Die Nackten

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorien Jugendbuch und Preis der Jugendlichen

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Im Strom des Lebens

Ein heißer Sommer, Berlin und das wilde Niemandsland an der tschechischen Grenze – das ist die Kulisse für das Leben fünf junger Menschen. Ganz verschieden, und doch sind sie alle vertraut miteinander: Sylva ist eine Hochbegabte, geht lieber schwimmen als in die Schule. Niklas hat ein Faible fürs Filmemachen, verliert sich aber mit der bildschönen Evita in der Drogenszene. Filip ist verliebt, aber viel zu verkopft für spontane Gefühlsäußerungen. Robin steht unter dem Pantoffel seines Vaters. Da begegnet er Sylva und macht mit ihr etwas völlig Verrücktes …

Portrait

Iva Procházková, geboren 1953 in Tschechien, lebte zehn Jahre lang mit ihrer Familie in Deutschland und kehrte danach wieder nach Prag zurück. Seit vielen Jahren schreibt sie für Kinder und Jugendliche. Ihre Romane wurden für die Hans-Christian-Andersen-Medaille und den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert und mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Evangelischen Buchpreis sowie dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Literaturpreise:

›Wir treffen uns …‹: Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2008
›Die Nackten‹: Empfehlungsliste des Evangelischen Buchpreises 2010
>Orangentage<: LUCHS (ZEIT und Radio Bremen), April

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 09.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-81001-7
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/2,5 cm
Gewicht 245 g
Auflage 2
Buch (Taschenbuch)
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„UNTERWEGS SEIN. DEN EIGENEN WEG SUCHEN. UND NICHT AUFGEBEN - Iva Procházkovás vielschichtiger Roman über das Erwachsenwerden“

Matthias Franz, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ich kann sie nicht vergessen. All die jungen Leute, die in diesem europäischen Roman durch die schön komplizierte Zeit ihrer Pubertät schlittern, die noch keine Masken und Scheuklappen tragen, die noch wunderbar nackt und verletzbar sind, verzweifelt und hoffnungsfroh.
Da ist zunächst Sylva. Sie pendelt zwischen ihren Eltern und deren Ländern, sammelt beste Zensuren, langweilt sich dabei jedoch schrecklich in der Schule. Oft geht sie einfach nicht mehr hin. Lieber erprobt sie ihre Kräfte beim Schwimmen in dem einmal ruhigen, einmal wieder wilden Fluß. Irgendwann kann sie auch ihr nachdenklicher Vater, mit dem sie in sein böhmisches Dorf heimkehrte, nicht mehr schützen. Sie fliegt vom Gymnasium – und kommt vor einem Neubeginn in Meißen von der tschechischen Elbe zurück an die Spree in die Welt ihrer Mutter: an den Ort, in dem sie ihre ersten Lebens- und Schuljahre verbrachte. (Deshalb ist das auch eine facettenreiche Berlin-Geschichte: ein inspirierender Blick in unseren brodelnden Topf.) Noch immer kann Sylva nicht verstehen, warum ihr tschechischer Kumpel Filip – der so klug ist und mit ihr unentwegt die letzten Probleme der Menschheit löste :-) – es nicht schaffte, den Arm um sie zu legen. Aber da kommen schon neue Überraschungen auf sie zu: Seit wann hängt Niklas an seiner Evita (die eine moderne Christiane F. ist) wie an der Nadel? Dabei wollte er immer die ganz großen Filme drehen! Aber jetzt?! Und warum ist Robin so in sich gekehrt? – Dann betritt der verfolgte Präriewolf ihren Kreis.
Sie alle sind mir beim Lesen Vertraute geworden, Freunde … und ich verstehe nun wieder besser, wie eine ausgestreckte Hand manchmal rettet oder fehlt, wie sich die eigenen Fesseln lösen lassen, wie gut es tut, dem Nächsten eine kleine Brücke zu bauen. Wie uns das Leben umnachten oder erwecken kann.
Iva Procházková wurzelt in einer Familie wunderbarer Schriftsteller. – Ihr Vater ist Jan Procházka, der große Autor des Prager Frühlings, den die Stalinisten mit einer widerlichen Fernsehkampagne in den Krebstod trieben. Ich liebe alle seine Filme („Das Ohr“ … bis 1989 im Tresor gefangen … ist legendär) und Bücher, aber ganz besonders „Es lebe die Republik“. Olin, der 12jährige Dorfjunge, gerät in den letzten Tagen des großen Krieges zwischen alle Fronten. In meinen Augen ist das die beste Darstellung jener Zeit (allenfalls noch vergleichbar mit Manfred Gregors „Brücke“). Wie schade, daß diese Erzählung, die mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis geehrt wurde, schon lange nicht mehr zu haben ist. Mir fehlt sie. – Und Lenka Procházková: Ivas Schwester, die hier in Deutschland bisher nicht entdeckt wurde. Als ich ihr auf der Prager Buchmesse sagen wollte, wie nah mir ihr früher Roman „Die rosa Dame“ ist, kam ich kaum an sie heran. So umringt war sie noch immer von ihren Lesern, während die Bauarbeiter hinter uns schon die Kulissen abräumten.
„Die Nackten“ wurden nicht nur zum Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, sondern auch mit dem wichtigsten tschechischen Literaturpreis „Magnesia Litera“ ausgezeichnet. – Das Buch ist heiter und traurig, unterhaltsam und anspruchsvoll, kritisch und frei. Es macht eine große Lust auf das Leben.
Ich kann sie nicht vergessen. All die jungen Leute, die in diesem europäischen Roman durch die schön komplizierte Zeit ihrer Pubertät schlittern, die noch keine Masken und Scheuklappen tragen, die noch wunderbar nackt und verletzbar sind, verzweifelt und hoffnungsfroh.
Da ist zunächst Sylva. Sie pendelt zwischen ihren Eltern und deren Ländern, sammelt beste Zensuren, langweilt sich dabei jedoch schrecklich in der Schule. Oft geht sie einfach nicht mehr hin. Lieber erprobt sie ihre Kräfte beim Schwimmen in dem einmal ruhigen, einmal wieder wilden Fluß. Irgendwann kann sie auch ihr nachdenklicher Vater, mit dem sie in sein böhmisches Dorf heimkehrte, nicht mehr schützen. Sie fliegt vom Gymnasium – und kommt vor einem Neubeginn in Meißen von der tschechischen Elbe zurück an die Spree in die Welt ihrer Mutter: an den Ort, in dem sie ihre ersten Lebens- und Schuljahre verbrachte. (Deshalb ist das auch eine facettenreiche Berlin-Geschichte: ein inspirierender Blick in unseren brodelnden Topf.) Noch immer kann Sylva nicht verstehen, warum ihr tschechischer Kumpel Filip – der so klug ist und mit ihr unentwegt die letzten Probleme der Menschheit löste :-) – es nicht schaffte, den Arm um sie zu legen. Aber da kommen schon neue Überraschungen auf sie zu: Seit wann hängt Niklas an seiner Evita (die eine moderne Christiane F. ist) wie an der Nadel? Dabei wollte er immer die ganz großen Filme drehen! Aber jetzt?! Und warum ist Robin so in sich gekehrt? – Dann betritt der verfolgte Präriewolf ihren Kreis.
Sie alle sind mir beim Lesen Vertraute geworden, Freunde … und ich verstehe nun wieder besser, wie eine ausgestreckte Hand manchmal rettet oder fehlt, wie sich die eigenen Fesseln lösen lassen, wie gut es tut, dem Nächsten eine kleine Brücke zu bauen. Wie uns das Leben umnachten oder erwecken kann.
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