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Das Kaninchenhaus

Roman

(10)
Mit sieben Jahren ist es schwer zu verstehen, warum der Vater im Gefängnis sitzt und die Mutter im Haus heimlich Flugblätter druckt. Aber Laura versteht. Auch, als sie nicht mehr in die Schule gehen soll, wegen der unangenehmen Fragen dort. Auch, als sie im Kofferraum eines Wagens zu ihren Großeltern gefahren wird. Und sie weiß, wie man auf der Straße Verfolger erkennt und warum sie unter falschem Namen lebt.

Es sind die Jahre der Militärdiktatur in Argentinien. Die Montoneros, eine bewaffnete Widerstandsbewegung, der Lauras Eltern angehören, haben in dem heruntergekommenen Haus am Rande von La Plata eine geheime Druckerpresse eingerichtet. Nach außen rechtfertigt eine Kaninchenzucht die politischen Umtriebe der Bewegung. Ebenso beschützend wie bedrohlich, wird das Kaninchenhaus zum Unterschlupf für das jäh der Normalität entrissene Kind, das mit banger Faszination die Welt der Erwachsenen betritt. Aus der berührenden Sicht eines siebenjährigen Mädchens erzählt die argentinische Autorin Laura Alcoba von einer Kindheit, die zugleich Schrecken und Zauber birgt.
Portrait

Laura Alcoba wurde 1968 in La Plata, Argentinien, geboren. Mit zehn Jahren flüchtete sie mit ihrer Mutter nach Paris, wo sie heute als Universitätsdozentin arbeitet. Das Kaninchenhaus ist ihr erstes Buch, es wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 118 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.11.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783458730200
Verlag Insel Verlag
Dateigröße 1113 KB
Übersetzer Angelica Ammar
eBook
6,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Beeindruckend“

Marion Preißler, Thalia-Buchhandlung Pirna

Was versteht ein 7-jähriges Mädchen von Militärdiktatur, wenn es sie nicht am eigenen Leib ertragen müßte. In Argentinien 1968 geboren, der Vater inhaftiert und die Mutter im Widerstand organisiert. Ständige Angst entdeckt zu werden, unregelmäßige Schulbesuche, keine Freundschaften mit Gleichaltrigen. Als letzter Ausweg bleibt die Flucht von Mutter und Tochter 1979 in`s Exil nach Paris.
Alles, was eine Kindheit lebens- und liebenswert macht, bleibt Laura vorenthalten. Laura Alcoba zeigt das Menschliche in der Zeit von Angst und Entbehrung.
Was versteht ein 7-jähriges Mädchen von Militärdiktatur, wenn es sie nicht am eigenen Leib ertragen müßte. In Argentinien 1968 geboren, der Vater inhaftiert und die Mutter im Widerstand organisiert. Ständige Angst entdeckt zu werden, unregelmäßige Schulbesuche, keine Freundschaften mit Gleichaltrigen. Als letzter Ausweg bleibt die Flucht von Mutter und Tochter 1979 in`s Exil nach Paris.
Alles, was eine Kindheit lebens- und liebenswert macht, bleibt Laura vorenthalten. Laura Alcoba zeigt das Menschliche in der Zeit von Angst und Entbehrung.

„Als Kind in einer politischen Bewegung“

Sabrina Hermes, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Lauras Kindheit liegt in der Zeit der Militärdiktatur in Argentinien. Ihre Eltern gehören den Montoneros an, einer bewaffneten Widerstandsbewegung, die sich gegen die Obrigkeit wehren möchte und deren Leben daher stets einer großen Gefahr ausgesetzt ist.

Interessant geschrieben beschreibt die mittlerweile erwachsene Laura von einer Kindheit voller Vorsicht. In der man sich vor Verfolgern auf der Straße schützen muss, versteckt unter Decken in der Gegend herumgefahren wird und in der jeder Kontakt zur Außenwelt unter die Lupe genommen wird. Alles muss getan werden, um nicht aufzufliegen.

Ein spannendes Buch aus der Sichtweise eines Kindes über argentinische Geschichte.

Lauras Kindheit liegt in der Zeit der Militärdiktatur in Argentinien. Ihre Eltern gehören den Montoneros an, einer bewaffneten Widerstandsbewegung, die sich gegen die Obrigkeit wehren möchte und deren Leben daher stets einer großen Gefahr ausgesetzt ist.

Interessant geschrieben beschreibt die mittlerweile erwachsene Laura von einer Kindheit voller Vorsicht. In der man sich vor Verfolgern auf der Straße schützen muss, versteckt unter Decken in der Gegend herumgefahren wird und in der jeder Kontakt zur Außenwelt unter die Lupe genommen wird. Alles muss getan werden, um nicht aufzufliegen.

Ein spannendes Buch aus der Sichtweise eines Kindes über argentinische Geschichte.

„Leise und berührend“

Silvia Gonther, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Ein siebenjähriges Mädchen in den Siebzigern in Argentinien. Die Eltern gehören einer Untergrundbewegung an. Laura lernt schnell zu schweigen und ihren Nachnamen und alles andere zu vergessen. Sie hat keine Freunde und lebt in der Welt der Erwachsenen…
Dieses Buch ist die berührende Geschichte der Autorin. Sie muss ihren Hund bei den Großeltern lassen, ihr Vater ist im Gefängnis. Sie schwärmt für einen Ingenieur der ein Versteck für die Organisation baut. Um ihm zu gefallen lässt sie beinah die Organisation auffliegen. Die Mutter flieht und Laura folgt ihr später. Gerade zum richtigen Zeitpunkt…Ein tolles Buch in einer eindringlichen Sprache.
Ein siebenjähriges Mädchen in den Siebzigern in Argentinien. Die Eltern gehören einer Untergrundbewegung an. Laura lernt schnell zu schweigen und ihren Nachnamen und alles andere zu vergessen. Sie hat keine Freunde und lebt in der Welt der Erwachsenen…
Dieses Buch ist die berührende Geschichte der Autorin. Sie muss ihren Hund bei den Großeltern lassen, ihr Vater ist im Gefängnis. Sie schwärmt für einen Ingenieur der ein Versteck für die Organisation baut. Um ihm zu gefallen lässt sie beinah die Organisation auffliegen. Die Mutter flieht und Laura folgt ihr später. Gerade zum richtigen Zeitpunkt…Ein tolles Buch in einer eindringlichen Sprache.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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4
0
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0

berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Laura ist 7 Jahre alt. In Argentinien geben die Militärmächte den Ton an. Laura lebt mit ihrer Mutter im Untergrund, ihr Vater ist im Gefängnis. Laura lernt vorsichtig zu sein, unauffällig, namenlos und still und Laura lernt verstehen, woran man Verfolger auf der Straße erkennt..... ........auf dem Weg bleiben wir immer... Laura ist 7 Jahre alt. In Argentinien geben die Militärmächte den Ton an. Laura lebt mit ihrer Mutter im Untergrund, ihr Vater ist im Gefängnis. Laura lernt vorsichtig zu sein, unauffällig, namenlos und still und Laura lernt verstehen, woran man Verfolger auf der Straße erkennt..... ........auf dem Weg bleiben wir immer wieder stehen, um uns zu vergewissern, daß uns auch niemand folgt. Man gewöhnt sich daran. Oft bin ich es , die sich umschaut. Es fällt nicht so auf, wenn ein Kind stehenbleibt und sich umdreht...........

Ergreifend
von Andrea Baumgartner aus Krems am 22.01.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die argentinische Autorin erzählt die berührende Geschichte ihrer Kindheit. Während ihr Vater im Gefängnis sitzt, engagiert sich die Mutter als Widerstandskämpferin gegen die Militärdiktatur. Zusammen mit ihrer Mutter und einem anderen Paar, dass sich ebenfalls gegen die Herrschaft des Militärs auflehnt, zieht sie in ein Haus am Stadtrand von... Die argentinische Autorin erzählt die berührende Geschichte ihrer Kindheit. Während ihr Vater im Gefängnis sitzt, engagiert sich die Mutter als Widerstandskämpferin gegen die Militärdiktatur. Zusammen mit ihrer Mutter und einem anderen Paar, dass sich ebenfalls gegen die Herrschaft des Militärs auflehnt, zieht sie in ein Haus am Stadtrand von La Plata. Dort betreiben sie zur Tarnung eine Kaninchenzucht. In Wirklichkeit befindet sich hinter dem sogenannten Kaninchenhaus eine Druckerpresse. Dort riskiert Laura´s Mutter täglich ihr Leben mit der Herstellung einer Zeitung der Montoneros. Als die Lage immer gefährlicher wird, sorgt ihr Grossvater dafür, dass die beiden (Laura und ihre Mutter) ins Ausland flüchten können... Die traurig anmutende Geschichte wird von der Autorin aus der Sichtweise ihrer Kindheit (als damals 7 - jährige ) erzählt .Ein mitreissendes und ergreifendes Schicksal!

Das Kaninchenhaus
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 24.10.2010

Während 1978 die Deutsche Fußball Nationalmannschaft im Vorfeld der WM mit Udo Jürgens launig „Buenos Dias, Argentina“ schmetterte, war das Land von einem jahrelangen Bürgerkrieg der Peronisten gegen die Militärdiktatur zerrüttet. In mitten dieses Krieges wächst Laura als Kind einer Familie auf, die sich dem bewaffneten Widerstand gegen die... Während 1978 die Deutsche Fußball Nationalmannschaft im Vorfeld der WM mit Udo Jürgens launig „Buenos Dias, Argentina“ schmetterte, war das Land von einem jahrelangen Bürgerkrieg der Peronisten gegen die Militärdiktatur zerrüttet. In mitten dieses Krieges wächst Laura als Kind einer Familie auf, die sich dem bewaffneten Widerstand gegen die antidemokratische Diktatur in Argentinien verschrieben hat. Ihr Vater sitzt im Gefängnis ein und ihre Mutter riskiert in der Organisation des Widerstandes täglich ihr eigenes Leben und das Leben von Laura. Laura Alcoba erzählt in ihrem autobiographisch gefärbten Roman „Das Kaninchenhaus“ aus der Perspektive eines Kindes die unheimlich bedrückende Spannung zwischen politischem Auftrag, lebensgefährlicher Bedrohung und der Leichtigkeit kindlicher Naivität. Dieser so gewandt anmutende Text spielgelt auf ganz überzeugende Weise die Grauen und den Terror der argentinischen Militärherrschaft. Ein ganz besonderes Buch.