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Der Geschmack des Wassers

Der Hexenprozess von Dillenburg

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Dillenburg, 16. Jahrhundert: Schon einmal wurden Barbara Weitzel und ihre Schwester Lena in einem Hexenprozess freigesprochen, während drei Frauen brannten. Doch nun machen erneut Gerüchte die Runde ... Wieder werden die unschuldigen Frauen eingekerkert, gefoltert und vor Gericht gestellt. Doch der Prozess nimmt einen für die Zeit einmaligen Verlauf ... Eine packende Geschichte, basierend auf einem wahren Prozess.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.04.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783775170277
Verlag SCM Hänssler
Dateigröße 3508 KB
Verkaufsrang 28.383
eBook
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Absolut empfehlenswert - 5 Sterne
von Diana Jacoby aus Bretten am 08.09.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung: Als großer Historienfan und dank einer Leserunde bin ich in den Genuss des Buches gekommen. Genuss? Ja, es war wahrlich ein Genuss. Und zwar von der ersten bis zur letzten Zeile. Obwohl mich anfangs die vielen Namen etwas irritiert haben, hat mich dann aber die sehr schöne und... Meine Meinung: Als großer Historienfan und dank einer Leserunde bin ich in den Genuss des Buches gekommen. Genuss? Ja, es war wahrlich ein Genuss. Und zwar von der ersten bis zur letzten Zeile. Obwohl mich anfangs die vielen Namen etwas irritiert haben, hat mich dann aber die sehr schöne und bildhafte Sprache schnell in die Geschichte "gebeamt". Ich habe mich nicht nur als Leser, sondern vielmehr als Zuschauer gefühlt. Zuschauer, einer sehr packenden und eindrucksvollen Story, die historisch belegt ist. Klar, man hat schon vieles über die Hexenprozesse gelesen, gesehen und gehört, aber dieses Buch ist etwas besonderes. Es ermöglicht sozusagen, den Blick hinter die Kulissen. Einfach toll! Fasziniert war ich auch von dem Satz: "Den wahren Geschmack des Wassers, erkennt man in der Wüste!" Leseempfehlung für Historienfans eine absolute Leseempfehlung. Ein Buch, dass den Leser sofort in seinen Bann zieht und erst wirklich mit dem letzten Wort wieder los lässt.

Eine brillante, wahre und mitreißende Famielengeschichte um einen Hexenprozess
von Arietta am 21.08.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Schicksal nimmt seinen Lauf im Jahre 1589 in Wissenbach im Wald, als Barbara ihr Mann Melchior , ihre Schwester Lena und ihr Mann Cornelius von einem Tanzvergnügen auf dem Weg nach Hause sind. Barbara , die dringend ihrer Notdurft verrichten muss , wird vom Fuhrmann Cuntzen dabei überrascht .... Das Schicksal nimmt seinen Lauf im Jahre 1589 in Wissenbach im Wald, als Barbara ihr Mann Melchior , ihre Schwester Lena und ihr Mann Cornelius von einem Tanzvergnügen auf dem Weg nach Hause sind. Barbara , die dringend ihrer Notdurft verrichten muss , wird vom Fuhrmann Cuntzen dabei überrascht . Er wird zudringlich , sie wehrt sich und flieht … Sagt den anderen aber nichts , dafür ist ihre Scham zu groß. Das alles soll ihr später mal zum Verhängnis werden. Schon immer hatte Cuntzen ein Auge auf Barbara geworfen , aber sie heiratete lieber Melchior, den sie über alles Liebt , mit dem Sie Glücklich verheiratet ist, sie haben 2 Prachtvolle Kinder. Eine gut gehende Mühle , aber in letzter Zeit fehlen Säcke mit Mehl. Ihre Schwester Lena ist nach dem frühen Tod ihres Mannes mit Cornelius , dem Schmied Glücklich verheiratet. Alles könnte so schön sein wäre da nicht der reiche Fuhrmann und Gasthausbesitzer Cuntzen. Er ist irgendwie von Rache und Neid geplagt , ist er doch mit seiner Frau nicht glücklich und sein Sohn ist obendrein noch ein Krüppel . Dann geht auch noch sein bestes Pferd ein , er gibt Barbara an dem ganzen die Schuld , sie hat alles verhext. Waren sie und ihre Schwester doch schon mal vor ein paar Jahren der Hexerei angeklagt worden , aber sie wurden frei gesprochen , wogegen die anderen 3 Frauen brennen mussten . Überhaupt in letzter Zeit starb einiges an Vieh und die Wellnerin fiel Tod um..... Das alles nutzt er zu seinen Gunsten aus, er wiegelt die Dörfler auf und lenkt geschickt den Verdacht auf die beiden... Da kommt ihm auch noch wie gerufen der Zufall zur Hilfe als der Graf einen Kutschen Unfall hat , bietet er ihm seine Hilfe an und klagt ihm sein Leid und den Verdacht gegen die Hexen.... Es kommt wie es kommen muss , die 2 Frauen werden verhaftet , können sich aber noch einmal retten …. Aber es kehrt keine Ruhe ein , die Stimmung kocht hoch und beide werden erneut verhaftet, in den Kerker gesperrt. Man behandelt sie mehr als entwürdigend , unterzieht sie der Peinlichen Befragung und foltert sie, aber beide bleiben Standhaft und beteuern immer wieder ihre Unschuld.. Im Prozess sagen viele der Dörfler negativ gegen beide aus , der Pfarrer beteuert ihre Unschuld und auch einige wenige. Die Dörfler und Cuntzen und einige Räte würden die Frauen gerne brennen sehen.... Der Graf ist insgeheim auf ihrer Seite , erhält nicht viel von Hexerei , aber ob er sich der großen Mehrheit widersetzen kann , ist fraglich... Auch plagen ihn Finanzielle Sorgen , die geerbte Grafschaft ist hoch verschuldet , seine Frau Kunigunde stirbt. Er möchte die Schulpflicht für alle Jungen und Mädchen auf den Dörfer einführen. Es kommt erneut zu einem Prozess , der unerwartet für die beiden Frauen und Familien endet, aber auch für die Aufmüpfigen Dörfler und ihr Anführer Cuntzen... Die Autorin Ingrid Kretz , lässt den Leser teilhaben an einer wahren Begebenheit ihrer Familiengeschichte im 16. Jahrhundert in Dillenburg. Mit viel Fingerspitzengefühl, feinfühlig und spannend erzählt sie von dem Hexenprozess zweier Vorfahrinnern , der mit einem ungewöhnlichen Ausgang endete. Das ganze ist hervorragend recherchiert , sie ist wirklich tief in ihre Familiengeschichte eingetaucht. Ihre Protagonisten wirken lebendig und zum Greifen nah. Man wird unwillkürlich in den Bann der Geschichte hineingezogen. Erlebt den Prozess , den Kerker, die Tortur , die Anfeindungen , Verleumdungen, den Neid und den Hass. Man bekommt einen Einblick in das ganze Geschehen , all den Aberglauben des damaligen dunklen Jahrhunderts. Wundervoll das sie das ganze auf Papier gebracht hat und diese Geschichte für die nächsten Generationen bewahrt und Wachheld. „ Eine brillante und mitreißende Familiengeschichte mit wahrem Hintergrund“

Sehr guter historischer Roman
von mabuerele am 21.08.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir schreiben das Jahr 1589. Barbara und ihre Schwester Lena kehren mit ihren Männern von einem Tanzfest nach Hause zurück. Dabei müssen sie ein Waldstück durchqueren. Als sich Barbara erleichtern möchte, steht plötzlich der Fuhrmann Cuntzen hinter ihr. Sie kann ihm entkommen, muss aber seine Rache fürchten. Der historische Roman... Wir schreiben das Jahr 1589. Barbara und ihre Schwester Lena kehren mit ihren Männern von einem Tanzfest nach Hause zurück. Dabei müssen sie ein Waldstück durchqueren. Als sich Barbara erleichtern möchte, steht plötzlich der Fuhrmann Cuntzen hinter ihr. Sie kann ihm entkommen, muss aber seine Rache fürchten. Der historische Roman beruht auf tatsächlichen Geschehen. Barbara ist in zweiter Ehe mit dem Müller Melchior verheiratet. Beide sind sich in Liebe zugetan, was in dieser Zeit eher Ausnahme als Regel war. Ihre Schwester Lena hat den Schmied Cornelius geheiratet. Beide Frauen wurden schon einmal als Hexen angeklagt und freigesprochen. Cuntzen ist der reichste Einwohner des Ortes. Fuhrgeschäft und Gastwirtschaft florieren. Doch Recht und Gesetz gelten für ihn nicht. Für Misserfolge macht er andere verantwortlich. Der noch vorhandene Hexenglaube ist ihm gerade recht. Herr über das Land ist Graf Johann. Er gehört den calvinistischen Glauben an und setzt auf Bildung für seine Untertanen. Dazu hat er Lehrer für die Kinder der Dörfer eingestellt und eine Hohe Schule in Herborn gegründet. Die Autorin hat das Leben der damaligen Zeit sehr detailgenau beschrieben. Der Roman zeugt von umfangreichen und exakten Recherchen. Das betrifft sowohl das Alltagsleben auf dem Dorfe als auch am Hofe des Grafen. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen hat die spannende Handlung. Natürlich habe ich mit den beiden Frauen um ihr Leben gebangt. Deutlich wird, dass es schwer war, Fortschritt in die Dörfer zu bringen. Der Schulbesuch für die Kinder war ein Angebot des Grafen, dass von vielen nicht angenommen wurde. Aberglaube und Unvernunft waren zäh. Sehr ausführlich wurde das Gerichtswesen dargestellt. Frauen hatten kaum eine Chance, gehört zu werden. Ihre Erniedrigung gehörte zum Alltag. Interessant fand ich, dass ein Teil der Bürger, die Gericht sprechen durfte, sich durchaus im Klaren darüber war, dass ihre Familie vor gleichen Anklagen nicht gefeit war. Die sprachliche Gestaltung des Buches ist sehr gut gelungen. Während die Romanhandlung im heutigen Deutsch erzählt wird, verwendet die Autorin an passender Stelle die historischen Begriffe. Das betrifft zum Beispiel die Angabe der Monate. Auch Bibelsprüche und Liedverse werden in Originalsprache verwendet und kursiv eingefügt. Bildhafte Sprache und gekonnte Vergleiche sind vielfach genutzte sprachliche Elemente. Die Bedeutung des Glaubens für das Leben in damaliger Zeit wird an vielen Stellen herausgearbeitet. Besonders Barbara findet darin Halt und Kraft, auch wenn nicht verschwiegen wird, dass sie durch das Dunkel des Zweifels muss. Hilfreich ist das ausführliche Personenregister zu Beginn. Im Nachwort informiert die Autorin, was historisch verbürgt und was ihrer Phantasie entsprungen ist. Ein Glossar und ein Literaturverzeichnis vervollständigen das Buch. Das in verschiedenen Brauntönen gehaltene Cover mit den zwei unterschiedlichen Frauengestalten passt zum Inhalt. Der Sinn des ungewöhnlichen Titels wird nach dem Lesen des Buches verständlich. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Er zeichnet ein anschauliches Bild der damaligen Zeit, hat mir einiges an neuem Wissen vermittelt und belegt, wie hartnäckig sich alte Einstellungen gegenüber neuen Möglichkeiten halten. Gleichzeitig prangert er die Schädlichkeit von Rache, Gier und Eigennutz an.