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«Die Welt durch sich hindurch lassen»

Hubert Fichtes Werk als Medium ästhetischer Erkenntnis. Unter besonderer Berücksichtigung seiner literaturgeschichtlichen Kontexte

Die literaturgeschichtliche Kontextualisierung von Hubert Fichtes Werk macht die einzelnen Entwicklungsschritte sichtbar, mit denen sich Fichtes Konzept der poetischen Anthropologie herausgebildet hat. Fichtes fragmentarisches, schwer überschaubares Werk kann auf diese Weise strukturiert werden. Direkte Textvergleiche machen deutlich, wie sehr der Autor vom Nouveau Roman und Alain Robbe-Grillet beeinflusst war, zeigen aber auch klar die Grenzen dieser Nähe. Fichtes Hinwendung zur Dokumentarliteratur, Berührungspunkte zu Peter Weiss und Blaise Cendrars, die Erweiterung der formalen Mittel um das Interview und die Montage werden untersucht. Aus dieser Disposition heraus entwickelt sich Fichtes Erforschung des afrobrasilianischen Synkretismus, die ihn zu entscheidenden sprachkritischen Überlegungen führt und Aspekte der writing culture-Debatte vorwegnimmt. Schließlich zeigt ein direkter Vergleich von Fichtes Geschichte der Empfindlichkeit mit Giacomo Casanovas Geschichte meines Lebens unvermutete literaturgeschichtliche Korrespondenzen. Hubert Fichte - der Casanova des 20. Jahrhunderts?
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 216
Erscheinungsdatum 27.04.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-631-59235-9
Verlag Lang
Maße (L/B/H) 21,6/15,1/2 cm
Gewicht 480 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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