jedes Jahr ein neuer Bestseller, und immer noch gehen euch nicht die Ideen aus. Was hat euch zu eurem neuen Roman „Sahnehäubchen“ inspiriert?

Wiebke Lorenz: Ich habe für eine Reportage einen selbsternannten Verführungskünstler interviewt und ihn dabei eine Nacht lang auf der Reeperbahn begleitet. Das Ergebnis war eher ernüchternd – Gottes Geschenk an die Frauen hatte ich mir eindeutig anders vorgestellt.

Frauke Scheunemann: Die Idee, dass so ein Mega-Macho denkt, er könne anderen Männern zeigen, wie „es“ geht, fanden wir dann aber doch beide so lustig, dass die Idee zu „Sahnehäubchen“ geboren wurde.

Hand aufs Herz – können Machos nicht auch ein bisschen sexy sein?

Frauke Scheunemann: Auf jeden Fall! (lacht) Ein Mann, der im Brustton der Überzeugung behauptet, er wisse genau, wo es lang geht, ist schon sehr anziehend. Frau darf sich nur nicht wundern, wenn sie nachher nicht in Paris, sondern in Peine landet.

Wiebke Lorenz: Wo es aber auch sehr schön ist. (lacht)

Wie wehrt man sich am besten gegen die Anmache eines Mega-Machos?

Frauke Scheunemann: Ach, die sind ja mittlerweile so selten geworden, dass der WWF sie schon auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt hat und sie nicht mehr abgeschossen werden dürfen. Insofern: Ruhe bewahren, lächeln – und den Typen so lange die Getränke bezahlen lassen, bis er pleite ist.

In vielen Romanen, die von Frauen für Frauen geschrieben werden, ist eine Singlefrau auf der Suche nach Mr. Right. In euren Büchern ist das anders. Warum?

Wiebke Lorenz: Vielleicht sind wir zu phantasielos – denn die klassische Konstellation „boy meets girl, happy end“ würde bei uns höchstens 43 Seiten füllen. Da wir aber einen cholerischen Lektor haben, der auf einem vollständigen Buch besteht, sind wir gezwungen, uns noch ein paar mehr Gedanken zu machen – nämlich über Männer, Frauen und das Leben an sich.

Frauke Scheunemann: Außerdem finden wir es selbst auch viel spannender, über Frauen zu lesen, die eben nicht mit dem erstbesten Traummann glücklich werden, sondern erst einmal mit sich selbst. Und die sich, um das Beispiel von eben noch einmal zu bemühen, die Fahrkarte nach Paris selbst kaufen.

In „Sahnehäubchen“ geht es auch sehr stark um Ehrlichkeit – wolltet ihr bewusst darüber schreiben, oder hat sich das aus der Personenkonstellation heraus entwickelt?

Frauke Scheunemann: Beides. Tatsächlich überlegen wir zu Beginn eines neuen Romans, ob es neben der eigentlichen Handlung ein „großes“ Thema gibt, mit dem wir uns gerne beschäftigen würden. Das war in diesem Fall tatsächlich Ehrlichkeit. Und dann sorgen natürlich die handelnden Personen dafür, dass das Thema mit Leben gefüllt wird. So lief das auch bei „Sahnehäubchen“: Ein Typ, der von sich sagt, dass er jede Frau in die Kiste kriegt – da liegt die Frage nach seinen ehrlichen Absichten schon nahe, oder?

Wer euch kennenlernt, der merkt schnell, dass ihr bei aller schwesterlicher Verbundenheit zwei sehr unterschiedliche Charaktere seid. Wie lasst ihr das in eure Romanfiguren einfließen?

Wiebke Lorenz: Frauke ist vom Typ her tatsächlich eher etwas sachlicher …

Frauke Scheunemann: … und Wiebke romantischer. Das ist natürlich praktisch, wenn wir unsere Romanfiguren entwickeln, denn wir können uns unterschiedlich in sie „hineindenken“.

Wiebke Lorenz: Es gibt viele Situationen, in denen Frauke sich beispielsweise komplett anders verhalten würde als ich – und genau so ist es eben auch mit den Charakteren in unseren Büchern, die wollen und sollen ja auch nicht alle gleich denken und handeln.

Inzwischen seid ihr neben den Anne-Hertz-Romanen auch mit „Soloprojekten“ erfolgreich – Frauke mit dem „Dackelblick“ und Wiebke mit einem psychologischen Thriller, „Allerliebste Schwester“. Was gefällt euch daran, diese Bücher zu schreiben – und in wieweit vermisst ihr dabei eure Schreibpartnerin?

Wiebke Lorenz: Ich habe schon vor Anne Hertz Romane geschrieben, und es reizte mich einfach, nun unter meinem bürgerlichen Namen das Genre zu wechseln und mich an einem Psychodrama zu versuchen. Frauke hingegen mag am liebsten lustige Romane und fand die Idee toll, mal etwas aus der Sicht eines kleinen Hundes zu schreiben.

Frauke Scheunemann: Na ja, und Wiebke ist jetzt nicht gerade ein riesiger Tierfreund … Unsere Soloprojekte machen uns sehr viel Spaß, aber natürlich stand die eine der anderen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, da kam es also gar nicht groß zum „vermissen“.

Wiebke, Du hast außerdem gerade ein Buch gemeinsam mit Christian Clerici veröffentlicht. Wir müssen uns nun aber keine Sorgen machen, dass Du Anne Hertz dauerhaft untreu wirst, oder?

Wiebke Lorenz: Nein, keine Sorge, „Er sagt & Sie sagt“ ist einfach aus der gemeinsamen Arbeit für die Cosmopolitan entstanden. Tatsächlich arbeiten Frauke und ich schon am nächsten Anne-Hertz-Roman, der voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinen wird.

Das sind sehr gute Nachrichten! Könnt ihr uns bitte schon ein bisschen darüber verraten?

Frauke Scheunemann: Also, es wird um eine Frau gehen …

Wiebke Lorenz: … die es nicht ganz leicht im Leben hat …

Frauke Scheunemann: … und dann kommt alles anders, als sie dachte. (lacht) Nein, im Ernst: Wiebke und ich sind gerade dabei, den Roman zu schreiben, und deswegen möchten wir noch keine Details verraten. Außerdem hoffen wir, dass sich unsere Leserinnen nun erst einmal auf „Sahnehäubchen“ stürzen werden. Und angeblich gibt es ja auch noch Frauen, die unsere anderen Romane noch gar nicht kennen, beispielsweise „Wunderkerzen“.

Gut, dann gedulden wir uns – wenn auch zähneknirschend – noch ein bisschen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 365
Erscheinungsdatum 10.01.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-63871-2
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,5/2,5 cm
Gewicht 363 g
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... Hertz-Schwestern ist dieses neue Schmankerl: Chaotisch, lustig, kurzweilig. Im Grunde ein Muss für jeden Fan der "frechen" Frauenbücher. Gewandt-ironisch nimmt sich das Autorinnen-Duo diesmal den Antihelden in persona vor: Dwaine F. Bosworthist mag wohl attraktiv sein. Charmant jedoch ist anders. Und begehrenswert doch auch. Die Figur bedient jedes zweit- bis drittklassige Macho-Klischee und wird dadurch umso komischer. Insgesamt wieder ein echter Knüller aus der Hertz-Feder.

... Hertz-Schwestern ist dieses neue Schmankerl: Chaotisch, lustig, kurzweilig. Im Grunde ein Muss für jeden Fan der "frechen" Frauenbücher. Gewandt-ironisch nimmt sich das Autorinnen-Duo diesmal den Antihelden in persona vor: Dwaine F. Bosworthist mag wohl attraktiv sein. Charmant jedoch ist anders. Und begehrenswert doch auch. Die Figur bedient jedes zweit- bis drittklassige Macho-Klischee und wird dadurch umso komischer. Insgesamt wieder ein echter Knüller aus der Hertz-Feder.

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Was soll ich groß dazu sagen, ich bin ein bekennender Fan der Hertz-Schwestern und bei ihrem neuesten Werk wieder voll auf meine Kosten gekommen. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und mich dann geärgert, dass ich nun wieder auf das nächste warten muss. Was soll ich groß dazu sagen, ich bin ein bekennender Fan der Hertz-Schwestern und bei ihrem neuesten Werk wieder voll auf meine Kosten gekommen. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und mich dann geärgert, dass ich nun wieder auf das nächste warten muss.

„Sahnehäubchen trifft Ekelpaket“

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Ach ja, warum geht es im wirklichen Leben nicht immer so vergnüglich zu ?... aber dafür haben wir ja Romane und solche Sahnehäubchengeschichten, um uns das Leben zu versüßen...Locker, flockig und frech und man hat Lust auf die vorherigen Romane von anne Hertz ! Ach ja, warum geht es im wirklichen Leben nicht immer so vergnüglich zu ?... aber dafür haben wir ja Romane und solche Sahnehäubchengeschichten, um uns das Leben zu versüßen...Locker, flockig und frech und man hat Lust auf die vorherigen Romane von anne Hertz !

Kundenbewertungen

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Vergnügte Stunden garantiert
von Carmen Vicari aus Dossenheim am 12.04.2011

Im neuesten Roman des Autorinnenduos Anne Hertz wird die Geschichte von Nina erzählt. Nina, die nette Freundin von nebenan, arbeitet in einer kleinen PR-Agentur und ist leider immer noch Single. Als sie dann für ihre Chefin mit einem Autor auf Lesereise gehen muss und dazu noch Unterstützung von ihrem... Im neuesten Roman des Autorinnenduos Anne Hertz wird die Geschichte von Nina erzählt. Nina, die nette Freundin von nebenan, arbeitet in einer kleinen PR-Agentur und ist leider immer noch Single. Als sie dann für ihre Chefin mit einem Autor auf Lesereise gehen muss und dazu noch Unterstützung von ihrem neuen Volontär Tom, dem Sohn des neuen Auftragsgebers, erhält, überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur, dass beide Herren darum buhlen, bei Nina landen zu können, auch die Lesereise bietet so manche Überraschung. Wie bisher alle Romane von den beiden Autorinnen, war auch dieses hier wieder eine sehr humorvolle, spannende und manchmal auch freche Geschichte. Dabei wird nicht nur von Ninas Bemühungen berichtet, ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen, sondern auch die Annährungsversuche der beiden Herren kommen dabei nicht zu kurz. Die Autorinnen gehen in der Geschichte durchaus auf aktuelle Medien und Vermarktungsmöglichkeiten ein, so dass der Leser auch hier einen Einblick bekommt. Das Ende der Geschichte scheint vorhersehbar zu sein, aber dann erlebt der Leser eine nicht geahnte Überraschung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Mit Nina ist den beiden Autorinnen eine sympathische Hauptfigur gelungen und auch wenn ich mich mit den beiden Herren nicht anfreunden konnte, war das Ende für mich doch gelungen. Fazit: Ein toller Frauenroman für vergnügte Stunden auf der Terrasse oder dem Sofa, zum Zeitvergessen und Lachen.

Beschwingt und leicht wie ein "Sahnehäubchen"
von Kristin Mielke aus Zwickau am 27.03.2011

Eine neue herzerwärmende Geschichte des schwesterlichen Schriftstellerduos Anne Hertz mit einer sympathischen, ganz normalen Heldin, die sich in Verwicklungen des Herzens hineinmanövriert. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Lesegenuss leicht wie ein Sahnehäubchen.

Sehr unterhaltsame Wochenendlektüre
von Lisa-Marie Battenberg aus Worms am 12.03.2011

"Sahnehäubchen" ist einfach ein wirklich witziger, lockerer Frauenroman. Ich habe einen wunderbaren Nachmittag auf der Couch verbracht und mit Nina mitgelitten und mitgefiebert. Wirklich amüsante Unterhaltung!