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»Mein Körper gehört mir … und ich kann mit ihm machen, was ich will!«

Dissoziation und Inszenierungen des Körpers psychoanalytisch betrachtet

Mathias Hirsch

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Beschreibung

Das Interesse an der psychoanalytischen Bedeutung des Körpers hält unvermindert an, und zwar sowohl im großen gesellschaftlichen Rahmen – man denke an Fitness und Schönheitschirurgie – als auch im pathologischen Sinne: Selbstbeschädigung und Essstörungen sind die modernen Krankheitsbilder der Adoleszenz. Diese Störungen haben hauptsächlich den Zweck, wenigstens den Körper beherrschen zu können, wenn man sonst machtlos ist, und einen (Körper-)Teil zu opfern, um das Ganze zu retten. Zur Identitätssicherung haben die Menschen schon immer ihren Körper verändert und manipuliert, als würde er zwar zum Selbst gehören, gleichzeitig aber wie ein Objekt, wie ein äußeres Stück Natur behandelt und malträtiert werden können. Mathias Hirsch veranschaulicht die oft komplizierten psychischen Verhältnisse durch viele Praxisbeispiele des teilweise skurrilen zeitgenössischen Umgangs mit dem Körper.

»Das Buch ist anschaulich und lebendig geschrieben und gehört in die Hand nicht nur jedes Psychotherapeuten und Psychiaters, sondern auch jedes Arztes, der in der täglichen Praxis mit den Krankheitsangeboten seiner Patienten konfrontiert ist.«
Alf Gerlach im Deutschen Ärzteblatt, März 2011

»Insgesamt hat Hirsch ein sehr anregendes und lesenswertes Buch geschrieben und damit die Psychoanalyse des Körpers im seelischen Konflikt um einige Aspekte erweitert und weitergeführt.«
Jürgen Grieser in Psyche 4/2012

»Die lange klinische Erfahrung des Autors und seine reiche Kenntnis psychoanalytischer und belletristischer Literatur bereichern das Buch und machen es zu einer sehr abwechslungsreichen, interessanten Lektüre. Für Therapeuten, Ärzte, Psychoanalytiker, die sich mit Patienten beschäftigen, bei denen der Körper ein Ort von Dissoziation und Inszenierungen ist und damit die Bühne für schwerwiegende Erkrankungen darstellt, ist das Buch eine große Bereicherung.«
Dr. med. Annegret Eckhardt-Henn in Nervenheilkunde, März 2012

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Angela Mauss-Hanke
Seitenzahl 360
Erscheinungsdatum 01.06.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8379-2091-8
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
Verlag Psychosozial
Maße (L/B/H) 21,3/14,9/3 cm
Gewicht 500 g

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    Vorwort

    Körperdissoziation
    Die Funktionen des abgespaltenen Körpers
    Der Körper tritt an die Stelle des Opfers destruktiver Gewalt – Der Körper als Container
    Der Körper als Mutter-Ersatz
    Die Verwendung des Körpers zur Abgrenzung
    Körperdissoziation in der traumatisierenden Situation (peritraumatisch)
    Zweizeitige Abwehr: Dissoziation als Abwehr des Trauma-Äquivalents – Körper-Abspaltung als Abwehr des Dissoziationszustands
    Ein Teil wird geopfert, um das Ganze zu retten
    Die Differenzierung des Selbst, des Körper-Selbst und der äußeren Objekte in der frühkindlichen Entwicklung
    Autistisch-berührender Modus
    »Protopsyche«
    Selbst-Objekt-Differenzierung
    Die Wurzeln des Mentalen im Körper
    Erste Symbolisierung im Containment
    Mutter-Ambivalenz
    Das »Doppelte« der Mütter
    Haare
    Das tote Brügge
    Allerleirau
    Rapunzel
    Pelleas und Mélisande
    Haar, Sexualität und Macht
    Anklammerungstrieb
    Henriette Weißweiler
    Perionychomanie
    Die weibliche Brust
    »Der nackte Busen«
    Psychosomatik
    Der kranke Körper »handelt« im »Dienste der Mutter«
    Triangulierungsfunktion des Körpers
    Die Objektersatzfunktion des kranken Körpers
    Die Abgrenzungsfunktion des kranken Körpers
    Warum gerade diese Erkrankung?
    Ekzem
    Asthma
    Sexuelle Funktionsstörung

    Körperinszenierungen
    Der Körperalltag
    Körpersprache
    Körper und Identität
    Initiationsriten
    Beschneidung
    Genitalverstümmelung
    Schmerz
    Tätowierung und Piercing
    »Schönheitschirurgie«
    Intimchirurgie
    Rituale der Nahrungsaufnahme

    Selbstbeschädigung
    Johanna
    »Ein sauberer Schnitt«
    »Vater-Trauma«
    Antje Ingerfeld
    Jolande Katzenstein
    Body Integrity Identity Disorder (BIID)

    Essstörungen
    Fettsucht 186
    Anorexie und Bulimie
    Paula Hettchen
    Adoleszenz
    Familiendynamik
    Mutter-Tochter-Beziehung
    Frau Dachs
    Latent inzestuöse Vaterbeziehung
    Weiter Frau Dachs
    Natalie
    Bulimie
    Kotzen
    Das Symptom als Bild für die Borderline-Beziehung
    »Bulimie ohne Bulimie«
    Nahrung, Mutter, Körper

    Hypochondrie und Dysmorphophobie
    Dissoziation
    Projektion des traumatischen Introjekts
    Auslösesituation
    Arretierung des Autonomie-Abhängigkeits-Konflikts
    Yvonne Wildgruber: Aids-Hypochondrie
    Hans Holzbauer: Aids-Hypochondrie
    Warum ist der Körper Ziel der Projektion? – Spezifisches Verhalten der Mütter
    »Hypochondrie-by-proxy«
    Dr. Johnson
    Martha
    Dysmorphophobie
    Benigna Niemann

    Ein »unerwünschter Kinderwunsch« – Gedanken zur Funktion von Kinderwunsch, Schwangerschaftsphantasien und Schwangerschaft
    Schwangerschaft in der Adoleszenz
    Die junge Mutter bringt das Kind den Eltern
    Frau Ingram
    Sabine Arbeiter
    Anita Odenwald
    »Ich möchte ein Kind bekommen« – Schwangerschaft als Identitätsersatz
    Nastassja Röhl: Vaterlosigkeit
    Nicole
    Frau Angerer
    Schwangerschaft und Geburt als Identitätsbedrohung
    Kinderwunsch

    Schlussbemerkung

    Literatur