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Epistemologische Fiktionen

Zur Interferenz von Literatur und Wissenschaft seit der Aufklärung

linguae & litterae Band 2

Thomas Klinkert

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Beschreibung

Vor dem Hintergrund der im 18. Jahrhundert erstmals manifest werdenden funktionalen Ausdifferenzierung der modernen Gesellschaft wird das Verhältnis zwischen Literatur und Wissenschaft an Beispielen aus dem französischen (Diderot, Rousseau, Balzac, Flaubert, Zola, Proust, Houellebecq), deutschsprachigen (Goethe, Freud, Musil), italienischen (Vico, Manzoni, Pirandello, Svevo, Calvino, Del Giudice) und spanischsprachigen Bereich (Pío Baroja, Borges, Cortázar, Volpi) untersucht. Dabei zeigt sich, dass es trotz der zunehmenden Trennung der Bereiche (die C. P. Snow auf die Formel der ‚zwei Kulturen‘ gebracht hat) immer wieder zu poetologisch und epistemologisch aufschlussreichen Interferenzen von Literatur und Wissenschaft kommt. Während im 18. Jahrhundert literarische Texte noch einen Platz in der offiziellen Wissensordnung hatten, wächst im 19. Jahrhundert das Bewusstsein für die grundlegende Differenz der Bereiche. Aufgrund der Dominanz der Naturwissenschaften und des Positivismus versuchen literarische Texte seit Balzac sich durch die poetologische Funktionalisierung (natur-)wissenschaftlicher Modelle zu legitimieren. Im 20. Jahrhundert werden in der teilweise skeptischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Modellen die Grenzen der Literatur ausgelotet.

Thomas Klinkert, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 375
Erscheinungsdatum 15.10.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-11-022915-8
Verlag De Gruyter
Maße (L/B/H) 23,9/16,7/2,5 cm
Gewicht 682 g
Abbildungen 2 b/w Illustrationen
Auflage 1

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