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Winter Fünfundvierzig

oder Die Frauen von Palmnicken

Arno Surminski

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Buch (gebundene Ausgabe)
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19,95
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Beschreibung

Gehörte auch Hans Broders zu den Tätern? Als 21-Jähriger diente er im Kriegswinter 1945 bei der Wachmannschaft, die einen der Todesmärsche von KZ-Gefangenen an die Ostseeküste begleitete. Sein Leben lang hat er über die Ereignisse geschwiegen, nun versucht sein Sohn herauszufinden, was geschehen ist und die ihn bedrängenden Fragen zu beantworten.
Der bewegende Ostpreußen-Roman erzählt das Schicksal von sechs Frauen, die nur eines wollen: überleben. Levine Gedeitis aus Memel wird mit ihrer Tochter an die Bernsteinküste nach Palmnicken umgesiedelt. Lisa lebt mit ihren vier Kindern auf einem Bauernhof. Mit dem Pferdewagen versucht sie wie Tausende über die zu¬gefrorene Ostsee zu fliehen. Im Ghetto in Lodz leben vier junge jüdische Frauen, die von dort in Konzentrationslager deportiert werden. Ihr Leidensweg, der in den Todesmarsch nach Palmnicken mündet, bildet den Mittelpunkt dieses erschütternden Zeitpanoramas.
Arno Surminskis Roman ist ein aufwühlendes Zeugnis der letzten Kriegstage. Er fragt nach der Schuld und dem Schweigen der Täter und verwebt geschickt und berührend Fiktion und Tatsachen.
Die Tragödie um die Frauen von Palmnicken war jahrzehntelang vergessen und verdrängt, lange hat es gedauert, bis begonnen wurde, sie aufzuarbeiten. Dieses Buch setzt den Opfern ein Denkmal der Erinnerung und möchte verhindern, dass sie erneut in Vergessenheit geraten.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.02.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8319-0421-1
Verlag Ellert & Richter Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/14,3/3,2 cm
Gewicht 546 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 90349

Kundenbewertungen

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Marsch in den Tod
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 04.12.2010

Das Massaker von Palmnicken an der Ostseeküste Ostpreußens ist nur eine der erschütternden Geschichten, die der grausame Krieg hervorgebracht hat. Im kalten Kriegswinter 1944/1945 waren viele auf der Flucht vor der anstürmenden Roten Armee. Die Zivilbevölkerung floh mit Pferd und Wagen. Um die 6000 KZ-Häftlinge, fast alle Frauen... Das Massaker von Palmnicken an der Ostseeküste Ostpreußens ist nur eine der erschütternden Geschichten, die der grausame Krieg hervorgebracht hat. Im kalten Kriegswinter 1944/1945 waren viele auf der Flucht vor der anstürmenden Roten Armee. Die Zivilbevölkerung floh mit Pferd und Wagen. Um die 6000 KZ-Häftlinge, fast alle Frauen aus dem KZ Stutthof und seinen Außenlagern, wurden von SS-Soldaten in Richtung Meer getrieben. Sie durften nicht in die Hände der Russen fallen. Kurz vor Kriegsende wurden beinahe 3000 am Strand von Palmnicken grausam ermordet. Auch die anderen 3000 fanden den Tod in einer Munitionsfabrik in Ostpreußen. Arno Surminski erzählt diese fast schon vergessene Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Das Schicksal der Frauen hat mich sehr berührt. Die Freiheit war zum Greifen nah, und doch mussten sie sterben. Ein wundervolles Buch, das diese Zeitgeschichte sehr nah bringt.


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