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Flughafenfische

Roman

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In der Ortlosigkeit eines Flughafens kreuzen sich die Lebenslinien dreier Menschen. Eine erschöpfte Magazinphotographin gerät vor dem Riffaquarium der Transithalle in den Schwindel fragmentierter Reisebilder aus Afrika und Asien. Sie empfindet eine seltsame Nähe zu dem Mann, der hier die stillen Tiere pflegt wie seine Kinder. Während sich zwischen den beiden eine verschwiegene Liebe entwickelt, geht nebenan im Raucherfoyer eine Ehe zu Ende. Variiert werden im Wendekreis der Fische die Muster von Sehnsucht, Einsamkeit und Paarung …

Portrait
Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin und hat die Romane „Nahe Tage“, „Flughafenfische“ und "Sie dreht sich um" geschrieben. "Flughafenfische" wurde u.a. für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre literarischen Reportagen wurde sie mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Sent, Graubünden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 172
Erscheinungsdatum 12.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74245-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,7/11,8/1,7 cm
Gewicht 184 g
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Angelika Overath - Flughafenfische
von hasewue am 05.11.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein Aquarium in einem Flughafen? Gibt es so etwas? – Ja. Schon die Vorstellung an dieses Szenario wirkt grotesk und man kann es gar nicht glauben, so wie die Photographin Elisabeth, genannt Elis, als sie bei einem Zwischenstopp ein riesiges Aquarium bemerkt, das zahlreiche Fischarten beherbergt. Während ihrer Erkundung... Ein Aquarium in einem Flughafen? Gibt es so etwas? – Ja. Schon die Vorstellung an dieses Szenario wirkt grotesk und man kann es gar nicht glauben, so wie die Photographin Elisabeth, genannt Elis, als sie bei einem Zwischenstopp ein riesiges Aquarium bemerkt, das zahlreiche Fischarten beherbergt. Während ihrer Erkundung des Flughafens lernt sie den Aquaristen Tobias Winter kennen, der für das Aquarium und dessen Bewohner zuständig ist. Die beiden kommen ins Gespräch und Tobias erzählt Elis von den verschiedenen Fischen, ihren Gewohnheiten und ihren Eigenschaften. Im Gegenzug dazu erzählt Elis von den einzelnen Ländern, die sie bereist hat und von ihrem Leben. Am anderen Ende des Flughafens befindet sich im Raucherbereich ein alternder Biochemiker, der versucht das Scheitern seiner Ehe zu begreifen. Angelika Overath erzählt mit solch einer Wortgewalt und so abwechslungsreich, dass der Leser in diesem Sog der Erzählung komplett gefangen genommen wird. Zunächst hatte ich einige Schwierigkeiten mich in der Handlung zu Recht zu finden, aber Overath schafft es mit nur wenigen Sätzen alle Zweifel zu beseitigen und sie schafft einen Tiefgang, der den Leser komplett überzeugt und zufrieden zurück lässt. Aus drei Perspektiven – Tobias, Elis und „Der Raucher“ – schildert Angelika Overath mit einer unglaublichen Liebe zum Detail die Probleme, Gedanken und Ängste der einzelnen Protagonisten mit einer ruhigen Art, die selbst an ein Aquarium erinnert. Nebenbei erfährt man einiges über Fische, was durchaus interessant ist. Angelika Overath hat mit „Flughafenfische“ eine bewegende, nachdenkliche und ansprechende Geschichte über drei völlig unterschiedliche mit der Einsamkeit kämpfende Charaktere geschrieben, in der man versinkt und am liebsten nicht mehr auftauchen möchte! 5 von 5 Sternen!

Eine liebenswerte kleine Lektüre für die nächste Flugreise.
von Silke Schröder aus Hannover am 14.06.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

Angelika Overath gelingt mit „Flughafenfische“ eine wundervolle und warmherzige Beobachtung aus der sterilen Welt des Transits, abseits des touristischen Massenbetriebs. Unaufdringlich und etwas melancholisch erzählt sie einen kurzen Abschnitt aus dem Leben ihrer drei Protagonisten. Und auch wenn darin scheinbar nichts passiert, inszeniert sie gekonnt die Auseinandersetzung über die... Angelika Overath gelingt mit „Flughafenfische“ eine wundervolle und warmherzige Beobachtung aus der sterilen Welt des Transits, abseits des touristischen Massenbetriebs. Unaufdringlich und etwas melancholisch erzählt sie einen kurzen Abschnitt aus dem Leben ihrer drei Protagonisten. Und auch wenn darin scheinbar nichts passiert, inszeniert sie gekonnt die Auseinandersetzung über die Untiefen des zwischenmenschlichen Auseinander- und Zusammenlebens. Eine liebenswerte kleine Lektüre für die nächste Flugreise.