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Pius XII. und das Dritte Reich

Eine Dokumentation

Beck Reihe Band 1949

Saul Friedländer

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Beschreibung


Das Pontifikat Pius’ XII. ist bis heute umstritten wie kein anderes im 20. Jahrhundert. Hatte der Papst plausible Gründe, sich in seinen Äußerungen zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden zurückzuhalten, oder hat er moralisch versagt? Gab es einen latenten Antisemitismus im Vatikan? Warum hat der „Stellvertreter“ selbst die Deportation der Juden Roms widerspruchslos hingenommen, während er andererseits zahlreichen Juden heimlich Hilfe zukommen ließ? Dem Streit der Meinungen hat Saul Friedländer eine historische Dokumentation entgegengesetzt, die bis heute nichts von ihrer Brisanz eingebüßt hat. Sie versammelt die wichtigsten Quellen und bietet eine unverzichtbare Grundlage für jeden, der sich über die Rolle der katholischen Kirche während der NS-Zeit selbst ein Urteil bilden will. Ein aktuelles Nachwort des Friedenspreisträgers erläutert die Kontroverse um Pius XII. im Spiegel der neueren Forschung.

Saul Friedländer, 1932 geboren, überlebte das Dritte Reich unter falschem Namen in Frankreich. Er ist Professor für Geschichte an den Universitäten von Tel Aviv und von Kalifornien, Los Angeles und gehört zu den großen Kennern der Geschichte der NS-Zeit und der Judenverfolgung. Er erhielt 2007 den "Friedenspreis des deutschen Buchhandels" und 2008 den "Pulitzer-Preis".

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 231
Erscheinungsdatum 16.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-61681-5
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 18,8/12,4/2 cm
Gewicht 228 g
Originaltitel Pie XII et le IIIe Reich
Auflage 1

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Gibt es ein gerechtes Urteil über Pius XII?
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 04.05.2011

Saul Friedländers Buch zu der Frage nach dem Verhalten der kath. Kirche und des Papstes Pius XII im Hinblick auf die Verfolgung der Juden im NS—Staat erschien vor 45 Jahren und wurde nun erneut aufgelegt, da inzwischen weitere Archivbestände zugänglich wurden. Wichtig ist Friedländer seine Neubewertung im Schlusskapitel. Friedl... Saul Friedländers Buch zu der Frage nach dem Verhalten der kath. Kirche und des Papstes Pius XII im Hinblick auf die Verfolgung der Juden im NS—Staat erschien vor 45 Jahren und wurde nun erneut aufgelegt, da inzwischen weitere Archivbestände zugänglich wurden. Wichtig ist Friedländer seine Neubewertung im Schlusskapitel. Friedländers Buch ist zwangsläufig einseitig, weil ihm nur deutsche Akten zugänglich waren, während die Archive des Vatikans noch keinen Einblick gewährten. Dieses Buch schützt vor vorschnellen und ungerechten Urteilen und Vorurteilen. Im Hinblick auf das absolut verbrecherische damalige Geschehen, das in der Shoah gipfelte, ging es bei allen Entscheidungen nicht um richtig oder falsch, sondern ob man der Moral oder einem Pragmatismus den Vorrang gibt. Hier muss jeder im Einzelfall seine persönliche Entscheidung fällen. Natürlich wurde die Haltung Pius XII zumindest anfangs dadurch bestimmt, dass er eine beinah zu große Sympathie für Deutschland und eine panische Angst vor dem Kommunismus hatte. Und gewiss ist aus heutiger Sicht auch sehr problematisch die abgehobene Sprache des Papstes und der Kirche, die es schwierig macht, Proteste herauszufinden. Friedländer ist ausgesprochen fair, weist immer wieder darauf hin, dass manche seiner Aussagen und Überlegungen hypothetisch sind und fordert damit den Leser heraus, sich sein eigenes Urteil zu bilden. Da die NS-Zeit und der Holocaust stets gegenwärtig bleiben müssen, ist dieses Buch zum Verständnis dieser Zeit eine bedeutende Hilfe.


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