Das Schloss

Roman

Franz Kafka

(20)
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Beschreibung

An einem Winterabend gelangt der vermeintliche Landvermesser K. in das verschneite Dorf, vergeblich versucht er sich Zugang zum dortigen Schloss zu verschaffen. Im Herrenhof, dem Treffpunkt der Schlossbeamten, lernt er die Kellnerin Frieda, Geliebte des hohen Beamten Klamm, kennen. Die beiden beginnen ein Liebesverhältnis und schmieden Heiratspläne. Als K. eine Stelle als Schuldiener zugeteilt wird, zieht das Paar ins Schulgebäude. Erfolglos versucht K. eine Unterredung mit Klamm herbeizuführen, dieser fordert Frieda schließlich zurück. Bei der Familie des Schlossboten Barnabas kann K. Näheres über das rätselhafte Schloss und seine Beamtenschaft in Erfahrung bringen …

Franz Kafka, geb. am 3.7.1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901-06 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura. Nach der Promotion zum Dr. jur. absolvierte er eine einjährige 'Rechtspraxis', trat dann 1907 in die 'Assicurazioni Generali' ein und ging 1908 als Jurist zur 'Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt', wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er einige Jahre später, am 3. Juni 1924, starb.§Franz Kafka, der notorisch einsame und unverstandene Einzelgänger, hat wie kein zweiter die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. In einzigartiger - kafkaesker - Weise thematisierte er die vielfältigen Ängste des Menschen: mit einer Sprache, die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und die stets im unüberwindlichen Gegensatz zur thematischen Undurchschaubarkeit steht.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Sandra Schött
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.01.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87291-225-1
Verlag Hamburger Lesehefte
Maße (L/B/H) 19,8/12,9/2 cm
Gewicht 231 g

Buchhändler-Empfehlungen

Seiner Zeit voraus

Tim Schmidt, Thalia-Buchhandlung Berlin

Kafka zu lesen ist eine unvergleichliche und teils bizarre Erfahrung, die man zumindest einmal probiert haben sollte. Eine sehr schöne, in Leinen gebundene Ausgabe der gesammelten Werke von Franz Kafka. Sie umfasst sämtliche Erzählungen und Romane, komplettiert mit 1008 Seiten. Durch die goldene Schmuckprägung ist diese Auflage vom Anaconda Verlag auch optisch eine günstige Bereicherung. Und das zu einem phänomenalen Preis von unter 10 ! (Der Anaconda Verlag bietet auch viele weitere Klassiker in schönen Einbänden und für niedrige Preise an. Ein Schlaraffenland für bibliophile Sammler mit kleinem Budget.)

Für alle Kafka-Liebhaber und solche die es werden wollen!

L. Salander, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Obwohl ich Kafka erstmals für die Schule lesen musste und mich fragte, was soll der Käse mit dem Mann der sich einfach so in einen Käfer verwandelt!? Beim näheren nachdenken und besprechen sowie weiterem lesen der Kafka Werke, hat er es mir angetan. Aber um ihn wirklich zu verstehen muss man seine Biographie kennen und auch seinen "Brief an den Vater" gelesen haben. Mit diesem Sammelband ist es möglich in Kafkas Welt einzutauchen. In seine Melancholie, Absurdität und Düsterheit. Kafka ist ein Autor der es verdient hat, dass man sich für ihn Zeit nimmt. Wenn man anfängt seine Symbolik zu verstehen wird er einen nicht mehr loslassen. Kafka I <3 u!

Kundenbewertungen

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" Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt "
von Jérôme aus Bad Eilsen am 25.02.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor d... Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor der Welt, er befürchtet während des gesellschaftlichen Umgangs in Strukturen zu verfallen aus denen er nicht mehr hinauskommen würde. In seinem Schlossroman überquert der Landvermesser nun stellvertretend diese Brücke und erblickt eine neue Welt voller geheimnisvoller Sinnstrukturen. Sein ursprüngliches Ziel als Landvermesser im Dorf zu arbeiten scheitert an bürokratischen Fehlern die schon lange zurückzuliegen scheinen. Nach und nach kristallisiert sich für K. die Gewissheit heraus, dass ein ominöses Schloss das Dorfleben beherrscht . Da K. von den Dorfbewohnern die Wahrheit des Schlosses nicht erfährt und man sich ihm gegenüber im Dorf so abwesend verhält, wendet er sich an die höchste Instanz um eine Wahrheit zu erfahren die seinen Aufenthalt legitimieren würde. Der Landvermesser möchte dazugehören und das Spiel der Gesellschaft unten im Dorf verstehen , doch der Weg in das Schloß offenbart sich als schier unmöglich . Anstatt zu arbeiten uns sich seinen Platz zu erobern, sucht er unnachgiebig eine explizite Wahrheit. Eine Suche die ihn vom eigentlichen Lebensprozess immer weiter entfernt. Mit diesem Bestreben lässt er auch die Dorfbewohner unruhig werden, die aufgeweckt durch den Eindringling das Geheimnis ihrer Lebenskraft offenbaren sollen. Das Schloss scheint eine ungeheure Macht auszustrahlen und dem Landvermesser gelingt es nicht zu erkennen, dass es sich von der Macht nähert die man ihm zuweist. Im Schloss findet man also nur die Wahrheit, die man selber in sie hineingelegt hat. Der Roman endet genau an der Stelle, an der dem Protagonisten eine endgültige Eingliederung in das ominöse Dorf bevorstünde. Eine Integration die der Autor Zeit seines Lebens nie wirklich verstanden hat umzusetzen. Möglicherweise stellte Kafka resignierend fest, dass sein befreiendes Schreiben von der Gesellschaft letztendlich doch wieder in jene Strukturen mündet und ließ den Roman unvollendet . Die anfängliche Distanz vom Dorfleben führte ihn Schritt für Schritt in jenes Reich, von welchem er doch eigentlich flüchten wollte. Sein Roman ließt sich am besten wenn man sich als Leser zwischen den Zeilen versteckt und von den endlos langen Dialogen hofft nicht überwältigt zu werden. Nach dem Lesen des Buches stellt sich dem ein oder anderen Leser vielleicht selber die Frage, ob er sich nicht ebenfalls auf der Suche nach einem geheimen Schloss befindet von dem er sich seine Wahrheit verspricht. Eine Wahrheit kann allerdings nicht gefunden werden, sie ist nicht geworden sondern nur durch den eigenen Lebensprozess nach und nach werdend .

Ausgezeichnet
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 21.08.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Bin selbst überrascht, wieviel Seiten (ich weiß, ist dämlich bei einem E-book) hier zusammengekommen sind. Ich vertraue mal darauf, dass hier wirklich alle Werke von Kafka zusammen sind. Daumen hoch, der Herr!

F E T T
von CB am 07.08.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Gewichtigste Sprachsubstanz der Deutschen. Unerreicht, traurig und doch so wahr. Zu jung gestorben, aber dafür ein überschaubares Werk hinterlassend. Lest nach, was man schon vor 100 Jahren mit der Sprache machen konnte. Alles zusammen für 99 Cent, ein Narr wer da nicht zuschlägt und sei es auch nur, um es digital verstauben... Gewichtigste Sprachsubstanz der Deutschen. Unerreicht, traurig und doch so wahr. Zu jung gestorben, aber dafür ein überschaubares Werk hinterlassend. Lest nach, was man schon vor 100 Jahren mit der Sprache machen konnte. Alles zusammen für 99 Cent, ein Narr wer da nicht zuschlägt und sei es auch nur, um es digital verstauben zu sehen...


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