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Der Islam braucht eine sexuelle Revolution

Eine Streitschrift

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Sexualität im Islam ist von Verboten, Ängsten und Gewalt geprägt. Die Folgen sind fatal, und das nicht nur für die Einzelnen, sondern für eine ganze Kultur. Seyran Ates, fordert eine sexuelle Revolution im Islam, denn eine freie Gesellschaft braucht eine freie Lebensgestaltung.
Musliminnen, die selbst entscheiden wollen, wen sie lieben, werden mit dem Tode bedroht. Muslime, die sich gegen eine arrangierte Ehe wehren, werden von ihren Familien verstoßen. Wer sich im Islam offen zu seiner Homosexualität bekennt, begibt sich in Lebensgefahr. Dennoch behauptet die islamische Welt, die bessere, die moralischere Religion zu haben. Einige religiöse Fanatiker bekämpfen den vermeintlich dekadenten Westen sogar mit Gewalt. Doch eine Gesellschaft, die freie Selbstbestimmung untersagt, ist in jeder Hinsicht rückschrittlich: In Bildung, Forschung und Wirtschaft sind muslimische Länder dem Westen deutlich unterlegen. Seyran Ates, plädiert für eine sexuelle Revolution im Islam. Genau wie die Frauen und Männer in westlichen Ländern, die in den 60er Jahren erfolgreich für ihre sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, müssen sich auch die Musliminnen und Muslime ihre Rechte erstreiten. Nur so können Freiheit und Menschenwürde in der islamischen Welt wirklich gelebt werden.
Portrait
Seyran Ateş, 1963 in Istanbul geboren, lebt seit 1969 in Deutschland. Sie ist Autorin und arbeitete bis 2006 als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei. Ihr wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse, das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Verdienstorden der Stadt Berlin. Zuletzt sind von ihr erschienen Der Islam braucht eine sexuelle Revolution (2009) und Wahlheimat (2013). Seyran Ateş lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 16.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37371-3
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/2,2 cm
Gewicht 220 g
Auflage 3. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Nicht nur eine Frauenfrage
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 17.05.2011

Frau Ates wurde vielfältig ausgezeichnet, letztlich auch mit dem Bundesverdienstkreuz. Das zeigt auf, für wie wichtig man ihr Bemühen einschätzt, den Islam aus seiner Rückständigkeit herauszuholen. Wir brauchen über die Missachtung der Frauen, über das verklemmte Verhältnis zur Sexualität nicht die Nase zu rümpfen. Bis in die 60er... Frau Ates wurde vielfältig ausgezeichnet, letztlich auch mit dem Bundesverdienstkreuz. Das zeigt auf, für wie wichtig man ihr Bemühen einschätzt, den Islam aus seiner Rückständigkeit herauszuholen. Wir brauchen über die Missachtung der Frauen, über das verklemmte Verhältnis zur Sexualität nicht die Nase zu rümpfen. Bis in die 60er Jahre herrschten bei uns ähnliche Verhältnisse, durften doch Frauen erst zu Beginn des 20.Junderts studieren, bekamen noch später eine den Jungen vergleichbare gymnasiale Bildung, wurde die Gleichberechtigung der Frau erst in den 60er Jahren durchgesetzt. Frau Ates erwähnt all das, um aufzuzeigen, welche Defizite im menschlichen Bereich in der islamischen Welt überwurden werden müssen. Wenn Muslims sich bei der Verteidigung dieser Rückständigkeit auf den Koran und die Hadithen (religiöse Überlieferungen) berufen, dann wird die Religion zur Verteidigung einer schlimmen Fehlhaltung missbraucht. War diese religiös begründete Fehlhaltung schon bei den Christen schlimm, so wird sie bis ín unsere Tage im Islam noch negativ übersteigert. Es geht letztlich nicht nur um das sexuelle Verhalten der Menschen. Von diesem Verhalten ist auch abhängig die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Und die Gleichberechtigung der Menschen gehört zum Wesenskern der Demokratie Frau Ates sagt: „Wenn der Islam die Schallmauer zur Moderne durchbrechen will, muss dort ebenfalls eine sexuelle Revolution stattfinden und das Geschlechterverhältnis neu gestaltet werden..“ Und sie zitiert Obama, der erklärt hatte: „Es ist kein Zufall, dass in den Ländern, in denen Frauen gut gebildet sind, die Wahrscheinlichkeit weitaus höher ist, dass die Länder sehr erfolgreich sind.“ Wir müssen begreifen, dass nicht durch Krieg, sonder durch eine erhöhte Bildung entwicklungsbedürftigen Ländern der Weg zur Demokratie bereitet wird. Optimistisch lässt sich erhoffen, dass ein Modernisierungsprozess, den wir in christlichen Länder in ca.100 Jahren zurückgelegt haben, angesichts des Internets, der Bücher und Zeitschriften und der vielen Frauen, die in unseren Ländern bessere Möglichkeiten kennen lernen, schneller ablaufen wird. Die Informationen, die dieses Buch vermittelt, sollten wir nicht nur selbst aufnehmen, sondern immer wieder auch Muslimen nahe bringen. Das Buch wäre ein gutes Geschenk für jeden Moslem.;