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Die Schuld des Tages an die Nacht

(32)
Nach einem halben Jahrhundert trifft Jonas noch einmal die Freunde aus Jugendtagen. Er blickt zurück auf sein Leben und die bewegte Geschichte seiner Heimat Algerien. Unter dem arabischen Namen Younes wird er auf der Nachtseite des Schicksals geboren, als Jonas wächst er im europäischen Viertel der Küstenstadt Rio Salado auf. Dort begegnet er der schönen Französin Émilie - sie wird die große Liebe seines Lebens.

Die Sehnsucht dieser beiden Menschen spiegelt über Jahrzehnte hinweg das dramatische Verhältnis von Orient und Okzident, zweier Welten, die einander so viel Leid zufügen und dennoch so verzweifelt um Versöhnung ringen. Dass sie möglich ist, zeigt Yasmina Khadras großer Roman auf unvergleichlich poetische Weise.

Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!
Portrait
Yasmina Khadra ist der Künstlername des 1955 geborenen Autors Mohammed Moulessehoul. Yasmina Khadra zählt heute zu den wichtigsten literarischen Stimmen der arabischen Welt und ist einer der erfolgreichsten Autoren Frankreichs. Zuletzt erschien auf Deutsch Die Schuld des Tages an die Nacht. Yasmina Khadra lebt in Paris und wurde 2011 u.a. mit dem Literaturpreis der Académie française ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.03.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783550920097
Verlag Ullstein Verlag
Originaltitel Ce que le jour doit à la nuit
Dateigröße 640 KB
Übersetzer Regina Keil-Sagawe
Verkaufsrang 24.584
eBook
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Selten...“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

... erlebe ich einen Roman, der so sehr fasziniert wie dieser. Durch seinen Inhalt, seinen Erzählstil, vor allem aber durch seine unfaßbar poetische Sprache, mit der Khadra es einmal mehr schafft, ein unvergessliches Bild im Kopf seiner Leser zu zeichnen: eine Skizze von Ohnmacht und Traurigkeit, von unerträglicher Einsamkeit und Verzweiflung. Und zugleich von Liebe, Freundschaft und unverbrüchlicher Treue. Die sich irgendwann und irgendwo beweist. Für mich ganz klar DAS Buchereignis des Jahres 2010!

... erlebe ich einen Roman, der so sehr fasziniert wie dieser. Durch seinen Inhalt, seinen Erzählstil, vor allem aber durch seine unfaßbar poetische Sprache, mit der Khadra es einmal mehr schafft, ein unvergessliches Bild im Kopf seiner Leser zu zeichnen: eine Skizze von Ohnmacht und Traurigkeit, von unerträglicher Einsamkeit und Verzweiflung. Und zugleich von Liebe, Freundschaft und unverbrüchlicher Treue. Die sich irgendwann und irgendwo beweist. Für mich ganz klar DAS Buchereignis des Jahres 2010!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein großer Liebesroman, ein großer historischer Roman, ein großer politischer Roman. Einfach alles an diesem Buch ist groß. Besonders die Sprache! Ein großer Liebesroman, ein großer historischer Roman, ein großer politischer Roman. Einfach alles an diesem Buch ist groß. Besonders die Sprache!

„Yasmina Khadra einmal völlig anders“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Haben Sie „Die Attentäterin“ oder „Die Sirenen von Bagdad“ von Yasmina Khadra gelesen? Dann vergessen Sie diese beiden Bücher für den Moment, denn mit „Die Schuld des Tages an die Nacht“ können Sie eine ganz andere Seite des Autors kennenlernen. Denn dies ist ein ausgesprochen poetischer und größtenteils unpolitischer Roman von ihm.

Yasmina Khadra erzählt dieses Mal eine Geschichte aus seinem Heimatland Algerien aus der Zeit von den dreißiger Jahren bis in die Gegenwart. Seine Hauptperson ist Younes, zumeist von den Franzosen Jonas genannt. Younes erzählt seine Geschichte selber. Er wächst am Anfang mit seinen Eltern und seiner kleineren Schwester auf dem Land auf. Sein Vater hat eine Farm und pflanzt Weizen an. Doch eines Tages wird die ganze Ernte vernichtet und die Familie muss ihr Land verlassen, da das Land eh schon belastet war. Diese Ernte sollte ihre Rettung werden. Die Familie macht sich mit dem wenigen, was ihr noch geblieben ist, auf nach Oran. Dort lebt sein Onkel, der es als Apotheker zu einigem Reichtum gebracht hat. Doch Younes Vater ist zu stolz, Hilfe von seinem Bruder anzunehmen, so dass die Familie in ein Elendsviertel ziehen muss. Doch die Lage spitzt sich immer weiter zu, so dass Younes irgendwann von seinem Vater zu seinem Onkel gebracht wird und dort fortan behütet aufwächst. Younes geht mit den europäischen Kindern zusammen in die Schule auf und merkt überhaupt nicht, dass er anders als sie ist. Nach einem Zwischenfall zieht die Familie nach Rio Salado um. Dort schließt er mit einer Gruppe europäischer Jungen eine enge Freundschaft, die ihm mit Unterbrechungen bis ins Alter bleibt. Wir verfolgen das Leben von Younes von seiner Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter. Wir lernen Algerien zur Zeit der Kolonialzeit zumeist von der europäischen Seite kennen. Younes wächst im Haus seines Onkels und seiner Tante völlig unpolitisch auf. Nur in einer Nebenhandlung kann man erkennen, dass sein Onkel wohl doch nicht so unpolitisch ist. Aber er hält Younes dort raus. Die ganze Situation verändert sich als Younes sich zum einen unglücklich in eine junge Französin verliebt und zum anderen die Bevölkerung Algeriens sich gegen die Kolonialmacht auflehnt. Younes muss sich nun endlich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Diese Geschichte zeigt einen ganz anderen Yasmina Khadra. Mich hat dieses Buch sehr überrascht, weil ich den Autoren eigentlich als einen sehr politischen Autor kennengelernt habe. Auch dieses Thema hätte er sicherlich ganz anders angehen können, aber er hat sich für diese Variante entschieden und damit ein sehr ungewöhnliches Bild Algeriens geschaffen. Durch die Situation seiner Hauptpersonen bekommt man als Leser gar nicht so direkt mit, wie schlecht es der arabischen Bevölkerung Algeriens geht. Es ist spannend und sehr schön, aber ich hatte mir etwas völlig anderes erwartet. Wenn Sie Assia Djebar „Nirgendwo im Haus meines Vaters“ gerne gelesen haben, dann ist dieses Buch das richtige für Sie.
Haben Sie „Die Attentäterin“ oder „Die Sirenen von Bagdad“ von Yasmina Khadra gelesen? Dann vergessen Sie diese beiden Bücher für den Moment, denn mit „Die Schuld des Tages an die Nacht“ können Sie eine ganz andere Seite des Autors kennenlernen. Denn dies ist ein ausgesprochen poetischer und größtenteils unpolitischer Roman von ihm.

Yasmina Khadra erzählt dieses Mal eine Geschichte aus seinem Heimatland Algerien aus der Zeit von den dreißiger Jahren bis in die Gegenwart. Seine Hauptperson ist Younes, zumeist von den Franzosen Jonas genannt. Younes erzählt seine Geschichte selber. Er wächst am Anfang mit seinen Eltern und seiner kleineren Schwester auf dem Land auf. Sein Vater hat eine Farm und pflanzt Weizen an. Doch eines Tages wird die ganze Ernte vernichtet und die Familie muss ihr Land verlassen, da das Land eh schon belastet war. Diese Ernte sollte ihre Rettung werden. Die Familie macht sich mit dem wenigen, was ihr noch geblieben ist, auf nach Oran. Dort lebt sein Onkel, der es als Apotheker zu einigem Reichtum gebracht hat. Doch Younes Vater ist zu stolz, Hilfe von seinem Bruder anzunehmen, so dass die Familie in ein Elendsviertel ziehen muss. Doch die Lage spitzt sich immer weiter zu, so dass Younes irgendwann von seinem Vater zu seinem Onkel gebracht wird und dort fortan behütet aufwächst. Younes geht mit den europäischen Kindern zusammen in die Schule auf und merkt überhaupt nicht, dass er anders als sie ist. Nach einem Zwischenfall zieht die Familie nach Rio Salado um. Dort schließt er mit einer Gruppe europäischer Jungen eine enge Freundschaft, die ihm mit Unterbrechungen bis ins Alter bleibt. Wir verfolgen das Leben von Younes von seiner Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter. Wir lernen Algerien zur Zeit der Kolonialzeit zumeist von der europäischen Seite kennen. Younes wächst im Haus seines Onkels und seiner Tante völlig unpolitisch auf. Nur in einer Nebenhandlung kann man erkennen, dass sein Onkel wohl doch nicht so unpolitisch ist. Aber er hält Younes dort raus. Die ganze Situation verändert sich als Younes sich zum einen unglücklich in eine junge Französin verliebt und zum anderen die Bevölkerung Algeriens sich gegen die Kolonialmacht auflehnt. Younes muss sich nun endlich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Diese Geschichte zeigt einen ganz anderen Yasmina Khadra. Mich hat dieses Buch sehr überrascht, weil ich den Autoren eigentlich als einen sehr politischen Autor kennengelernt habe. Auch dieses Thema hätte er sicherlich ganz anders angehen können, aber er hat sich für diese Variante entschieden und damit ein sehr ungewöhnliches Bild Algeriens geschaffen. Durch die Situation seiner Hauptpersonen bekommt man als Leser gar nicht so direkt mit, wie schlecht es der arabischen Bevölkerung Algeriens geht. Es ist spannend und sehr schön, aber ich hatte mir etwas völlig anderes erwartet. Wenn Sie Assia Djebar „Nirgendwo im Haus meines Vaters“ gerne gelesen haben, dann ist dieses Buch das richtige für Sie.

„Grossartig“

Petra Kraus, Thalia-Buchhandlung Emden

Ein grossartiger Roman über die Geschichte Algeriens.Erzählt wird die Geschichte Heranwachsender, eines multikulturellen Landes und ausserdem einer grossen Liebe.Es ist die Geschichte von Freundschaft und Versprechen, wie das Leben der vier unterschiedlichen Freunde beeinflusst und unter harte Zerreißproben gestellt wird.
Ein sehr beeindruckender Roman, der die Geschichte dieses Landes mit einer wunderschönen Sprache lebendig erzählt.


Ein grossartiger Roman über die Geschichte Algeriens.Erzählt wird die Geschichte Heranwachsender, eines multikulturellen Landes und ausserdem einer grossen Liebe.Es ist die Geschichte von Freundschaft und Versprechen, wie das Leben der vier unterschiedlichen Freunde beeinflusst und unter harte Zerreißproben gestellt wird.
Ein sehr beeindruckender Roman, der die Geschichte dieses Landes mit einer wunderschönen Sprache lebendig erzählt.


„Ich habe die Nacht zum Tag gemacht“

Andrea Windsch, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Nach 50 Jahre trifft Jonas noch einmal die Freunde aus seinen Kindertagen und seiner Jugendzeit. In der ich Form geschrieben beschreibt er sein Leben und die bewegte Geschichte seiner Heimat Algerien.

Mit dem arabischen Namen Younes wächst er die ersten Jahre zwar in Armut aber auf heimischen Boden auf. Durch ein Feuer das die gesamte Ernte vernichtet müssen sie die Heimat entgültig verlassen. Die Familie zieht nach Oran, eine Stadt die in den 30iger Jahren gespalten ist in heruntergekommene Armenviertel der Araber und prächtigen Villen und Stadthäuser der Europäer. Nach langem inneren Kampf gibt Issa, der Vater von Younes, seinen Sohn in die Obhut seines Bruders Mahi der als Apotheker mit einer Christin verheiratet in Oran lebt. Beide nehmen den Jungen wie ihr eigenes Kind auf, überschütten ihn mit ihrer Liebe und er gewöhnt sich schnell an dieses komfortabele Leben. Als die Familie aus politischen Gründen nach Rio Salado zieht findet Younes auch hier neue Freunde und lernt seine große Liebe Emilie kennen.

Khadra hat hiermit einen leidenschaftlichen und einfühlsamen Roman geschrieben. Für mich eine Entdeckung da ich noch nichts von ihm gelesen hatte. Durchaus empfehlenswert!
Nach 50 Jahre trifft Jonas noch einmal die Freunde aus seinen Kindertagen und seiner Jugendzeit. In der ich Form geschrieben beschreibt er sein Leben und die bewegte Geschichte seiner Heimat Algerien.

Mit dem arabischen Namen Younes wächst er die ersten Jahre zwar in Armut aber auf heimischen Boden auf. Durch ein Feuer das die gesamte Ernte vernichtet müssen sie die Heimat entgültig verlassen. Die Familie zieht nach Oran, eine Stadt die in den 30iger Jahren gespalten ist in heruntergekommene Armenviertel der Araber und prächtigen Villen und Stadthäuser der Europäer. Nach langem inneren Kampf gibt Issa, der Vater von Younes, seinen Sohn in die Obhut seines Bruders Mahi der als Apotheker mit einer Christin verheiratet in Oran lebt. Beide nehmen den Jungen wie ihr eigenes Kind auf, überschütten ihn mit ihrer Liebe und er gewöhnt sich schnell an dieses komfortabele Leben. Als die Familie aus politischen Gründen nach Rio Salado zieht findet Younes auch hier neue Freunde und lernt seine große Liebe Emilie kennen.

Khadra hat hiermit einen leidenschaftlichen und einfühlsamen Roman geschrieben. Für mich eine Entdeckung da ich noch nichts von ihm gelesen hatte. Durchaus empfehlenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
19
11
0
1
1

von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Dramtische Auseinandersetzung mit dem Theme Orient+Okzident. Eine intensive Geschichte die zum Nachdenken anregt.

von I. Schneider aus Mannheim am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein starkes Buch über Liebe, Freundschaft und Heimat. Die Geschichte des Jungen Younes, dessen Leben ganz anders verläuft, als es sollte. Sehr berührend.

Die Schuld des Tages an die Nacht
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 20.01.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein alter Mann blickt auf sein Leben zurück. Es beginnt um 1930 in Algerien. Als achtjähriger Junge erlebt er, wie sein Vater trotz unerschöpflicher Arbeitsleistung sein Land verliert. Mit nur wenigen Habseligkeiten machen sich seine Eltern, seine jüngere Schwester und Younes auf den Weg nach Omar, einer großen Stadt... Ein alter Mann blickt auf sein Leben zurück. Es beginnt um 1930 in Algerien. Als achtjähriger Junge erlebt er, wie sein Vater trotz unerschöpflicher Arbeitsleistung sein Land verliert. Mit nur wenigen Habseligkeiten machen sich seine Eltern, seine jüngere Schwester und Younes auf den Weg nach Omar, einer großen Stadt in Algerien, in der sie hoffen, eine bessere Zukunft zu haben. Aber auch dort ist Elend und Not. Younes Vater hat dort einen Bruder, einen angesehenen Apotheker, doch er ist zu stolz, ihn um Hilfe zu bitten. Er versucht es allein, scheitert aber kläglich. Als er keine Zukunft für seine Familie sieht, überwindet er sich um gibt Younes in die Obhut seines Bruders. Dort wird aus dem armen algerischen Younes ein im europäischen Teil der Stadt lebender Jonas. Von seinen neuen Eltern wird er geliebt und gefördert. Die Idylle wird getrübt durch die politischen Veränderungen Algeriens, sie streben nach Unabhängigkeit. Auch Jonas Onkel ist darin verwickelt und sie verlassen überstürzt Omar. Ein neues Leben beginnt in dem dörflicheren Rio Salado. Da Jonas das Landleben kennt, gefällt es ihm dort und er findet Freunde. Bald übernimmt er die Apotheke seines Onkels. Emilia, die sich bereits als Kind in Jonas verliebt hat, versucht ihn für sich zu gewinnen. Der Unabhängigkeitskrieg macht auch in Rio Salado nicht halt und verändert das Leben der Bewohner. Diese Lebensgeschichte berührt. Es beschreibt die Entwicklung eines Menschen von der Jugend bis zum Alter, alle Freuden und Leiden und eine tragische Liebe sind enthalten. Auch die Entwicklung eines Landes zur Unabhängigkeit, die Leiden und Unterdrückungen, die Armut vieler und der Reichtum einiger - meist europäischer Bewohner - spiegeln sich wieder. Krankheit, Vergewaltigung, Tod sind in der armen Bevölkerungsschicht allgegenwärtig. Yasmina Khadra hat einen wortgewandten, sprachgewaltigen Schreibstil, sehr poetisch und doch kraftvoll. Es ist eine mitreißende Beschreibung des Lebens, eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.