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Ein fabelhafter Lügner

Roman

KIWI 1201

Vom Geheimnis eines Mannes, an dessen Totenbett drei Frauen weinten
Joschi Molnár bleibt ein Rätsel. Der famose Fabulierer hat seinen Kindern ein Vermächtnis aus phantastischen Geschichten, tragischen Verstrickungen und faustdicken Lügen hinterlassen.Als sich die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar treffen, um Joschis hundertsten Geburtstag zu feiern, prallen Welten aufeinander. In rasanten Dialogen und skurrilen Szenen nähern sie sich der Wahrheit – und finden zueinander. Während Hannah sich leidenschaftlich mit ihren jüdischen Wurzeln identifiziert und von einem Happy End in Israel träumt, hadert Gabor mit seiner Kindheit. Marika gibt die tapfere Alleinerziehende – und überlässt das Erzählen ihrer Tochter Lily. Überhaupt Lily: Die 16-Jährige hat sich eigentlich für ein Referat über Buchenwald gemeldet und erzählt stattdessen diese bezaubernde Geschichte.
Rezension
"Einfühlsam und respektlos, ernst und komisch. Und bei alledem mit hinreißender Leichtfüßigkeit." WDR
"Die charmanteste Art einer Familienzusammenführung, von der ich je gelesen habe." Buchhandlung Herwig
Portrait
Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman 'Ein fabelhafter Lügner' (KiWi 1201, 2011) erschien 2010 und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 folgte der Roman 'Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts' (KiWi 1326) und im Frühjahr 2017 der Roman 'Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster' für den sie den Evangelischen Buchpreis erhielt. Sie hat die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 204
Erscheinungsdatum 14.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04310-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19/12,3/1,5 cm
Gewicht 166 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 93.574
Buch (Taschenbuch)
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„Eine skurill-tragikomische Familiengeschichte der besonderen Art, die einfach nur herzerwärmend ist“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach




Eine skurill-tragikomische Familiengeschichte der besonderen Art, denn charmante Lügen und die Suche nach der Wahrheit führen an einem Wochenende die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar zusammen. Die beiden Schwestern, seit Jahren miteinander verbunden, treffen nach langer Zeit auf ihren Bruder, der beiden sehr fremd ist. Doch der heimliche Protagonist dieses Buches ist eigentlich Joschi Molnar, seit dreißig Jahren tot und Vater der drei Geschwister. Joschis Lebensgeschichte, die der Leser nach und nach erfährt, ist ungewöhnlich: er hatte fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen, verlor zwei Kinder und seine zweite Frau in Auschwitz, selbst war er Häftling in Buchenwald. Nun steht sein 100. Geburtstag vor der Tür, der an diesem Wochenende seine Kinder zusammenführt. Mit von der Partie ist noch Lily, die 16-jährige Tochter von Marika und somit Joschis Enkelin. Sie soll ein Schulreferat über das KZ Buchenwald halten und ist zugleich auch die Ich-Erzählerin dieses Romans, die am Ende wesentlich zur Versöhnung aller beiträgt. Sehr schnell kommen sehr verschiedene Vaterbilder zum Vorschein, denn Joschi scheint eben ein fabelhafter Lügner gewesen zu sein. Marika, Lilys Mutter, mimt die starke Alleinerziehende und hält sich ansonsten eher bedeckt. Für Hannah ist Joschi ihre jüdische Heimat, ihre Identität und sie lässt nicht auf ihn kommen. Gabor, der Dritte im Bunde, bezweifelt genau diese jüdische Herkunft und erinnert sich eigentlich nur an eine ziemlich schreckliche Kindheit. Es ist also ein Gedenk-Wochenende zu Ehren Joschis, an dem gestritten, diskutiert, gelacht und geweint wird. Am Ende, in einer liebenswerten aber illegalen Nacht- und Nebelaktion, die von Lily inszeniert wird, und die die Weimarer Polizei auf den Plan ruft, sind dann doch alle miteinander versöhnt.
Dieses außergewöhnliche Familientreffen ist einfach Herz erwärmend und die Protagonisten, so unterschiedlich sie auch sind, haben sich in meinen Kopf geschlichen.



Eine skurill-tragikomische Familiengeschichte der besonderen Art, denn charmante Lügen und die Suche nach der Wahrheit führen an einem Wochenende die Halbgeschwister Hannah, Marika und Gabor in Weimar zusammen. Die beiden Schwestern, seit Jahren miteinander verbunden, treffen nach langer Zeit auf ihren Bruder, der beiden sehr fremd ist. Doch der heimliche Protagonist dieses Buches ist eigentlich Joschi Molnar, seit dreißig Jahren tot und Vater der drei Geschwister. Joschis Lebensgeschichte, die der Leser nach und nach erfährt, ist ungewöhnlich: er hatte fünf Kinder mit fünf verschiedenen Frauen, verlor zwei Kinder und seine zweite Frau in Auschwitz, selbst war er Häftling in Buchenwald. Nun steht sein 100. Geburtstag vor der Tür, der an diesem Wochenende seine Kinder zusammenführt. Mit von der Partie ist noch Lily, die 16-jährige Tochter von Marika und somit Joschis Enkelin. Sie soll ein Schulreferat über das KZ Buchenwald halten und ist zugleich auch die Ich-Erzählerin dieses Romans, die am Ende wesentlich zur Versöhnung aller beiträgt. Sehr schnell kommen sehr verschiedene Vaterbilder zum Vorschein, denn Joschi scheint eben ein fabelhafter Lügner gewesen zu sein. Marika, Lilys Mutter, mimt die starke Alleinerziehende und hält sich ansonsten eher bedeckt. Für Hannah ist Joschi ihre jüdische Heimat, ihre Identität und sie lässt nicht auf ihn kommen. Gabor, der Dritte im Bunde, bezweifelt genau diese jüdische Herkunft und erinnert sich eigentlich nur an eine ziemlich schreckliche Kindheit. Es ist also ein Gedenk-Wochenende zu Ehren Joschis, an dem gestritten, diskutiert, gelacht und geweint wird. Am Ende, in einer liebenswerten aber illegalen Nacht- und Nebelaktion, die von Lily inszeniert wird, und die die Weimarer Polizei auf den Plan ruft, sind dann doch alle miteinander versöhnt.
Dieses außergewöhnliche Familientreffen ist einfach Herz erwärmend und die Protagonisten, so unterschiedlich sie auch sind, haben sich in meinen Kopf geschlichen.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Mich hat der Roman sofort gefesselt. Mit Komik, Wortwitz erzählt es eine Familiengeschichte, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz ernstem Thema schelmisch. Mich hat der Roman sofort gefesselt. Mit Komik, Wortwitz erzählt es eine Familiengeschichte, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz ernstem Thema schelmisch.

„Herzergreifend und humorvoll“

Eva Eggarter, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein Roman der mit großer Erzählkunst geschrieben wurde.
Diese Geschichte des angeblichen Opfers und seiner Familie ist ein anrührender und zugleich umwerfend komischer Roman.
Absolut lesenswert.

Ein Roman der mit großer Erzählkunst geschrieben wurde.
Diese Geschichte des angeblichen Opfers und seiner Familie ist ein anrührender und zugleich umwerfend komischer Roman.
Absolut lesenswert.

„Lug und Trug fürs Familienalbum“

Ursula Kallipke, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Joschi Molnár wechselte zu Lebzeiten seine Frauen wie andere Leute Unterwäsche! 30 Jahre nach seinem Tod gibt es einen Anlass die Halbgeschwister an einem Tisch zu vereinen: Joschi würde dieses Jahr 100! Drei seiner Kinder- Hannah, Gabor, Marika- und Marikas Tochter Lily treffen sich angespannt und mit gemischten Gefühlen in Weimar um Familiengeschichten auszutauschen und die Gedenkstätte in Buchenwald zu besuchen. Doch schon bald wird klar, nur der genetische Vater ist der gleiche: Joschi, das "KZ - Opfer" hat jeder Familie andere Biographien, Geschichten, Erlebnisse, "Wahrheiten" und Charaktäre präsentiert. Die unterschiedlichen Fassaden beginnen zu bröckeln... Man kann sich sehr gut vorstellen, was in den Geschwistern vorgeht, als sie sich nach so langer Zeit treffen. Die Suche nach der eigenen Identität wird zum Abenteuer mit ungeahntem Ausgang. Eine faszinierende Geschichte um Lug, Trug, Hoffnung und familiäre Verbundenheit.
Sehr angenehm überrascht war ich beim Hörbuch von der "Leserin" Katja Danowski. Wirklich hör- und lesenswert!
Joschi Molnár wechselte zu Lebzeiten seine Frauen wie andere Leute Unterwäsche! 30 Jahre nach seinem Tod gibt es einen Anlass die Halbgeschwister an einem Tisch zu vereinen: Joschi würde dieses Jahr 100! Drei seiner Kinder- Hannah, Gabor, Marika- und Marikas Tochter Lily treffen sich angespannt und mit gemischten Gefühlen in Weimar um Familiengeschichten auszutauschen und die Gedenkstätte in Buchenwald zu besuchen. Doch schon bald wird klar, nur der genetische Vater ist der gleiche: Joschi, das "KZ - Opfer" hat jeder Familie andere Biographien, Geschichten, Erlebnisse, "Wahrheiten" und Charaktäre präsentiert. Die unterschiedlichen Fassaden beginnen zu bröckeln... Man kann sich sehr gut vorstellen, was in den Geschwistern vorgeht, als sie sich nach so langer Zeit treffen. Die Suche nach der eigenen Identität wird zum Abenteuer mit ungeahntem Ausgang. Eine faszinierende Geschichte um Lug, Trug, Hoffnung und familiäre Verbundenheit.
Sehr angenehm überrascht war ich beim Hörbuch von der "Leserin" Katja Danowski. Wirklich hör- und lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Ein sprachlicher Leckerbissen
von Gabriele Bessen am 09.01.2019

Die 16-jährige Lily trifft sich mit ihrer Mutter Marika, deren Halbschwester Hannah und ihrem gemeinsamen Halbbruder Gabor in Weimar zu einem Familienfest. Josef Molnár, genannt Joschi, ist der Vater der drei Geschwister und er hatte mit zwei weiteren Frauen noch zwei, mittlerweile verstorbene Kinder. An diesem Wochenende wäre der... Die 16-jährige Lily trifft sich mit ihrer Mutter Marika, deren Halbschwester Hannah und ihrem gemeinsamen Halbbruder Gabor in Weimar zu einem Familienfest. Josef Molnár, genannt Joschi, ist der Vater der drei Geschwister und er hatte mit zwei weiteren Frauen noch zwei, mittlerweile verstorbene Kinder. An diesem Wochenende wäre der seit 30 Jahren tote Vater und Großvater 100 Jahre alt geworden und das soll gefeiert werden. Allerdings weiß niemand der Geschwister so richtig Bescheid über Joschi, denn wie der Titel des Romanes verrät, hat Joschi gelogen, was das Zeug hält. Von Weimar aus fährt die zusammen gewürfelte Familie nach Buchenwald, denn ob Joschi wirklich Jude war oder nicht und ob seine ersten beiden Kinder in Auschwitz umkamen, lässt sich auch hier nicht klären. Lily ist eine großartige Erzählerin, die tragische und komische Elemente gekonnt miteinander verbindet und die der etwas merkwürdigen Geburtstagsfeier einen ganz besonderen Anstrich gibt, auch wenn ihre ursprünglichen Absichten, ein Referat für die Schule über Buchenwald zu schreiben, etwas ins Hintertreffen geraten. Wie auch in den anderen Romanen von Susann Pásztor darf der Leser keine zahlreichen Handlungsstränge oder eine spannende Entwicklung der Charaktere erwarten. Auch in diesem Roman geht es darum, ein ernstes Thema mit sprachlicher Raffinesse von mehreren Seiten zu beleuchten. Die Eindrücke in Buchenwald gehen unter die Haut, werden aber durch die originelle Geburtstagsfeier relativiert. Eine Familie mit Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können, kommt zusammen und sich näher und letztendlich wird es unwichtig, welche Geschichten von Joschi stimmen und welche nicht.