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Glennkill

Ein Schafskrimi

Schaf-Thriller Band 1

Leonie Swann

(66)
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Beschreibung

Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 18.07.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-40084-5
Verlag Cbj
Maße (L/B/H) 18,3/12,5/3,5 cm
Gewicht 365 g
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 11736

Weitere Bände von Schaf-Thriller

Buchhändler-Empfehlungen

Scha(r)fe Detektive

Sebastian Fiebrich , Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Eigentümlich, aber mit ein mit viel Witz und Humor verpackter Krimi. Denn wo hat man die Möglichkeit einer Schafherde mit ihren unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Eigenarten beim ermitteln beiwohnen.Für jeden, der Krimis mit Humor mag absolut empfehlenswert.

Tolle Idee!

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Immer mal entstehen wirklich gute Bücher, die aus der Perspektive eines Tiers erzählt sind. Und deren größte Stärke ist es, sich wirklich auf die Lebenswelt des Tiers einzulassen. Immer wenn sich Leonie Swann wirklich ins Schaf versenkt, ist "Glennkill" wahrlich großartig - wie etwa auch David Safiers "Mieses Karma" oder - mit mehr Ernst - "Fuchs 8" von George Saunders. Klar, manchmal werden die Schafe zu menschlich, was den Spaß nicht komplett trübt, aber ein wenig relativiert, aber Swann hat definitiv genug Originalität, um das nur zu schwächeren Momenten zu machen in einem insgesamt sehr überzeugenden Werk. Für alle, die Krimi mit Humor mögen - besonders in Richtung Agatha Raisin oder Flavia da Luce.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
66 Bewertungen
Übersicht
34
16
10
3
3

Die philosophischten Schafe der Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Witten am 16.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Wolkenschafe und das Gehütet werden, Verdrängung und Erinnerung, Selbstbestimmung und Sehnsucht nach der Herde, Leittiere und das Winterlamm - Menschen sind auch nur Schafe.

Glennkill
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 24.12.2018
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Super Geschichte! Etwas erstaunt hat mich, dass Ihr mir für 21.90 eine CD verkauft habt, die mit einen Kleber "Aktionspreis 10" drauf bei mir ankam. Wäre nett gewesen, den Aktionspreis an mich, den Kunden, weiterzugeben.

Naja
von einer Kundin/einem Kunden aus Künzell am 03.06.2018

Ich war echt neugierig: Schafskrimi, viele positive Bewertungen. Gelegentlich musste ich schmunzeln und war amüsiert, die Schafe, bei denen ich keine Probleme hatte, mir zu merken, wer wer ist, fand ich als Charaktere echt goldig. Aber die Storyline ist echt mau. Am Ende war ich nur noch gelangweilt und richtig froh, als endlich... Ich war echt neugierig: Schafskrimi, viele positive Bewertungen. Gelegentlich musste ich schmunzeln und war amüsiert, die Schafe, bei denen ich keine Probleme hatte, mir zu merken, wer wer ist, fand ich als Charaktere echt goldig. Aber die Storyline ist echt mau. Am Ende war ich nur noch gelangweilt und richtig froh, als endlich das Ende kam. Würde ich das Buch empfehlen? Nur Schaffreunden.


  • Artikelbild-0
  • Gestern war er noch gesund", sagte Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
    "Das sagt gar nichts", entgegnete Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde, "er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit."
    Der Schäfer lag neben dem Heuschuppen unweit des Feldweges im grünen irischen Gras und rührte sich nicht. Eine einzelne Krähe hatte sich auf seinem wollenen Norwegerpullover niedergelassen und äugte mit professionellem Interesse in sein Innenleben. Neben ihm saß ein sehr zufriedenes Kaninchen.
    Etwas entfernter, nahe der Steilküste, tagte die Konferenz der Schafe.
    Sie hatten Ruhe bewahrt, als sie ihren Schäfer an diesem Morgen so ungewohnt kalt und leblos vorgefunden hatten, und sie waren sehr stolz darauf. Natürlich hatte es im ersten Schrecken ein paar unüberlegte Rufe gegeben: "Wer bringt uns jetzt Heu?" etwa, oder "Ein Wolf! Ein Wolf!"
    Aber Miss Maple hatte schnell dafür gesorgt, dass keine Panik ausbrach. Sie erklärte, dass mitten im Sommer auf der grünsten und fettesten Weide Irlands sowieso nur Dummköpfe Heu fressen würden und dass selbst die raffiniertesten Wölfe ihren Opfern keinen Spaten durch den Leib jagten. Und ein solches Gerät ragte ganz zweifellos aus den morgenfeuchten Innereien des Schäfers.
    Miss Maple war das klügste Schaf von ganz Glennkill. Manche behaupteten sogar, sie sei das klügste Schaf der Welt. Doch niemand konnte das nachweisen. Es gab zwar einen jährlichen Smartest-Sheep-of-Glennkill-Contest, doch Maples außerordentliche Intelligenz erwies sich gerade darin, dass sie an solchen Wettbewerben nicht teilnahm.
    Der Gewinner verbrachte nach seiner Krönung mit einem Kranz aus Klee (den er anschließend fressen durfte) mehrere Tage auf einer Tournee durch die Pubs der angrenzenden Orte. Dort musste er immer wieder das Kunststück aufführen, das ihm irrtümlich seinen Titel eingebracht hatte, blinzelte in den Tabaksqualm, bis ihm die Augen tränten, und wurde von den Menschen so lange mit Guinness abgefüllt, bis er nicht mehr richtig stehen konnte. Außerdem machte ihn von da an sein Schäfer für jeden Schabernack verantwortlich, der auf der Weide geschah: Der Schlauste war immer der Hauptverdächtige.
    George Glenn würde nie wieder ein Schaf für etwas verantwortlich machen. Er lag aufgepfählt nahe des Feldwegs, und seine Schafe beratschlagten, was nun zu tun sei. Sie standen zwischen dem wasserblauen Himmel und dem himmelblauen Meer an der Steilküste, wo man das Blut nicht riechen konnte, und fühlten sich verantwortlich.
    "Er war kein besonders guter Schäfer", sagte Heide, die noch fast ein Lamm war und die nicht vergessen konnte, dass George nach dem Winter ihren stattlichen Lämmerschwanz kupiert hatte.
    "Genau!" Das war Cloud, das wolligste und prächtigste Schaf, das man sich vorstellen konnte. "Er hat unsere Arbeit nicht geschätzt. Die norwegischen Schafe machen es besser! Die norwegischen Schafe haben mehr Wolle! Er hat sich Pullover von fremden Schafen aus Norwegen schicken lassen eine Schande, welcher andere Schäfer hätte seine Herde so gekränkt!"
    Es entspann sich eine längere Diskussion zwischen Heide, Cloud und Mopple the Whale. Mopple the Whale bestand darauf, dass die Güte eines Schäfers sich schließlich an Futtermenge und -qualität erweisen würde und dass es hier nichts, aber auch gar nichts gegen George Glenn zu sagen gäbe. Schließlich einigte man sich darauf, dass der ein guter Schäfer sei, der niemals den Lämmern die Schwänze kupiert, keinen Schäferhund einstellt, Futter in Hülle und Fülle verabreicht, vor allem Brot und Zucker, aber auch gesunde Sachen wie Kräuter, Kraftfutter und Rüben (ja, sie waren alle sehr vernünftig) und sich ganz und gar in die Produkte seiner eigenen Herde kleidet, etwa mit einem Ganzkörperfell aus gesponnener Schafswolle.
    Das würde dann sehr schön aussehen, beinahe so, als sei er auch ein Schaf. Natürlich war allen klar, dass ein solch vollkommenes Wesen auf der