Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Die Stimmen des Flusses

Roman

(20)
Ein großer, dramatischer Roman über das engverflochtene Schicksal einer Handvoll Menschen, die der Spanische Bürgerkrieg zu Gegnern und zu Liebenden macht. Seit Carlos Ruiz Zafóns Der Schatten des Windes hat es keinen Roman aus Spanien gegeben, der seine Leser so in den Sog einer faszinierenden Geschichte zieht wie dieser.

Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, daß sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, daß der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt.

In den Händen hat sie die Lebensgeschichte des Dorfschullehrers Oriol Fontelles – einen langen Brief an seine Tochter, der diese nie erreicht hat, die Bitte, von ihr und der Nachwelt nicht verurteilt zu werden. Tina, deren eigenes Leben in Unordnung geraten ist, setzt alles daran, herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Sie erfährt von Oriols tragischer Liebesbeziehung zu der schönen und mächtigen Elisenda Vilabrú, deren Vater und Bruder zu Beginn des Bürgerkriegs von Anarchisten ermordet wurden, davon, wie Elisenda in ihrem Bedürfnis nach Rache alle Fäden zieht und wie ihr Geliebter Oriol Fontelles als heimlicher Widerständler ein gefährliches Doppelspiel beginnt, das in der Dorfkirche von Torena sein schicksalhaftes Ende findet. Für Tina Bros jedoch ist die Geschichte nicht beendet, denn alter Haß und alte Leidenschaften gären weiter, die Vergangenheit ist nicht vergangen.

Jaume Cabré ist ein Meister der Dramatik: Wie im Film wechseln die Szenen in raschem Schnitt, die Stimmen der Protagonisten lösen einander ab, und das ungeheuerliche Geschehen erschließt sich dem Leser, als wäre er selbst dabei. Er liest die bewegende Geschichte von kleinlicher Bosheit und heimlicher Größe, von mörderischem Haß, von Liebe und Verrat und davon, wie die Mächtigen die Geschichte schreiben. Cabrés Roman schreibt mit kraftvoller Stimme dagegen an.
Rezension
»Bereits auf den ersten Seiten öffnet sich ein Spannungsbogen, der sich erst auf der letzten Seite schliesst, den Leser bis dahin durch ein Geflecht von Geschichten mitreisst, die, miteinander verwoben, einander in immer neuen Windungen ablösen, sich zu Mustern fügen ... Cabré ist ein Meister erzählerischer Brüche, des rasanten Wechsels zwischen Erzählebenen und Situationen.«


Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung
Portrait

Jaume Cabré, geboren 1947 in Barcelona, ist einer der angesehensten katalanischen Autoren. Neben Romanen, Erzählungen und Essays hat er auch fürs Theater geschrieben und Drehbücher verfasst. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem spanischen Kritikerpreis und dem französischen Prix Méditerranée, und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 666 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.11.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783518733202
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 2213 KB
Übersetzer Kirsten Brandt
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Wird oft zusammen gekauft

Die Stimmen des Flusses

Die Stimmen des Flusses

von Jaume Cabre
(20)
eBook
10,99
+
=
Die Toten, die dich suchen

Die Toten, die dich suchen

von Gisa Klönne
(11)
eBook
9,99
+
=

für

20,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Buchhändler-Empfehlungen

Thomas Coenen, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Heute und während des spanischen Bürgerkrieges spielende Geschichte die alles hat was ein Buch braucht. Vergewissern Sie sich, das das Lesezeichen im Buch enthalten ist! Heute und während des spanischen Bürgerkrieges spielende Geschichte die alles hat was ein Buch braucht. Vergewissern Sie sich, das das Lesezeichen im Buch enthalten ist!

„Einfach Großartig!!!!“

Mechthild Stephani, Thalia-Buchhandlung Freiburg

1944 in den Pyrenäen. Zentrum dieser wundervollen Geschichte um Liebe, Betrug, Macht und Rache ist ein kleines Dorf und sein Dorfschullehrer. Ein Kind das seinen Vater niemals zu Gesicht bekommt und ein Geheimnis das bis in unsere heutige Zeit gehütet wird. Dieses Buch wird sie nicht mehr loslassen. Es nimmt uns mit in diese karge Bergwelt, und lässt uns mit den Protagonisten zittern. Lassen sie sich von dieser tollen Sprache verzaubern. Ein ganz wunderbares Buch, man möchte es nicht mehr aus der Hand legen.
1944 in den Pyrenäen. Zentrum dieser wundervollen Geschichte um Liebe, Betrug, Macht und Rache ist ein kleines Dorf und sein Dorfschullehrer. Ein Kind das seinen Vater niemals zu Gesicht bekommt und ein Geheimnis das bis in unsere heutige Zeit gehütet wird. Dieses Buch wird sie nicht mehr loslassen. Es nimmt uns mit in diese karge Bergwelt, und lässt uns mit den Protagonisten zittern. Lassen sie sich von dieser tollen Sprache verzaubern. Ein ganz wunderbares Buch, man möchte es nicht mehr aus der Hand legen.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Eine Lehrerin findet 60 Jahre alte Aufzeichnungen und macht sich auf die Suche nach der Geschichte. Schön und spannend. Und auch ein bisschen politisch. Eine Lehrerin findet 60 Jahre alte Aufzeichnungen und macht sich auf die Suche nach der Geschichte. Schön und spannend. Und auch ein bisschen politisch.

Daniel Derpmann, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine Familiensaga und die Geschichte eines Dorfes als Sinnbild für ein ganzes Land, das durch den Bürgerkrieg tief gespalten ist. Eine Familiensaga und die Geschichte eines Dorfes als Sinnbild für ein ganzes Land, das durch den Bürgerkrieg tief gespalten ist.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ein Werk, das mit Bedacht und Aufmerksamkeit gelesen werden sollte. Dafür wird man mit einer tragischen und mitreißenden Geschichte belohnt, die man nicht so schnell vergisst. Ein Werk, das mit Bedacht und Aufmerksamkeit gelesen werden sollte. Dafür wird man mit einer tragischen und mitreißenden Geschichte belohnt, die man nicht so schnell vergisst.

Cornelia Dygatz, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Super Roman in einer tollen Sprache! Super Roman in einer tollen Sprache!

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Eine berührende unglaublich spannende Geschichte mit zwei Zeitebenen. Kann die Tina die Verbrechen der Vergangenheit aufklären ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen ? Eine berührende unglaublich spannende Geschichte mit zwei Zeitebenen. Kann die Tina die Verbrechen der Vergangenheit aufklären ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen ?

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein spannender und abwechslungsreicher Roman, der mit seiner großartigen Sprache überzeugt. Ein spannender und abwechslungsreicher Roman, der mit seiner großartigen Sprache überzeugt.

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich hab etwas gebraucht bis ich in diesem Buch drinnen war. Aber dann hat es mich richtig gepackt. Es lohnt sich dabei zu bleiben! Ich hab etwas gebraucht bis ich in diesem Buch drinnen war. Aber dann hat es mich richtig gepackt. Es lohnt sich dabei zu bleiben!

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Großartiges Portrait einer zerrissenen Gesellschaft nach dem spanischen Bürgerkrieg. Großartiges Portrait einer zerrissenen Gesellschaft nach dem spanischen Bürgerkrieg.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
13
5
2
0
0

Spanischer Bürgerkrieg
von einer Kundin/einem Kunden aus Karlsruhe am 28.01.2011

Cabre´macht den Versuch einer Aufarbeitung der Strömungen im spanischen Bürgerkrieg; ein Thema, das bis dato in Spanien ziemlich totgeschwiegen wurde. Spannend und abwechslungsreich geschrieben.

Erwartungen wurden nicht erfüllt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 26.12.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der spanische Autor Jaume Cabre´ hat mit dem Buch „die Stimmen des Flusses“ einen sprachlich anspruchsvollen Roman geschrieben, der mich aber leider weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen konnte. Der Einstieg in diesen Roman hat sich für mich als schwierig erwiesen, da man mit sehr vielen verschiedenen Personen auf einmal... Der spanische Autor Jaume Cabre´ hat mit dem Buch „die Stimmen des Flusses“ einen sprachlich anspruchsvollen Roman geschrieben, der mich aber leider weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen konnte. Der Einstieg in diesen Roman hat sich für mich als schwierig erwiesen, da man mit sehr vielen verschiedenen Personen auf einmal konfrontiert wird und man von einer sanften Personeneinführung weit entfernt ist. Des Weiteren ist der ständige Perspektivenwechsel, auch innerhalb eines Absatzes, nicht jedermanns Geschmack und erfordert ein genaues Lesen ohne Ablenkung. Von einer leichten Lektüre ist daher nicht zu sprechen – muss sie ja auch nicht sein, dennoch ist diese Kombination ein sehr mühseliges Unterfangen und stellt die Geduld des Lesers auf eine harte Probe, da dieser darum kämpft den roten Faden dieser Lektüre zu finden. Ich kann dieses Buch nicht weiterempfehlen, da die Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und keine wirkliche Lesefreude geweckt wurde. Leider konnte der Autor diese an und für sich sehr emotionale Geschichte Spaniens nicht gut genug verpacken, um den Leser diese Thematik näher zu bringen. Mein Fazit: 3 Sterne

Von mächtigen Frauen, Faschisten und dem Rauschen des Pamano
von sabatayn76 aus Deutschland am 01.05.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Die Lehrerin Tina Bros findet in einer abbruchreifen Schule eine alte Zigarrenkiste mit den Aufzeichnungen von Oriol Fontelles. Oriol war Lehrer in Torena, einem kleinen Ort in den Pyrenäen, und wurde 1944 in der Kirche ermordet. Tina sucht nach der Wahrheit und erforscht die Geschichte und die... Inhalt: Die Lehrerin Tina Bros findet in einer abbruchreifen Schule eine alte Zigarrenkiste mit den Aufzeichnungen von Oriol Fontelles. Oriol war Lehrer in Torena, einem kleinen Ort in den Pyrenäen, und wurde 1944 in der Kirche ermordet. Tina sucht nach der Wahrheit und erforscht die Geschichte und die Geschichten des Dorfes, stößt auf Geheimnisse, Verschwörungen und Intrigen, erfährt von großer Leidenschaft, von Verrat und von Schuld. Immer mehr verschmilzt die Vergangenheit mit Tinas Leben und mit den jüngsten Ereignissen im Ort. Mein Eindruck: Cabré wechselt häufig die Zeit und die Perspektive, ohne dies im Text zu kennzeichnen. Sehr schnell werden zahlreiche Protagonisten eingeführt, deren Verbindung zueinander und deren zeitliche Einordnung anfangs noch unbekannt und eher verwirrend ist. Anfangs habe ich bisweilen die Orientierung verloren. Sobald ich mich jedoch eingelesen und mich auf Cabrés Stil eingelassen hatte, entstand ein sehr komplexes Bild des Dorfes, seiner Bewohner und des Franquismus. Cabré berichtet von Bespitzelungen, von Verhören, von Folterungen, von Gewalt, von Hinrichtungen, vom Widerstand. Er tut dies bisweilen in schonungsloser, doch stets in glaubwürdiger Weise. Durch die plötzlichen Zeitsprünge zeigt er den fließenden Übergang zwischen Vergangenheit und Gegenwart und betont die Konsequenzen, die Geschichte Im Kleinen wie im Großen hat. Mein Resümee: Ein spannender Einblick in die Zeit des Franquismus.