Gotthold Ephraim Lessing 'Nathan der Weise'

Interpretationshilfen / Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise

EinFach Deutsch

Alexandra Wölke

(69)
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Beschreibung


Die Bände der Reihe EinFach Deutsch … verstehen beziehen sich auf traditionelle und moderne literarische Werke, die häufig in der Schule gelesen werden und auch für Prüfungen von Bedeutung sind. 

Sie richten sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, aber auch an andere interessierte Leserinnen und Leser, die Material suchen, um den Leseprozess zu begleiten, zu entlasten und zu optimieren.

Im Einzelnen zeichnet sich die Reihe durch folgende Elemente aus


  • ein Anschreiben an die Leserin und den Leser, welches zur Auseinandersetzung mit dem  jeweiligen Werk motivieren soll

  • ein Schaubild zur Personenkonstellation

  • eine gegliederte und mehrfach grafisch aufbereitete Inhaltszusammenfassung mit ersten Deutungsakzenten, die den Verstehensprozess initiieren und leiten

  • Hintergrundinformationen zur Entstehung des Werks, zu biografischen, kunsttheoretischen und ideengeschichtlichen Aspekten sowie zur Rezeption

  • modellhafte Charakterisierungen der Hauptfiguren

  • exemplarische Analysen zentraler Szenen

  • Übersichten zur möglichen Vernetzung mit anderen Werken

  • Hinweise zu weiterführender Literatur und zu Internetadressen


Für die Schule in besonderer Weise relevante Aufsatzformen wie die Charakterisierung und die Analyse (Beschreibung und Deutung) ausgewählter Textstellen werden dabei nicht einfach vorgegeben, sondern durch entsprechende systematische Hinweise eingeführt oder in Erinnerung gerufen.

EinFach Deutsch ... verstehen ersetzt nicht den Interpretationsprozess, die Bände der Reihe fordern den aktiven Leser und die aktive Leserin!

Gotthold Ephraim Lessing, geb. 1729 in Kamenz/Oberlausitz, kam als Pfarrerssohn und drittes von zwölf Kindern zur Welt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theologie, wandte sich aber bald den philologischen Fächern zu. Der Schriftsteller arbeitete als Dramaturg für das Hamburger Nationaltheater und verfasste zahlreiche berühmte Werke. Privat hatte Lessing 1777/78 sowohl den Tod seines Sohnes als auch den seiner Frau zu verkraften. Er starb am 15. Februar 1781 vereinsamt in Braunschweig. Die Uraufführung seines "Nathan" im Jahr 1783 erlebte er nicht mehr. Als bedeutendster Dichter, Denker und Kritiker der Aufklärung, dessen Genialität sogar Goethe bewunderte, gilt er heute als erster moderner Autor Deutschlands.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 154
Erscheinungsdatum 18.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-14-022526-7
Reihe EinFach Deutsch
Verlag Schöningh Verlag im Westermann Schulbuchverlag
Maße (L/B/H) 18,7/12,6/1 cm
Gewicht 157 g
Abbildungen einige Abbildungen
Schulformen Berufliche Vollzeit-Schule, Gymnasium, Sekundarschule, Sekundarstufe II
Klassenstufen 10. Lernjahr, 11. Lernjahr, 12. Lernjahr, 13. Lernjahr
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

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Buchhändler-Empfehlungen

Marianne Sibbing, Thalia-Buchhandlung Bocholt

Obwohl es mittlerweile schon Klassenlektüre ist, hat für mich dieses Buch nichts verloren wegen seiner eindringlichen Charakterbeschreibung und seiner anrührenden Geschichte.

M. Kösters, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Ein Jugenlicher und eine erwachsene Frau lernen sich durch Zufall kennen und verieben sich ineinander. Alles scheint auf einem guten Weg, da sie sich wirklich um die Beziehung bemühen. Doch sie hat ein tiefes dunkels Geheimnis, das nicht nur ihre Liebe bedroht. Eindrucksvoll.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
69 Bewertungen
Übersicht
36
17
13
1
2

wahrhaftig wundertoll
von einer Kundin/einem Kunden am 13.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch das Bernhard Schlink bis 1995 geschrieben hat, habe ich gestern Abend im Jahr 2021 um 3 Uhr 14 beendet. Es ist doch faszinierend. Meiner Beobachtung nach, steht ein Autor in einer besonderen Beziehung zu seinem Leser. Er teilt mir seine Gedanken mit, ohne zu wissen bei wem sie ankommen. Ich erhalte sie, ein Katzenleben ... Das Buch das Bernhard Schlink bis 1995 geschrieben hat, habe ich gestern Abend im Jahr 2021 um 3 Uhr 14 beendet. Es ist doch faszinierend. Meiner Beobachtung nach, steht ein Autor in einer besonderen Beziehung zu seinem Leser. Er teilt mir seine Gedanken mit, ohne zu wissen bei wem sie ankommen. Ich erhalte sie, ein Katzenleben später. Und sie berühren mich, obwohl wir uns nie getroffen haben. Insbesondere bei diesem Buch fühlt sie sich sehr intim an: die Verbindung. Ich war ein ungebetener Gast. Eingebrochen in einen Kopf, dessen fremde Welt man plötzlich aus der Ich-Perspektive erfährt. Trotzdem war diese Erfahrung keine unangenehme. Ich habe nur nicht damit gerechnet. Als und weil sie zu Ende war, war ich ein bisschen traurig. Mehr als ein bisschen begeistert, bin ich jetzt. Das was einen einholt, überrollt und mitnimmt, ist sicherlich der Schreibstil des Autors. Er schreibt sehnsuchtsvoll und träumerisch, direkt und kalt. Einfach. Markiert habe ich mir häufig etwas. „Ein Pferd?“ Sie löste sich von mir, richtete sich auf und sah mich an. Sah mich entsetz an. „Magst du das nicht? Ich komme darauf, weil du dich so gut anfühlst, glatt und weich darunter fest und stark. Und weil deine Wade zuckt.“ (…) „Ich denke bei Pferd nicht an Pferdegebiss oder Pferdeschädel oder was immer dir nicht gefällt, sondern an etwas Gutes, Warmes, Weiches, Starkes. Du bist kein Häschen oder Kätzchen, und Tigerin - da ist was drin - was Böses, was du auch nicht bist.“ - S.69 Als auch ich schlecht gelaunt reagierte, wir in Streit gerieten und Hanna mich wie Luft behandelte, kam wieder die Angst, sie zu verlieren, und ich erniedrigte und entschuldigte mich, bis sie mich zu sich nahm. Aber ich war voll Groll. - S.70f „Du kannst jederzeit kommen.“ Mein Vater sah mich an. Ich glaubte ihm nicht und nickte. - S.139 Der Leser fragt sich ganz natürlich bald, warum der Erzähler melancholisch klingt. Was ist passiert? Die Antwort, welche wir am Ende des Buches erhalten, ist eine treffende Erklärung dafür wie „Jungchen“ auf die Begegnung wie Treffen zurück blickt. Sein Charakter ist stimmig, er ist ein geformter Mensch. Mit Ecken und Kanten. Der Leser versteht die Veränderung. Er wird älter und bleibt womöglich dennoch in gleicher Beziehung zur Protagonistin. Obwohl er kaum etwas über sie weiß, kennt er sie. Wahrscheinlich weil er sie liebt und ergründet hat. Ich frage mich was passiert wäre, wenn er anders gehandelt hätte. Dabei hat er der doch garnicht gehandelt und es ist nichts passiert. Ihre Liebe scheint nicht wie Liebe in Büchern. Sie ist wie Liebe im echten Leben. Für mich sind Bücher immer Erlebnisse. Sie sind ein ein Zugang zu Menschen. Obwohl die Beschriebenen nicht echt sind, sind sie doch wirklich. Beim Zuklappen, ein epischer Moment - bei jedem Buch, war ich verwundert. Weil ich den Eindruck hatte, Bernhard Schlink hat über sich selbst geschrieben: Zu gut kennt er den Protagonisten. Jeder der Schreibt, schreibt in gewissem Maße über sich selbst. Über Erfundenes, Erhofftes oder Echtes. Vielleicht ist Bernhard Schlink schlichtweg ein guter Lügner. Ich meine damit nicht, dass er Menschen gut anlügen kann, das mag sein - muss aber nicht. Ich glaube ihm. Das Ich erzählt über Distanz und Nähe und mit Distanz über Nähe, als wäre es selbst stark davon berührt, weil es wahrhaftig fühlt. Der Leser kann nicht anders als es ihm gleich zu tun. Ich weiß den Namen der Hauptfigur nicht und bin nicht sicher, ob er mir verraten wurde. Dass er da stand kann sein, weil ich ihn mir nicht hätte merken müssen. Er wäre wie mein eigener gewesen.

Moralisch kontrovers, philosophisch geschmückt und außergewöhnlich besonders
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer am 24.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Vermutlich hätte ich dieses Buch niemals in die Hände genommen, wenn unsere Deutschlehrerin uns nicht dazu verdonnert hätte. Vielleicht hätte ich irgendwann einmal den Film geschaut, aber auch das nur, wenn ich durch Zufall darauf gestoßen wäre. Doch unsere Deutschlehrerin hat uns den Auftrag gegeben das Buch zu lesen - zum... Vermutlich hätte ich dieses Buch niemals in die Hände genommen, wenn unsere Deutschlehrerin uns nicht dazu verdonnert hätte. Vielleicht hätte ich irgendwann einmal den Film geschaut, aber auch das nur, wenn ich durch Zufall darauf gestoßen wäre. Doch unsere Deutschlehrerin hat uns den Auftrag gegeben das Buch zu lesen - zumindest den ersten Teil - und so habe ich innerhalb von ein paar Tagen das Buch beendet. Vielleicht hätte ich auch schneller lesen können, doch zugegeben waren manche Passagen nur schwer zu verstehen und der 1. Teil hat es mir auch nicht immer leicht gemacht, das Buch weiterzulesen. Dazu aber gleich mehr. Ich wusste im Vorhinein ein wenig worum es geht, auch da ich mir den Trailer zum Film angeschaut habe und war so erstmal wenig überrascht vom Inhalt. Allerdings von Bernhard Schlinks teils wirklich philosophischen Einwürfen, über die ich mehr als einmal nachdenken musste. Der erste Teil hat mir nicht sonderlich gut gefallen, er war gut geschrieben, bestand jedoch vor allem aus Sex - und auch wenn mir solche Szenen in gewissen Maßen nichts ausmachen, so waren es doch beachtlich viele. Und zu wissen, dass es ein 15-jähriger mit einer Mitte 30-Jährigen tut macht das ganze nicht viel besser. Dementsprechend hat dieser Teil mir einiges abverlangt und ich habe kaum erwartet, dass es besser wird... Doch das wurde es. Ab dem 2. Teil habe ich angefangen das Buch zu genießen, mit all seinen komplexen Fragen, den moralischen Zwiespalten, zwischen denen der Protagonist steht und dem so ungewöhnlichen Schreibstil. Es ist eine besondere und doch so lehrreiche Aufarbeitung der NS-Zeit und zeigt Facetten, die man so z.B nicht im Geschichtsunterricht behandelt, und gerade für meine, noch so junge Generation, unheimlich viel Wert hat. Ja, es war teilweise schwer verständlich, manche Zeilen mussten mehrmals gelesen werden, und doch fiel es mir irgendwie leicht. Ich möchte weiterhin nicht zu viel verraten, doch ich kann eines Sagen: Am Ende habe ich geweint. Und dann habe ich mich gefragt, ob ich das überhaupt darf, oder ob das Weinen nicht auch moralisch verwerflich ist...

Tippi Toppi
von einer Kundin/einem Kunden aus Radevormwald am 02.08.2020

Eine sehr gute Hilfestellung zum gleichnamigen Drama der EinFach Deutsch Reihe. Mit dem zusätzlichen Prüfungsteil wird man sehr gut auf das Abitur oder nur auf Klausuren vorbereitet. ABER: Nach jedem Kapitel wäre eine Zusammenfassung hilfreich


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