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Karte und Gebiet

Roman

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Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. ›Karte und Gebiet‹ ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: »Michel Houellebecq, Schriftsteller«. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. ›Karte und Gebiet‹ wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.
Rezension
"Michel Houellebecq ist heute auf dem Gebiet der Politik und Soziologie, was Jules Verne im 19. Jahrhundert für die Technik war: ein Visionär und ein großer Künstler."
Denis Scheck, LITERARISCHE WELT

„Mit diesem Roman ist es Michel Houellebecq gelungen, ein ebenso unbarmherziges wie äußerst amüsantes Bild der französischen Gesellschaft zu schaffen.“
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Lesen!“
MONOPOL

"Gleichzeitig Künstler- und Landschaftsroman, ein Thriller und seine Parodie, ein Essay über Houellebecqs Heimatland inklusive Zukunftsvision und Loblied auf die Provinz, eine Vater-Sohn-Geschichte, die nach den letzten Dingen fragt und ein Hundesachbuch (...) Ihr Schöpfer ist weise geworden und sein Ton ist leicht wie ein Soufflé."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Ein großes Buch über die Gegenwart, voller Erkenntnis, voller Schmerz. Houellebecq hat alle seine "Elementarteilchen" mitgenommen und sämtliche Capricen, alles Kokette und stilisierte abgestreift. Er hat sie in einen völlig anderen Kosmos überführt, in ein Meisterwerk."
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein aberwitziger Künstlerroman"
DIE ZEIT

"Weich und weise (...) ein überzeugendes, souveränes Panoramabild unserer inneren und äußeren Verfassung."
DIE WELT

„Sein Roman ist perfekt.“
NEON

„Houellebecqs bester Roman“
DER STANDARD

"Man sieht, Houellebecq hat Humor (...) ein selbstironischer Künstlerroman und somit auch ein Gesellschaftsroman."
FRANKFURTER RUNDSCHAU

„Er ist mit diesem Buch auf dem Weg zur literarischen Unsterblichkeit.“
MANNHEIMER MORGEN

„Das Buch ist grandios, ein Kabinettstück an Doppelbödigkeiten und Cameo-Auftritten.“ (Annabelle)

„Ein Roman, der so altmeisterlich erzählt und intelligent gebaut ist wie kein zweiter in diesem Frühling.“
UMAG

“Karte und Gebiet“ ist ein Künstlerroman, der, wie stets bei diesem Autor, in die Mitte unserer gesellschaftlichen Existenz vordringt, auf ironische, geradezu zynische Art und Weise.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU MAGAZIN

„Bitterernster und doch heiterer, ideengeladener und exzellent konstruierter Roman. (…) Beglückt, verstört, fasziniert schlägt man die Seiten um. Es ist das Buch der Saison.“
BERNER ZEITUNG

„Michel Houellebecqs bester Roman seit langer, langer Zeit.“
ROLLING STONE

„Es ist Krimi, Künstlerbiografie, Kapitalismuskritik und Gesellschaftsanalyse zugleich – und das bislang beste des literarischen Enfant terrible. Lang lebe Houellebecq!“
PRINZ

„Das Buch der Saison.“
PASSAUER NEUE PRESSE

„Unbedingt lesen!“
VOGUE.DE

„Das Buch ist Parodie und Utopie zugleich – und es ist meisterhaft.“
HÖRZU

„Michel Houellebecq ist mit diesem klugen Künstlerroman ein großer Wurf der Gegenwartsliteratur gelungen: Ein hoch moralisches Buch, das die zentralen Fragen nach den Werten, Tugenden und Sünden unserer Zeit stellt und auf originelle Weise auch beantwortet.
Denis Scheck in DER TAGESSPIEGEL und DRUCKFRISCH

„Mitten ins Herz unserer Zeit“
BUCH JOURNAL

„Michel Houellebecq ist mit Karte und Gebiet ein lässiges Werk des Unterlaufens aller Erwartungen und des um ihn veranstalteten Traras gelungen.“
KOMMUNE. FORUM FÜR POLITIK, ÖKONOMIE, KULTUR

"Houellebecq erzählt in „Karte und Gebiet“ die Geschichte eines Künstlers, der, gerade weil er als solcher unfassbar bleibt, viel provokanter als die Künstlerfiguren anderer Romane der letzten Jahre ist."
Wolfgang Ullrich, DIE ZEIT
Portrait
Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Für seine Bücher, die in über vierzig Ländern veröffentlicht werden, wurde er mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Prix Goncourt. 2015 erschien sein Roman ›Unterwerfung‹, der wochenlang auf der Bestsellerliste stand und ein großes Medienecho hervorrief.
Uli Wittmann, geboren 1948, überträgt englische und französische Literatur ins Deutsche, u. a. Philippe Djian, J.M.G. Le Clézio, Noëlle Châtelet und Michel Houellebecq. Er lebt in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 16.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9639-4
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 21,4/14,6/3,7 cm
Gewicht 595 g
Originaltitel La carte et le territoire
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Uli Wittmann
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Houellebecq wie man Ihn liebt

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

In dem neuesten Werk von Houellebecq geht es um den Künstler Jed Martin und sein gesamtes Leben. Angenehm überrascht hat es mich, dass auch der Autor selbst eine Rolle in dem Roman spielt. Wie weit dieser geschilderte "Houellebecq" dem Original entspricht, sollte jeder Leser selbst entscheiden. Sehr viel schildert Houellebecq hier Kunst, Architektur, Malerei und die Schriftstellerei aus einer technischen Betrachtungsweise und sein gewohntes doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel fehlt auch in diesem Roman nicht. Er seziert ein Land und dessen Bewohner und das Leben, die Kunst und der Tod werden kartografisch unglaublich gut geschildert. Jeder Houellebecq Fan dürfte an diesem Meisterwerk seine Freude haben.

Heute: Carpaccio à la Houellebecq (eBook)

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

"Er brauchte eine Weile, ehe er wusste, was es war...: Er wirkte glücklich." Es ist schon schlicht und ergreifend genial! Dem dürftigen Geschmack einer Öffentlichkeit von Millionen zum Trotz, die noch nicht einmal weiß, dass ein Kunstbetrieb existiert, schreibt Michel Houellebecq einen Künstlerroman. Jed Martin widmet sein Leben der Kunst. Mit Fotografien von Michelin-Karten gerät er in den Fokus der Feuilletons und Sammler. Nach und nach bringt er es, ohne es wirklich geplant zu haben, zu komfortablem Wohlstand. Eine Ausstellung ist in Vorbereitung. Das Vorwort zum Katalog soll kein geringerer verfassen als Michel Houellebecq. Houellebecq zeichnet in KARTE UND GEBIET mit einer breiten Palette von Farben, unter dem Deckmantel des Kunstmarktes, in plastischer Eleganz und absoluter Klarheit einen Gesellschaftsroman. Mit elementarem Sinn für Ästhetik beschreibt er die Welt als eine von gemäßigter Schönheit; ohne jede Magie und von besonderem Interesse. In resignierter, hellsichtiger Melancholie schildert Houellebecq das Leben als eine Folge steiler Abgründe voneinander getrennter Stufen. (So zum Beispiel in den herzergreifenden Gesprächen zwischen Jed Martin und seines, im Sterben begriffenen, Vaters.). Im Kontrast zu Houellebecqs bisherigen Romanen, hat Leid und Tod einen höheren Marktwert als Vergnügen und Sex. Und ja, Houellebecq lässt seiner Figur Jed Martin das aufrichtige, gepflegte Glück der Liebe zuteil werden (OHNE einen Escort-Service in Anspruch zu nehmen!). Nie, noch nie, war ein Houellebecq so zugänglich, so versöhnlich, so friedlich und so unterhaltsam!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
19
8
6
0
1

Überraschungsbuch von Houellebecq
von Anna Störmer aus Bonn am 25.04.2019

In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal ... In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal lesen.

10 Sterne für dieses Meisterwerk! [Auch im E-Book Format)
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 10.08.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein l... Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein literarischer Geniestreich gelungen. Das Enfant terrible der französischen Literatur gibt sich handzahm, wollte unbedingt den Prix Goncourt...dass ich nicht lache - den hatte er übrigens schon viel früher verdient - nein, nein, nein, MH hat nur seine Taktik geändert, ist subtiler geworden, und ich wette, er hat sich dabei totgelacht. Der böse Misanthrop wird zum zahmen Romancier, no way, er ist nur ruhiger, abgeklärter und damit bei all seinem Talent noch brillanter geworden. Dieses Buch können Sie auf vielen Ebenen lesen, der rein unterhaltsamen und der literarischen; und doch ist es gespickt mit philosophischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzungen. Dazu kommt eine gepfefferte Prise Selbstironie und zudem ein Kommissar Jassellin, der mich hoffen läßt, dass MH, angeödet vom Literaturbetrieb, demnächst einen reinen Kriminalroman schreibt. Dann spätestens baue ich ihm einen Tabernakel...

Leicht enttäuschend
von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch ist nicht annährend so packend und interessant wie des Autors bisherige Werke. Eher enttäuschend, aber immer noch ein Houellebecq!