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Ich und Kaminski

Roman

(10)

Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biographie des Malers Kaminski, der, entdeckt und gefördert einst von Matisse und Picasso, durch eine Pop-Art-Ausstellung, seine dunkle Brille und die Bildunterschrift "Painted by a blind man" weltberühmt wurde.

Inzwischen lebt Kaminski zurückgezogen in den Alpen und ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Soll die Biographie noch rechtzeitig zum Ableben fertig werden, und dieser Termin lässt natürlich größere Aufmerksamkeit erwarten, dann ist Eile geboten. Zöllner, der zunächst mit alten Freunden und Feinden, mit Sammlern und Galeristen gesprochen hat, macht sich zum Objekt seiner Begierde auf den Weg, um exklusive O-Töne zu bekommen. Womit er nicht gerechnet hat: Kaminski ist abgeschirmt durch ein ganzes Heer von Vertrauten, und als es dem Biographen endlich trickreich gelingt, die Bewacher loszuwerden und den Maler auf eine tagelange Reise im Auto mitzunehmen, erkennt er, dass er dem Alten, blind oder auch nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

Daniel Kehlmann hat einen hochironischen Roman geschrieben, in dem die Ereignisse immer neue und überraschende Wendungen nehmen, ein brillant witziges Verwirrspiel um Lebenslügen und Wahrheit, um Manipulation, um Moral und Kunst.

Rezension
»Schon mehrfach hat Kehlmann den Wissenschafts- und Kunstbetrieb maliziös ins Bild gesetzt, doch noch nie hat er sein satirisches Temperament so vom Zügel gelassen wie hier ... Sein mit Abstand komischstes Buch. Und sein abenteuerlichstes ... So ansteckend lustvoll und hinreißend unglaubwürdig strapaziert die trivialen Genres nur, wer sie um Haupteslänge überragt.«
Andreas Nentwich, DIE ZEIT
Portrait

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren. Er lebt in Wien, studierte dort Philosophie und Literaturwissenschaft und arbeitet zur Zeit an seiner Promotion. International bekannt wurde er mit seinem Roman Ich und Kaminski, der 2003 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Kehlmann wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Thomas Mann-Preis der Stadt Lübeck und den Per Olof Enquist-Preis.

Zitat
"Ich empfehle Kehlmann unbedingt. Intelligenz, Beobachtungsgabe und fabelhafte Dialoge!"
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 174 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.11.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783518737309
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 2082 KB
Verkaufsrang 20.401
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Anne Feldhaus, Thalia-Buchhandlung Bremen

Für mich Kehlmanns bester Wurf: ein satirisches Kammerspiel, knapp, klar und hart.
Fazit: toller Roadtrip, unbedingt lesen!
Für mich Kehlmanns bester Wurf: ein satirisches Kammerspiel, knapp, klar und hart.
Fazit: toller Roadtrip, unbedingt lesen!

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Kurzweilig, ironisch, schnell, satirisch, beobachtend, wertend. Der Roman ist witzig und so skurril erzählt, dass man es ruhig in das Regal mit den Lieblingsbüchern aufnehmen kann. Kurzweilig, ironisch, schnell, satirisch, beobachtend, wertend. Der Roman ist witzig und so skurril erzählt, dass man es ruhig in das Regal mit den Lieblingsbüchern aufnehmen kann.

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Absolut gelungene Sartire über den Kunstbetrieb die zum Roadmovie mutiert. Absolut gelungene Sartire über den Kunstbetrieb die zum Roadmovie mutiert.

„Ein satirischer Roman über die Untiefen der Kunstszene“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Der eitle Kunstkritiker Sebastian Zöllner besucht den greisen Maler Manuel Kaminski mit der Absicht, eine Biografie über ihn zu schreiben. Diese will er kurz nach dessen Tod veröffentlichen, um von dem vermutlich für kurze Zeit neu auflebenden Interesse an dem Künstler zu profitieren; Kaminski bedient sich seinerseits des Journalisten, indem er sich von ihm quer durch Deutschland kutschieren läßt.
Die Geschichte dieser beiden Kontrahenten ist erzählerisch raffiniert aufgebaut und voller Komik und Seitenhiebe auf den Kultur- und Medienbetrieb.
"Ich und Kaminski" ist ein großes, teilweise bitterböses Lesevergnügen, das ich mehr genossen habe als "Die Vermessung der Welt" !
Der eitle Kunstkritiker Sebastian Zöllner besucht den greisen Maler Manuel Kaminski mit der Absicht, eine Biografie über ihn zu schreiben. Diese will er kurz nach dessen Tod veröffentlichen, um von dem vermutlich für kurze Zeit neu auflebenden Interesse an dem Künstler zu profitieren; Kaminski bedient sich seinerseits des Journalisten, indem er sich von ihm quer durch Deutschland kutschieren läßt.
Die Geschichte dieser beiden Kontrahenten ist erzählerisch raffiniert aufgebaut und voller Komik und Seitenhiebe auf den Kultur- und Medienbetrieb.
"Ich und Kaminski" ist ein großes, teilweise bitterböses Lesevergnügen, das ich mehr genossen habe als "Die Vermessung der Welt" !

Kundenbewertungen

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Auch beim Wiederlesen macht dieses Buch Vegnügen!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 18.09.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist bereits vor 11 Jahren erschienen. Alle, die es damals gelesen haben waren richtig begeistert davon! Die Verfilmung in diesem Jahr ist eine gute Gelegenheit, dieser vertrackten, ironischen und intelligenten Geschichte zu folgen. Viel Spaß dabei!

Doppelportrait in sprechenden Landschaften
von Anne Baldauf aus Leipzig am 17.07.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wenn Daniel Kehlmann etwas meisterlich beherrscht, dann ist es das Porträtieren seiner eigenen Charaktere auf eine derart ironisch-distanzierte und dennoch empathiefördernde Weise, dass der Leser manchmal aus dem Kopfschütteln kaum herauskommt. Oder aus dem herzlichen Lachen. Diese Fähigkeit erreichte in 'Die Vermessung der Welt' mit den fiktiven Biografien der... Wenn Daniel Kehlmann etwas meisterlich beherrscht, dann ist es das Porträtieren seiner eigenen Charaktere auf eine derart ironisch-distanzierte und dennoch empathiefördernde Weise, dass der Leser manchmal aus dem Kopfschütteln kaum herauskommt. Oder aus dem herzlichen Lachen. Diese Fähigkeit erreichte in 'Die Vermessung der Welt' mit den fiktiven Biografien der historischen Persönlichkeiten Gauß und Humboldt vielleicht ihren Höhepunkt, in "Ich und Kaminksi" zeigt sie sich auf sehr subtile, fast überzeugendere Art. Der Leser lernt den Journalisten und Kritiker Sebastian Zöllner kennen, wie er gerade auf dem Weg in die Alpen ist, um dort einen gealterten Künstler zu interviewen; Zöllner plant eine umfassende Biografie. Schon auf dieser Zugreise kommt man nicht umhin zu bemerken: wir haben es mit einem zimperlichen, selbstverliebten Typen zu tun, der sich als den Mittelpunkt des Universums wähnt. Die Begegnung mit dem Künstler stellt seine wackelige Moral vergeblich auf die Probe, vermittelt ihm aber schließlich so manche Einsicht und am Ende scheint es als ob Zöllner geläutert sei. Oder doch nicht? Ein spannendes, urkomisches und kluges psychologisches Wechselspiel in bedeutungsschwangeren Landschaften. Wirklich lesenswert!

Wunderbar...
von Michaela Schumpich aus Leer (Ostfriesland) am 21.02.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich bekam den Tipp dieses kleine Buch zu lesen und bin selten so überrascht worden. Der so herrlich von sich eingenommene Möchtegern-Kunstkritiker Zöllner möchte über den inzwischen erblindeten Maler Kaminski ein Buch schreiben, denn den nach der Veröffentlichung(natürlich wäre ein baldiges Ableben des Künstlers förderlich) entstehenden Ruhm hätte er... Ich bekam den Tipp dieses kleine Buch zu lesen und bin selten so überrascht worden. Der so herrlich von sich eingenommene Möchtegern-Kunstkritiker Zöllner möchte über den inzwischen erblindeten Maler Kaminski ein Buch schreiben, denn den nach der Veröffentlichung(natürlich wäre ein baldiges Ableben des Künstlers förderlich) entstehenden Ruhm hätte er sich redlich verdient! Doch die Reise bis dorthin wird wohl länger, als Zöllner sich das gedacht hat. Die Beobachtungen, die wir auf den 173 Seiten machen, sind so herrlich, witzig und bissig, dass ich dieses kleine Büchlein mit einem breiten Grinsen geschlossen habe.