Kriegsenkel

Die Erben der vergessenen Generation

Sabine Bode

(7)
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Beschreibung

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Sie sind in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Noch ist es ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben.

»... In 14 spannenden Fallbeispielen legt Bode nun dar, wie die Beziehung zu ihren Eltern und das Schweigen über den Krieg diese Generation prägte.«
Emotion, 4/2009

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 282 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.10.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783608101317
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 5997 KB
Verkaufsrang 3322

Buchhändler-Empfehlungen

Kriegsenkel

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Die Journalistin Sabine Bode hat mit den Enkeln der Kriegsgeneration, mit den heute 30 bis 50- Jährigen gesprochen, die über sich selbst, ihre Eltern und Großeltern reflektieren. Bedrückende deutsche Einzelschicksale erfahren wir, Schuld, Unschuld, Traumatisierungen und wie diese bis heute in den Familien und Beziehungen nachwirken. Es ist eine sehr persönliche Art der Aufarbeitung dieses Teils unserer Geschichte, die durchaus dazu anregen kann, auch in der eigenen Familie näher und genauer nachzuspüren.

Wie lange wirken Kriegstraumata nach?

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sabine Bode ist eine deutsche Journalistin und Buchautorin. Richtig bekanntgeworden ist die 1947 geborene Autorin durch ihr Buch „Die vergessene Generation“, wo sie sich mit den Menschen, die in der Zeit des 3. Reichs und des 2. Weltkriegs geboren wurden, intensiv beschäftigt. 2006 erschien dann erstmalig das Buch „Kriegsenkel“ und 2011 legte sie dann noch das fehlende Buch der Generation „Nachkriegskinder“ nach. Kriegsenkel sind die Menschen, die zwischen 1960 bis ca. 1975 geboren wurden. Sabine Bode hat Menschen gesucht, die über sich und die Beziehung zu ihren Eltern und Großeltern berichten. Herausgekommen ist ein erstaunlicher und vielfach auch ergreifender Bericht über Menschen, die große Schwierigkeiten haben, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Fast alle Betroffenen haben bereits Therapieerfahrung hinter sich. Zum Glück ist die Forschung aber in der Zwischenzeit so weit, dass sie herausgefunden hat, dass auch die Kriegsenkel noch an den Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern leiden. Es ist erschreckend, wie diese erlittenen Schicksale der früheren Generationen nachwirken. Mich hat dieses Buch zutiefst beeindruckt und berührt. Ich selbst bin als 1963 Geborene selbst betroffen. Dieses Buch hat mir in ganz vielen Berichten aufgezeigt, warum ich so bin wie ich bin. Und es hat mir auch gezeigt, dass es mir nicht nur allein so geht, sondern dass ganz viele Menschen ähnlich empfinden und ähnliche Erfahrungen haben. Mir haben die Berichte der anderen Menschen aber nicht nur die Augen geöffnet, sondern sie haben mir auch Mut gemacht, dass es Auswege aus der für mich ausweglos erscheinenden Situation gibt. Und ich werde dieses Buch meinen Eltern geben und selbst noch das Buch „Die vergessene Generation“ lesen. Und wenn wir drei beide Bücher gelesen haben, hoffe ich, dass sich die Möglichkeit ergibt, über unsere Erfahrungen und Gefühle zu reden. Denn gerade dass, was unsere Eltern und unsere Großeltern erlebt haben, haben sie uns ja vielfach sicher auch mit bestem Gewissen nicht erzählt, um uns zu schonen. Aber sie leiden darunter und haben es damit unwissentlich auch an uns weitergegeben. Ein sehr wichtiges Buch, was sehr zum Verständnis der Generationen beiträgt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Ein schweres aber dankbares Erbe
von einer Kundin/einem Kunden aus Steinhausen am 29.11.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Spannende und interessante Einzelgeschichten und Erfahrungen, erklären psychologisches Wissen und helfen dem Leser zu begreifen und zu vergleichen

Familientraumata
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2019

Sabine Bodes Buch hat mir wirklich gut gefallen, denn sie widmet sich dem Thema der Kriegskinder und wie unverarbeitete Traumata in Familien auch noch über Generationen weitergegeben werden. Bode interviewt verschiedene Kriegsenkel, aber auch ein Kriegskind, und lässt diese ihre Geschichten erzählen und deren Verhältnis zu den E... Sabine Bodes Buch hat mir wirklich gut gefallen, denn sie widmet sich dem Thema der Kriegskinder und wie unverarbeitete Traumata in Familien auch noch über Generationen weitergegeben werden. Bode interviewt verschiedene Kriegsenkel, aber auch ein Kriegskind, und lässt diese ihre Geschichten erzählen und deren Verhältnis zu den Eltern reflektieren. Und so unterschiedlich die Schicksale der Protagonisten sind, werden doch viele Ähnlichkeiten sichtbar. Oft zwar im Wohlstand aufgewachsen, fehlte es eben doch oft an Einfühlungsvermögen und Zuneigung durch die Eltern, was auch auf die folgenden Generationen negative Auswirkungen hat(te). Bode macht sehr deutlich und klar, wie wichtig es ist das Schweigen zu durchbrechen und (verdrängte) Familiengeschichten des zweiten Weltkrieges aufzuarbeiten, bzw. wenn Nichts anderes hilft, sich von den Eltern zu lösen, ob emotional oder tatsächlich. Nur so ist ein Weiterkommen für die Folgegenerationen möglich. "Kriegsenkel" ist wirklich sehr zu empfehlen und ich werde auch sicher noch mehr von Sabine Bode lesen.

Kriegsenkel
von einer Kundin/einem Kunden aus Markranstädt am 13.02.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch umreisst in mehreren persönlichen Aufsätzen Betroffener das Leben und Leiden der Kriegsenkelgeneration und filtert dabei deren Gemeinsamkeiten heraus. Ich habe mich und meine Familie darin auch wiedergefunden. Dennoch fehlten mir bei der Darstellung mehr konkrete Lösungsansätze, wie mit den hinterlassenen Traumata nun k... Das Buch umreisst in mehreren persönlichen Aufsätzen Betroffener das Leben und Leiden der Kriegsenkelgeneration und filtert dabei deren Gemeinsamkeiten heraus. Ich habe mich und meine Familie darin auch wiedergefunden. Dennoch fehlten mir bei der Darstellung mehr konkrete Lösungsansätze, wie mit den hinterlassenen Traumata nun konstruktiv umgegangen werden kann, damit sie nicht noch eine Generation weiter vererbt werden.


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