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Notizhefte

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Die Lieblingsepoche des Autors ist fraglos das 18. Jahrhundert der Rousseau und Montesquieu, gerade wegen der Geständnisfreude, mit der es seine Leidenschaften bekennt. Vor allem aber interessiert ihn die geistige Konkurrenz zwischen den Epochen und Traditionen, das Unerledigte der Vergangenheit, ihre Lektionen; und die Gegenwart, als zuletzt kommende, wird um ihre scheinbare Überlegenheit gebracht, alle Perioden erhalten die gleiche Chance. Und so entsteht ein Gespräch zwischen den unabhängigsten Köpfen von der Aufklärung bis heute, von Montaigne bis Nietzsche und Darwin, von Büchner bis Canetti, Jünger und vielen anderen - ein Füllhorn voller immer wieder überraschender Lesefrüchte, Entwürfe, Maximen und Reflexionen; mit wiederkehrenden Motiven und Themen, wie etwa (unter dem Stichwort Deutsche Dinge") die beständigen Eigenarten der Deutschen, die Rolle von Mitleid und Erinnerung in der heutigen Gesellschaft oder die Konkurrenz von Politik und Kultur in der deutschen Geschichte.
Die Notizen bewegen sich zwischen der lakonischen Knappheit des Aphorismus und dem Kurzessay; Spontaneität und Zufall sind ihr Signum, und sie sind ungeplant, notiert in ein Heft, das jederzeit zur Hand war. Es sind, um mit einer seiner schönen Trouvaillen zu sprechen, Denksteine, die um und um gewendet werden müssen" (Goethe), Gedanken im Wartestand, die darauf warten, dass Autor und Leser sich ihnen zuwenden, um Gebrauch von ihnen zu machen.
Henning Ritters Notizhefte sind ein sehr persönlicher Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Denken im Spiegel einer unvermutet aktuellen Vergangenheit.
Portrait
Henning Ritter (1943 - 2013) war von 1985 bis 2008 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verantwortlich für das Ressort »Geisteswissenschaften«. Zahlreiche Publikationen, u.a. als Herausgeber von Jean-Jacques Rousseaus Schriften und Montesquieus Meine Gedanken. Mes pensées - Aufzeichnungen; zuletzt veröffentlichte er »Nahes und fernes Unglück. Versuch über das Mitleid« (2004) und »Die Eroberer. Denker des 20. Jahrhunderts« (2008). Im Jahre 2000 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Hamburg verliehen, er ist Träger des Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preises und des Ludwig-Börne-Preises.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.09.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783827072009
Verlag EBook Berlin Verlag
Dateigröße 556 KB
eBook
14,99
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Reminiszenzen an die Geisteswissenschaften der FAZ
von einer Kundin/einem Kunden am 20.07.2011
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Vielleicht kennen Sie Herrn Henning Ritter noch aus der Lektüre Ihrer FAZ? Bis 2008 war er für die Rubrik "Geisteswissenschaft" in der FAZ der zuständige Redakteur. In dem Buch "Notizhefte" sind nun seine Aphorismen, Fragmente und Kurzessays zusammengefügt worden, die er in seinen sogenannten Notizheften sammelte. Die Leserin begleitet... Vielleicht kennen Sie Herrn Henning Ritter noch aus der Lektüre Ihrer FAZ? Bis 2008 war er für die Rubrik "Geisteswissenschaft" in der FAZ der zuständige Redakteur. In dem Buch "Notizhefte" sind nun seine Aphorismen, Fragmente und Kurzessays zusammengefügt worden, die er in seinen sogenannten Notizheften sammelte. Die Leserin begleitet so nicht nur Herrn Ritters Lektüreerfahrungen, die ausgesprochen frankophon, die aber auch der angelsächsischen und deutschen Literatur und Philosophie verpflichtet sind. Wir vernehmen auch mit Erstaunen, zu welchen Gedankenkonstellationen, Ideenreichtum und Geistesartistik der journalistische Feuilleton fähig war.