Ein Eichhörnchen auf Wanderschaft

Roman

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Der isländische Junge Sigmar lebt irgendwo auf dem Land bei seinen Verwandten Björg und Agúst. Sein Alltag ist geprägt vom Rhythmus des Hoflebens und von gähnender Langeweile, der er mich slbsterdachten Spielen und dunklen Phantasien zu entfliehen sucht. Eines Tages malst Sigmar ein bild mit einem Flugzeug, einem Hai, einer Hütte, einem Teich und sich selbst – als Eichhörnchen. Unerwartet beginnt das Tier sich zu bewegen, Sigmar verwandelt sich in das Eichhörnchen und verschwindet in seinem Bild. Das Eichhörnchen begibt sich auf Wanderschaft, bezieht in der gleichermaßen von tieren und einigen Menschen bewohnten Stadt eine Kellerwohnung, geht ins Kino, langweilt sich und trifft auf der Such nach Möbeln auf den Bären Hildibrandur, der als Antiquar arbeitet. Gyrdir Elíasson liebt das Absurde, aber seine Geschichten sind von peotischer Kraft und bei aller Skurrilität zurückhaltend und leise im Ton.
Portrait
Gyrdir Elíasson wurde 1961 in Rykjavik geboren. Er studierte nach seinem Abitur 1982 an der Pädagogischen Hochschule in Reykjavik und ist seit 1984 freier Schriftsteller. Seither veröffentlicht er Romane, Erzählungen und Gedichtsammlungen. 1998 wurde er mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet.; Laura Jurt, geboren 1979, lebt als selbstständige Illustratroin in Zürich. Sie arbeitet für Buchverlage, Magazine und Zeitungen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 122
Erscheinungsdatum Februar 2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-03774-020-0
Verlag Applaus Medien AG
Maße (L/B/H) 19,8/14,1/2 cm
Gewicht 332 g
Abbildungen mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Illustrator Laura Jurt
Übersetzer Gert Kreutzer
Buch (gebundene Ausgabe)
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Ein wunderschönes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Hannover am 14.11.2014

Dieses Buch hätte eigentlich noch viel mehr Sterne verdient. Die Geschichte ist wunderschön poetisch erzählt und hervorragend übersetzt. Darauf wurde in den Rezensionen aber schon zu Genüge hingewiesen. Was aber zusätzlich noch erwähnenswert ist, ist die Gestaltung und Verarbeitung des Buchs. Der Einband, das Papier, die Gestaltung, die Illustrationen:... Dieses Buch hätte eigentlich noch viel mehr Sterne verdient. Die Geschichte ist wunderschön poetisch erzählt und hervorragend übersetzt. Darauf wurde in den Rezensionen aber schon zu Genüge hingewiesen. Was aber zusätzlich noch erwähnenswert ist, ist die Gestaltung und Verarbeitung des Buchs. Der Einband, das Papier, die Gestaltung, die Illustrationen: Hier stimmt einfach alles, ein so schönes Buch (inhaltlich und optisch) habe ich wirklich schon lange nicht mehr gelesen. Wenn überhaupt schon mal.

Kaltgrüne Moospolster
von Susanne Pichler aus Linz Lentia am 23.05.2011

Sigmar ist 8 Jahre alt und lebt auf einem abgelegenen Hof in Island. Er ist ein Einzelgänger, gefangen in seiner Phantasie und seinen Gedanken. Björg und August leben mit ihm auf diesem Hof, wobei es völlig offen bleibt, ob sie seine Eltern, Pflegeeltern oder älteren Geschwister sind. Der verschwundene... Sigmar ist 8 Jahre alt und lebt auf einem abgelegenen Hof in Island. Er ist ein Einzelgänger, gefangen in seiner Phantasie und seinen Gedanken. Björg und August leben mit ihm auf diesem Hof, wobei es völlig offen bleibt, ob sie seine Eltern, Pflegeeltern oder älteren Geschwister sind. Der verschwundene Junge, von dem einige Spielsachen, ähnlich Reliquien, vorhanden sind, ist ein dominierender und unheilvoller Schatten über Sigmars Leben. Seine Tage verbringt er mit meist destruktiven Spielen oder Streichen; bevorzugtes Opfer ist dabei August, der wiederum als psychisch kranke Person skizziert wird. Eines Tages zeichnet Sigmar schließlich ein Eichhörnchen auf ein Blatt Papier und verwandelt sich in jenes, um endlich seiner kleinen eintönigen isländischen Welt zu entkommen. Er, das Eichhörnchen, verlässt das Blatt Papier und wandert in die nächste Stadt. Dort leben fast ausschließlich Tiere. Die Menschen sind verschwunden; angedeutet wird, dass die meisten einen Kopf kürzer gemacht wurden. Auch diese Welt ist düster und unheimlich. Misstrauen und Vorsicht dominieren das Verhalten der Tiere. Gyrdir Eliasson hat ein schrecklich düsteres, melancholisches Buch geschrieben. Nach der letzten Seite weiß man genauso wenig, wer zu wem gehört, wer krank ist, wer nur in der Einbildung des anderen existiert. Wahrscheinlich kann man dieses Buch mehrmals lesen und immer zu einer anderen Schlussfolgerung kommen, bedingt durch die eigene Stimmung. Ein Buch, das ohne Anfang und ohne Ende auskommt, allerdings in zwei klar voneinander abgegrenzte große Kapitel zerfällt, die aber beide von einer sehr poetischen Sprache getragen werden. Schönstes Beispiel: "...ein Perserteppich mit einem gewebten Muster das an blaue Berge in weiter Ferne erinnert, ein Zitronenmond, geflügelte Wolken und Beete von Schlafmohn. Wahrscheinlich ist es ein ungarisches Volksmärchen, das mir diese Furcht vor Traumsonnen eingeflößt hat...", aus dem Tagebuch des Eichhörnchens.