Warenkorb
 

Das Lager - Wir gingen durch die Hölle

Winter 1946, Max und Klaus erleiden das Schicksal vieler deutscher Soldaten, sie werden in einem russischen Kriegsgefangenenlager interniert. Abgemagert und müde vom Krieg und Gefangenschaft hegen sie nur noch einen Wunsch, zurückzukehren zur Familie. Die brutale Kälte und die unmenschlichen Wärterinnen machen das Lagerleben zur eisigen Hölle. Nur die Lagerärztin Natalya behandelt die Deutschen wie Menschen und fühlt sich zu Max hingezogen. Als der russische Offizier Pavlov den Auftrag erteilt, die SS-Kriegsverbrecher unter den Gefangenen ausfindig zu machen, beginnt ein perfides Spiel um Liebe und Verrat ...
RezensionBild
Die Bildqualität des Filmes (2,35.1; 1080p/24) ist überaus gut und hat nur kleinere Schwächen. Die Schärfe ist überwiegend sehr gut und bietet ein klares und detailreiches Bild. Nur bei schnellen Bewegungen knickt die Schärfe oft ein. Auch die Kanten sehen hier und da ein wenig verbesserungsfähig aus. Der Kontrast wie die Farben wurden bearbeitet, um dem Film seinen Look zu geben. Dabei ist der Kontrast ein wenig steil, was zu leichten Überstrahlungen bei hellen Flächen führt. In den Nachtszenen kommt es bei dunklen Flächen zum gelegentlichen Verschlucken von Details. Das ist ebenso gewollt wie die kraftlose Farbpalette, denn die Farben wurden entsättigt und sehen entsprechend blass und ausgewaschen aus. Das dezente Rauschen kann man vernachlässigen, stammt es doch vorwiegend von der Körnung des Filmmaterials. Die Kompression arbeitet hervorragend und bleibt deshalb auch unauffällig. Das Bild ist auch frei von Artefakten jeglicher Art.
RezensionTon
Deutsch: DTS-HD Master Audio 7.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 7.1

Der Ton ist aufgrund der Natur des Filmes sehr zurückhaltend. Dieser ist sehr dialogorientiert und deshalb vorwiegend frontlastig ausgefallen. Die hinteren Lautsprecher werden aber durchaus in Anspruch genommen. Es gibt viel Musik und diverse Umgebungsgeräusche, die für ein solides räumliches Klanggefühl sorgen. Es gibt optionale deutsche Untertitel.
RezensionBonus
Es gibt keinerlei Extras.

Zum Vergleich: Die UK-DVD beinhaltet wenigstens ein Making of.
Portrait
Daniel Brühl, geboren 1978 in Barcelona und in Köln aufgewachsen, begann seine Karriere in der Unterhaltungsbranche mit acht Jahren als Hörspielsprecher beim WDR. Inzwischen ist er vielfach ausgezeichneter Schauspieler.
Zitat
DAS LAGER bzw. IN TRANZIT (Originaltitel, UK, Russland, 2006) ist einer jener Filme, die sich mit dem Vermerk schmücken: „Beruht auf wahren Begebenheiten.“ Doch was nach all den Dramatisierungen und Fiktionalisierungen davon übrig geblieben ist, lässt sich schwerlich sagen.

So wie der Film daherkommt, fehlt ihm eine große Portion Glaubwürdigkeit, denn gegen jede historische Wahrscheinlichkeit lassen sich Leningrader Witwen mit deutschen Soldaten ein, die zuvor noch ihre Männer und Söhne erschossen haben und die Stadt belagert haben, in der Tausende umkamen. Und da es auch kein Bonusmaterial gibt, in dem man sich davon überzeugen könnte, was und was nicht korrekt ist, bleibt der unangenehme Zweifel. Es scheint, als ob man doch lieber auf eine überdramatisierte und fiktionalisierte Handlung setzte, dessen Ende stark konstruiert wurde.

Regisseur Tom Roberts, vorher eher auf Dokumentarfilme abonniert, setzt auch hier auf einen semi-dokumentarischen Ansatz mit entsprechendem Look. Dabei wurde der Film leider ein wenig zu distanziert, was zu Schwierigkeiten mit der Identifizierung führt. Der Film bleibt nämlich letztendlich kalt und es entsteht keine Empathie für irgendjemanden. Dadurch wird er nicht so dramatisch und gefühlvoll, wie es die Geschichte eigentlich verlangt. Auch die Spannung leidet, da der Film zu viel will. Es gibt diverse Nebenhandlungen und Figuren, doch nie konzentrieren sich der Film und seine Handlung auf einen Schwerpunkt, dem man uneingeschränkt folgt. Es gibt aber darüber hinaus mindestens einen logischen Schwachpunkt in der ganzen Grundstory und das ist die Sache mit den Blutgruppen-Tattoos der SS-Mitglieder, ein Fakt, der dem NKWD wohlweislich bekannt war. Wenn man dem historisch akkurat folgte, würde ein Großteil der Story in sich zusammenfallen.

Handwerklich ist der Rest durchaus gut anzusehen: Die Bildgestaltung oder das Setdesign, aber es ist schade um die guten und namhaften Schauspieler, die zwar wie immer nett anzusehen sind, aber unterfordert bleiben. Vera Farmiga und John Malkovich sind regelrecht verschwendet und auch die beiden deutschen Darsteller Thomas Kretschmann und Daniel Brühl sind glatt verschenkt.

DAS LAGER bietet eigentlich eine spannende und interessante Story, der man sich mit Ambitionen genähert hat, doch bei der man an der allzu konventionellen Umsetzung gescheitert ist. Dabei kam nur ein mittelmäßiges Ergebnis heraus, was den Film letztendlich belanglos und schnell vergessen macht.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 03.12.2010
Regisseur Tom Roberts
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 4041658294515
Genre Drama/Kriegsfilm
Studio Tiberius Film GmbH
Originaltitel In Tranzit
Spieldauer 113 Minuten
Bildformat HD (1080p), Widescreen (2,35:1)
Tonformat Deutsch: DTS HD 7.1, Englisch: DTS HD 7.1
Produktionsjahr 2008
Film (Blu-ray)
Film (Blu-ray)
14,99
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Lieferbar in 2 - 3 Tage, Buch dabei - versandkostenfrei
Lieferbar in 2 - 3 Tage
Buch dabei - versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Es wurden noch keine Bewertungen geschrieben.