Keller fehlt ein Wort

Roman

(8)
Ralph Keller, 46, Kommunikationsberater, humorvoll, sprachgewandt, mitten im Leben stehend, stellt eines Tages fest, dass er Wörter verliert. Ganz normale Wörter wie "Tasse", "Engländer" oder "Klemme" sind plötzlich nicht mehr da. Er weiß zwar um ihre Begrifflichkeit, aber dem aktiven Wortschatz sind sie entflohen. Wenig später verliert er die Gabe zu sprechen ganz. Die Diagnose: Aphasie, Sprachverlust; Krankheitsverlauf unklar, medikamentöse Behandlung wirkungslos, Therapieverlauf ohne feste Erfolgsaussichten. Verständigungsschwierigkeiten machen den Alltag für Keller zum Spießrutenlauf - Einsamkeit, Scham, Wut und Verzweiflung sind die Folge. Doch Keller wäre nicht Keller, würde er den Kampf nicht aufnehmen ... wenn nötig, auch mit ungewöhnlichen Mitteln. Patrick Tschans sympathischer Protagonist verliert mit einem Schlag die bislang selbstverständliche Herrschaft über sein verbales Handwerkszeug und damit seine Lebensgrundlage. Das Buch ist die teils tragische, teils surreale, teils absurd komische Chronik eines Zurückkämpfens, wie sie in dieser Form noch nie zu lesen war.

Das Wort Aphasie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Sprachlosigkeit". Die meisten Menschen, die an Aphasie leiden, haben ihre Sprache aber nicht völlig verloren. Aphasie ist vielmehr eine Sprachstörung mit sehr unterschiedlichen Schweregraden: Einige PatientInnen zeigen nur leichte Unsicherheiten; andere haben die Fähigkeit, Sprache zu verstehen und / oder zu sprechen, praktisch völlig eingebüßt.
Portrait
Patrick Tschan, geboren 1962, lebt in Allschwil, Schweiz. Studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er führte in zahlreichen Theaterstücken Regie und war viele Jahre in der Werbung tätig. Heute für die Kommunikation der GGG Basel (Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, Basel) zuständig. Außerdem ist Patrick Tschan ausgebildeter Coach und Moderator und daher selbstredend Trainer wie Innenverteidiger der schweizerischen Literaten-Fußball-Nationalmannschaft.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99200-020-3
Verlag Braumüller GmbH
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/2,5 cm
Gewicht 346 g
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
21,90
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„Innenansicht eines Sprachverlusts“

Birgit Jöns-Anders, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Keller, dessen Berufskapital die Sprache ist, "verliert" plötzlich Worte, beginnend mit "Tasse". Sein Wortverlust schreitet voran. Er kann seine Gedanken klar formulieren, sich aber mündlich und schriftlich immer weniger mitteilen. Sein Glück ist, dass er einen freundschaftlich gesinnten Arzt kontaktieren kann, dass er finanziell abgesichert zu sein scheint. Manchmal ein wenig unrealistisch geschrieben, dafür sprachlich 'ne Wucht!

Dieser Roman regt an, sich Gedanken zu machen, wie ein Leben mit Aphasie wirklich aussehen kann...
Keller, dessen Berufskapital die Sprache ist, "verliert" plötzlich Worte, beginnend mit "Tasse". Sein Wortverlust schreitet voran. Er kann seine Gedanken klar formulieren, sich aber mündlich und schriftlich immer weniger mitteilen. Sein Glück ist, dass er einen freundschaftlich gesinnten Arzt kontaktieren kann, dass er finanziell abgesichert zu sein scheint. Manchmal ein wenig unrealistisch geschrieben, dafür sprachlich 'ne Wucht!

Dieser Roman regt an, sich Gedanken zu machen, wie ein Leben mit Aphasie wirklich aussehen kann...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Ein packender und berührender Roman über einen Mann, der seine Sprache verliert
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 21.05.2017

Ein packender und berührender Roman über einen Mann, der seine Sprache verliert. Sehr empfehlenswert!

Für meinen Geschmack zu langatmig
von Garstig am 03.08.2013

Das Thema "Sprachlosigkeit" ist zweifellos interessant und Action habe ich von einem solchen Buch auch nicht erwartet. Gestört haben mich aber die endlos langen Geschichten über Wörter, die von einer Hirnhälfte in die andere umziehen, sich unterwegs begegnen und schliesslich ein neues Plätzchen suchen müssen, während Keller säuft und abwartet.... Das Thema "Sprachlosigkeit" ist zweifellos interessant und Action habe ich von einem solchen Buch auch nicht erwartet. Gestört haben mich aber die endlos langen Geschichten über Wörter, die von einer Hirnhälfte in die andere umziehen, sich unterwegs begegnen und schliesslich ein neues Plätzchen suchen müssen, während Keller säuft und abwartet. Ich hätte lieber etwas über seine Bemühungen erfahren, über erfolgreiches oder frustrierendes Sprechtraining, über Leseübungen, übers Singen und Gedichte aufsagen, Wörter abschreiben usw. Leider werden nur zwei Therapiestunden kurz angesprochen, zu Hause scheint Keller überhaupt nicht zu üben und die Sprachbücher bleiben bis zum Schluss in Geschenkpapier eingepackt. Ich wurde ganz kribbelig von Kellers Faulheit; einerseits unwillig zu arbeiten und andererseits unzufrieden mit dem mangelnden Fortschritt. Das schien mir etwas unlogisch, denn beruflich hatte er früher angeblich Hilfestellung zur Problembewältigung geleistet. Trotz allem: ein absolut lesenswertes Buch!

Entdeckung!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Ems am 12.11.2012

Débutroman?! Dies ist eine Irreführung des Lesers! Patrick Tschan schreibt in einer Sprache, die gefangen nimmt, die entführt, die verführt. Ein großartiger Erzähler, der seine Protagonisten und die Sprache liebt. Ein Ver- und Entführer. Bitte mehr! Mehr von dieser präzisen ausufernden Sprache, mehr solche Geschichten, neben denen das... Débutroman?! Dies ist eine Irreführung des Lesers! Patrick Tschan schreibt in einer Sprache, die gefangen nimmt, die entführt, die verführt. Ein großartiger Erzähler, der seine Protagonisten und die Sprache liebt. Ein Ver- und Entführer. Bitte mehr! Mehr von dieser präzisen ausufernden Sprache, mehr solche Geschichten, neben denen das Leben verblasst, weil sie wahrer, schillernder, echter erscheinen. Eine wirkliche Entdeckung. Schön, dass es das gibt.