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Ein fabelhafter Lügner

Roman

KIWI Band 1201

Susann Pásztor

(7)
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Beschreibung

Vom Geheimnis eines Mannes, an dessen Totenbett drei Frauen weinten

Joschi Molnár bleibt ein Rätsel. Der famose Fabulierer hat seinen Kindern ein Vermächtnis aus phantastischen Geschichten, tragischen Verstrickungen und faustdicken Lügen hinterlassen.Als sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar treffen, um Joschis hundertsten Geburtstag zu feiern, prallen Welten aufeinander. In rasanten Dialogen und skurrilen Szenen nähern sie sich der Wahrheit – und finden zueinander. Während Hannah sich leidenschaftlich mit ihren jüdischen Wurzeln identifiziert und von einem Happy End in Israel träumt, hadert Gabor mit seiner Kindheit. Marika gibt die tapfere Alleinerziehende – und überlässt das Erzählen ihrer Tochter Lily. Überhaupt Lily: Die 16-Jährige hat sich eigentlich für ein Referat über Buchenwald gemeldet und erzählt stattdessen diese bezaubernde Geschichte.

"Einfühlsam und respektlos, ernst und komisch. Und bei alledem mit hinreißender Leichtfüßigkeit." WDR
"Die charmanteste Art einer Familienzusammenführung, von der ich je gelesen habe." Buchhandlung Herwig

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 204
Erscheinungsdatum 14.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04310-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19/12,3/1,5 cm
Gewicht 164 g
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 33099

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Familiengeschichte der besonderen Art!

Heike Kirchner, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Die Lebensgeschichte des verstorbenen Joschi Molnar, der zu Lebenszeiten seinen Kindern und diversen Ehefrauen die verschiedensten Geschichten über sich erzählt hat, ist sehr herzerwärmend und gefühlvoll geschrieben mit einer passenden Prise Komik. Ein sprachlicher Leckerbissen, der ans Herz geht!

Eine skurill-tragikomische Familiengeschichte der besonderen Art, die einfach nur herzerwärmend ist

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Eine skurill-tragikomische Familiengeschichte der besonderen Art, denn charmante Lügen und die Suche nach der Wahrheit führen an einem Wochenende die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar zusammen. Die beiden Schwestern, seit Jahren miteinander verbunden, treffen nach langer Zeit auf ihren Bruder, der beiden sehr fremd ist. Doch der heimliche Protagonist dieses Buches ist eigentlich Joschi Molnar, seit dreißig Jahren tot und Vater der drei Geschwister. Joschis Lebensgeschichte, die der Leser nach und nach erfährt, ist ungewöhnlich: er hatte fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen, verlor zwei Kinder und seine zweite Frau in Auschwitz, selbst war er Häftling in Buchenwald. Nun steht sein 100. Geburtstag vor der Tür, der an diesem Wochenende seine Kinder zusammenführt. Mit von der Partie ist noch Lily, die 16-jährige Tochter von Marika und somit Joschis Enkelin. Sie soll ein Schulreferat über das KZ Buchenwald halten und ist zugleich auch die Ich-Erzählerin dieses Romans, die am Ende wesentlich zur Versöhnung aller beiträgt. Sehr schnell kommen sehr verschiedene Vaterbilder zum Vorschein, denn Joschi scheint eben ein fabelhafter Lügner gewesen zu sein. Marika, Lilys Mutter, mimt die starke Alleinerziehende und hält sich ansonsten eher bedeckt. Für Hannah ist Joschi ihre jüdische Heimat, ihre Identität und sie lässt nicht auf ihn kommen. Gabor, der Dritte im Bunde, bezweifelt genau diese jüdische Herkunft und erinnert sich eigentlich nur an eine ziemlich schreckliche Kindheit. Es ist also ein Gedenk-Wochenende zu Ehren Joschis, an dem gestritten, diskutiert, gelacht und geweint wird. Am Ende, in einer liebenswerten aber illegalen Nacht- und Nebelaktion, die von Lily inszeniert wird, und die die Weimarer Polizei auf den Plan ruft, sind dann doch alle miteinander versöhnt. Dieses außergewöhnliche Familientreffen ist einfach Herz erwärmend und die Protagonisten, so unterschiedlich sie auch sind, haben sich in meinen Kopf geschlichen.

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Ein sprachlicher Leckerbissen
von Gabriele Bessen am 09.01.2019

Die 16-jährige Lily trifft sich mit ihrer Mutter Marika, deren Halbschwester Hannah und ihrem gemeinsamen Halbbruder Gabor in Weimar zu einem Familienfest. Josef Molnár, genannt Joschi, ist der Vater der drei Geschwister und er hatte mit zwei weiteren Frauen noch zwei, mittlerweile verstorbene Kinder. An diesem Wochenende wä... Die 16-jährige Lily trifft sich mit ihrer Mutter Marika, deren Halbschwester Hannah und ihrem gemeinsamen Halbbruder Gabor in Weimar zu einem Familienfest. Josef Molnár, genannt Joschi, ist der Vater der drei Geschwister und er hatte mit zwei weiteren Frauen noch zwei, mittlerweile verstorbene Kinder. An diesem Wochenende wäre der seit 30 Jahren tote Vater und Großvater 100 Jahre alt geworden und das soll gefeiert werden. Allerdings weiß niemand der Geschwister so richtig Bescheid über Joschi, denn wie der Titel des Romanes verrät, hat Joschi gelogen, was das Zeug hält. Von Weimar aus fährt die zusammen gewürfelte Familie nach Buchenwald, denn ob Joschi wirklich Jude war oder nicht und ob seine ersten beiden Kinder in Auschwitz umkamen, lässt sich auch hier nicht klären. Lily ist eine großartige Erzählerin, die tragische und komische Elemente gekonnt miteinander verbindet und die der etwas merkwürdigen Geburtstagsfeier einen ganz besonderen Anstrich gibt, auch wenn ihre ursprünglichen Absichten, ein Referat für die Schule über Buchenwald zu schreiben, etwas ins Hintertreffen geraten. Wie auch in den anderen Romanen von Susann Pásztor darf der Leser keine zahlreichen Handlungsstränge oder eine spannende Entwicklung der Charaktere erwarten. Auch in diesem Roman geht es darum, ein ernstes Thema mit sprachlicher Raffinesse von mehreren Seiten zu beleuchten. Die Eindrücke in Buchenwald gehen unter die Haut, werden aber durch die originelle Geburtstagsfeier relativiert. Eine Familie mit Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können, kommt zusammen und sich näher und letztendlich wird es unwichtig, welche Geschichten von Joschi stimmen und welche nicht.

Ein faszinierender Erstling
von Querleserin am 21.02.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine Geschichte von fünf Frauen, drei davon in regen Gespräch, Streit und gemeinsamen Abenteuern.Gabor und die Frauen arbeiten ihre Geschichte auf, rätseln um jüdische Wurzeln, Väterbilder und statten dem KZ Buchenwald ungewohnte Besuche ab. Tragisches und Komisches wird aus Sicht der 16-jährigen Erzählerin in einer klaren und e... Eine Geschichte von fünf Frauen, drei davon in regen Gespräch, Streit und gemeinsamen Abenteuern.Gabor und die Frauen arbeiten ihre Geschichte auf, rätseln um jüdische Wurzeln, Väterbilder und statten dem KZ Buchenwald ungewohnte Besuche ab. Tragisches und Komisches wird aus Sicht der 16-jährigen Erzählerin in einer klaren und emotionalen Sprache beschrieben, Menschen und Orte sehr prägnant gezeichnet. Das Buch selber ist eine Hommage an das Geschichten erzählen und für mich eine echte Trouvaille dieses Bücherfrühlings - lesen Sie es!


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