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Feuer brennt nicht

Roman

(9)
Berlin, fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall. Kreuzberg ist gesichtslos geworden und so ziehen die Buchhändlerin Alina und der Schriftsteller Wolf an den grünen Rand der Stadt. Am Müggelsee, wo die Unterschiede zwischen Ost und West noch nicht verwischt sind, leidet Wolf aber zunehmend unter den „Details der Zweisamkeit“. Plötzlich taucht Charlotte auf, eine Geliebte aus der Vergangenheit, und er ergreift die Flucht, befeuert von ihrem offensiven Eros. Als er „die Hölle der Verheimlichung“ hinter sich hat, ist Wolf überrascht: Seine Frau akzeptiert das Verhältnis zu der anderen nicht nur, sie ermuntert ihn sogar. Ralf Rothmann hat einen Roman über das behutsame Zusammenwachsen von Ost und West und eine Chronik des erotischen Begehrens geschrieben, eine dunkel-glühende Liebesgeschichte.
Portrait
Ralf Rothmann wurde am 10. Mai 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Er lebt seit 1976 in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.11.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783518743805
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 1177 KB
Verkaufsrang 16.120
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ein schonungsloser Roman über eine Dreiecksbeziehung und zugleich Berlin- und Dichterroman. Rothmann brilliert mit seiner direkten Sprache und lässt den Leser zum Voyeur werden. Ein schonungsloser Roman über eine Dreiecksbeziehung und zugleich Berlin- und Dichterroman. Rothmann brilliert mit seiner direkten Sprache und lässt den Leser zum Voyeur werden.

„Ein Mann am Scheideweg“

Paul Deppen, Thalia-Buchhandlung Münster

Ralf Rothmann, Feuer brennt nicht
Ein außergewöhnlicher Gegenwartsroman für alle jenseits der 50. Wunderbar flüssig zu lesen und trotzdem weit davon entfernt, banal zu sein. Rothmann kann es eben. Sehr, sehr lesenswert.
Ralf Rothmann, Feuer brennt nicht
Ein außergewöhnlicher Gegenwartsroman für alle jenseits der 50. Wunderbar flüssig zu lesen und trotzdem weit davon entfernt, banal zu sein. Rothmann kann es eben. Sehr, sehr lesenswert.

„Feuer brennt nicht“

Angelika Rahm, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Dieser Roman besticht nicht nur durch Handlungsfülle, sondern auch durch dessen Sprache.Sie ist poetisch und direkt, zieht in den Bann und macht süchtig.
Der Autor beschreibt eine Geschichte über Liebe mit einer Radikalität und Tiefe, welche nicht banal wirkt.
Ganz nebenbei verpackt er beim Erzählen noch ein paar deutsch-deutsche Befindlichkeiten.
Mich hat dieser Roman durch seine Offenheit und
Glaubwürdigkeit sehr berührt.
Dem Urteil „Ralf Rothmann ist Deutschlands bester
Erzähler“ kann ich mich voll anschließen.
Dieser Roman besticht nicht nur durch Handlungsfülle, sondern auch durch dessen Sprache.Sie ist poetisch und direkt, zieht in den Bann und macht süchtig.
Der Autor beschreibt eine Geschichte über Liebe mit einer Radikalität und Tiefe, welche nicht banal wirkt.
Ganz nebenbei verpackt er beim Erzählen noch ein paar deutsch-deutsche Befindlichkeiten.
Mich hat dieser Roman durch seine Offenheit und
Glaubwürdigkeit sehr berührt.
Dem Urteil „Ralf Rothmann ist Deutschlands bester
Erzähler“ kann ich mich voll anschließen.

„Feuer brennt nicht“

Cornelia Hilbk, Thalia-Buchhandlung Münster

Ralf Rothmanns neuer Roman „Feuer brennt nicht“ hat mich von der ersten Seite an durch seine Vielschichtigkeit und seine wunderbare Sprache fasziniert.
Es geht um die Stadt Berlin und ihren Wandel, um die verschiedenen Mentalitäten in Ost und West, die in tragikkomischen Milieustudien geschildert werden.
Im Vordergrund stehen drei Figuren: der egozentrische aber gleichzeitig unsichere und umsorgende Schriftsteller Wolf. Alina, die liebende, junge Buchhändlerin mit der Alabasterhaut und den hellen Wimpern und Charlotte, die alternde und ehrgeizige Professorin.
Als Wolf die alltägliche Nähe mit Alina zu viel wird, flieht er in eine sexuelle Obsession mit Charlotte, deren Frivolität und Kälte ihn zugleich fasziniert und abstößt. Dabei gelingt es Ralf Rothmann, ohne Klischees eine Dreiecksbeziehung und Liebesgeschichte zu skizzieren, deren Ausgang überraschend und verstörend ist.
Ich habe diesen Roman deshalb so atemlos durchgelesen, weil die einzelnen Figuren nie vorhersehbar handeln und vor allem, weil hinter der zunächst oberflächlich erscheinenden Handlung sehr viel Tiefgang zu finden ist und Sätze erscheinen, die so wahr und schön sind, dass man sie immer bei sich tragen möchte.
Ralf Rothmanns neuer Roman „Feuer brennt nicht“ hat mich von der ersten Seite an durch seine Vielschichtigkeit und seine wunderbare Sprache fasziniert.
Es geht um die Stadt Berlin und ihren Wandel, um die verschiedenen Mentalitäten in Ost und West, die in tragikkomischen Milieustudien geschildert werden.
Im Vordergrund stehen drei Figuren: der egozentrische aber gleichzeitig unsichere und umsorgende Schriftsteller Wolf. Alina, die liebende, junge Buchhändlerin mit der Alabasterhaut und den hellen Wimpern und Charlotte, die alternde und ehrgeizige Professorin.
Als Wolf die alltägliche Nähe mit Alina zu viel wird, flieht er in eine sexuelle Obsession mit Charlotte, deren Frivolität und Kälte ihn zugleich fasziniert und abstößt. Dabei gelingt es Ralf Rothmann, ohne Klischees eine Dreiecksbeziehung und Liebesgeschichte zu skizzieren, deren Ausgang überraschend und verstörend ist.
Ich habe diesen Roman deshalb so atemlos durchgelesen, weil die einzelnen Figuren nie vorhersehbar handeln und vor allem, weil hinter der zunächst oberflächlich erscheinenden Handlung sehr viel Tiefgang zu finden ist und Sätze erscheinen, die so wahr und schön sind, dass man sie immer bei sich tragen möchte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
8
1
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Der Trieb ist ein Hund
von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

So nett kann das Leben sein am Müggelsee. Für Nichteingeweihte: das Gewässer liegt am grünen Rand der Stadt. Von Berlin ist übrigens die Rede. Alina und Wolf geniessen daselbst ihr Leben, Wolf etwas weniger, er fühlt sich etwas überfordert vom Zusammenleben. Da taucht doch glatt seine frühere Geliebte auf.... So nett kann das Leben sein am Müggelsee. Für Nichteingeweihte: das Gewässer liegt am grünen Rand der Stadt. Von Berlin ist übrigens die Rede. Alina und Wolf geniessen daselbst ihr Leben, Wolf etwas weniger, er fühlt sich etwas überfordert vom Zusammenleben. Da taucht doch glatt seine frühere Geliebte auf. Das erotische Abenteuer nimmt seinen Lauf, allerdings auch das Misstrauen von Alina. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Sehr flott, und sehr unterhaltsam.

Wahnsinn!
von einer Kundin/einem Kunden aus Neustadt an der Weinstraße am 05.04.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich gebe dieses Buch jedem als Tipp, denn ich glaube, dass Wolf (der Hauptdarsteller) ein Spiegel vieler Männer ist. Alina (seine Frau) weiß, sie verliert ihren Mann, wenn sie ihm nicht diese Freiheit (eine Geliebte zu haben) währt. Charlotte (die Geliebte) sieht sich irgendwann als Opfer, obwohl sie nie... Ich gebe dieses Buch jedem als Tipp, denn ich glaube, dass Wolf (der Hauptdarsteller) ein Spiegel vieler Männer ist. Alina (seine Frau) weiß, sie verliert ihren Mann, wenn sie ihm nicht diese Freiheit (eine Geliebte zu haben) währt. Charlotte (die Geliebte) sieht sich irgendwann als Opfer, obwohl sie nie in einer festen Partnerrolle funktionieren könnte (sie selbst hat mehrere Liebhaber). Interessant ist auch ihre Sichtweise: "Sie macht Wolf deutlich, dass seine Ehe wohl nur noch funktionieren würde, da eine Geliebte im Spiel ist", dies bricht zornig aus ihr raus, nachdem Wolf wieder einmal seine Alina lobt, für ihr Veständnis. Wolf stellt die Verbindung zu Charlotte immer wieder in Frage kommt aber nicht los von ihr. Immer wieder lässt er sich auf das Abenteuer ein, flüchtet aber gerne wieder zu Alina, die viel gefühlvoller und liebenswerter ist. Alina will ein Kind, Wolf nicht. Alina weint öfter heimlich. Teilweise bekommt Wolf die Tränen mit, er führt es auf die Verbindung zur Charlotte zurück. Dieser Punkt wird jedoch nie angesprochen. Das die Tränen wegen etwas anderem sind, erfährt der Leser am Ende des Buches. Schockierend fand ich das Kapitel, indem er sich duscht, rasiert und schick macht, um zu Charlotte zu gehen. Es gibt keine Geheimnisse mehr und Alina weiss, wann sich Wolf und Charlotte treffen. Das Ende überrascht. Die immer wieder deutlich werdende Traurigkeit von Alina, interpretiert der Leser, mit der Situation, der Geliebten. Am Schluß begeht sie Selbstmord, da Sie unheilbar krank ist. Ein Abschiedsbrief hat sie ihrem Wolf auf den Schreibtisch gelegt. Fragen bleiben offen: "Warum akzeptiert Alina das Nein zum Kind, Warum erträgt sie die festgelegten Rituale mit der Geliebten, Warum redet Sie mit Wolf nicht über ihre Krankheit, Warum ist Wolf an vielen Stellen so geheimnisvoll seiner Frau gegenüber, Warum enthält er ihr soviele liebensnotwendige Dinge"

Unser bester Erzähler?
von Jens Paller aus Neuss am 04.06.2009
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mit „Unser bester Erzähler“ wird der interessierte Leser auf der Rückseite mit einem Zitat einer Besprechung gelockt. Und derjenige, der den Roman bereits gelesen hat und das Buch wieder zuklappt, wird in seiner Lektüre bestätigt. Tatsächlich haben wir es hier mit einem der besten unserer Schreiber zu tun. Der... Mit „Unser bester Erzähler“ wird der interessierte Leser auf der Rückseite mit einem Zitat einer Besprechung gelockt. Und derjenige, der den Roman bereits gelesen hat und das Buch wieder zuklappt, wird in seiner Lektüre bestätigt. Tatsächlich haben wir es hier mit einem der besten unserer Schreiber zu tun. Der Autor Wolf zieht mit seiner Freundin Alina vom Kreuzberg an den Rand Berlins, zum ersten Mal in eine gemeinsame Wohnung. Bisher haben sie wohl im selben Haus, aber in getrennten Wohnungen gelebt. Ihre erste Wohnung ist eine Enttäuschung, es bröckelt hinter den Fassaden. Sie ziehen ein zweites Mal um. Kurz darauf meldet sich Charlotte, eine alte Geliebte von Wolf. Und aus der Zweierbeziehung entsteht ein Dreieck mit heimlichen Treffen. Und bei einem Parisbesuch mit Alina einem Geständnis… Sehr beeindruckend für mich als Leser auch die Passagen, ja Abrechnungen, mit dem Mentor von Wolf oder auch Rothmann, der von seinem Schüler nicht ablassen will und deren Entzweiung.