Karte und Gebiet

Roman

Michel Houellebecq

(35)
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Beschreibung

Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. >Karte und Gebiet< ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: »Michel Houellebecq, Schriftsteller«. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. >Karte und Gebiet< wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783832185497
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel La carte et le territoire
Dateigröße 2605 KB
Übersetzer Uli Wittmann
Verkaufsrang 33767

Buchhändler-Empfehlungen

Houellebecq wie man Ihn liebt

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

In dem neuesten Werk von Houellebecq geht es um den Künstler Jed Martin und sein gesamtes Leben. Angenehm überrascht hat es mich, dass auch der Autor selbst eine Rolle in dem Roman spielt. Wie weit dieser geschilderte "Houellebecq" dem Original entspricht, sollte jeder Leser selbst entscheiden. Sehr viel schildert Houellebecq hier Kunst, Architektur, Malerei und die Schriftstellerei aus einer technischen Betrachtungsweise und sein gewohntes doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel fehlt auch in diesem Roman nicht. Er seziert ein Land und dessen Bewohner und das Leben, die Kunst und der Tod werden kartografisch unglaublich gut geschildert. Jeder Houellebecq Fan dürfte an diesem Meisterwerk seine Freude haben.

Nicht nur für Kunstinteressierte

Anna Harms, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

Jed Martin erreicht als junger Künstler Ruhm und Reichtum durch das abfotografieren von Michelin Karten. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zieht er sich zurück und gibt nicht nur die Fotografie, sondern auch jegliche soziale Kontakte auf. Er widmet sich einer anderen Kunstform, der Malerei. Er malt Menschen in ihren Berufen und Stellungen. Das Vorwort für seinen Ausstellungskatalog, soll kein anderer als Michel Hoellebecq verfassen. Zwischen ihnen entsteht eine Verbindung, die auf ihre eigene Weise einer Freundschaft gleicht. Nach erfolgreicher Ausstellung besucht Jed Hoellebecq ein letztes Mal, er bringt ihm wie versprochen sein letztes Gemälde, Michel Hollebecq – Schriftsteller. Jahre später wird Jed auf das Polizeirevier geladen, der berühmte Schriftsteller wurde ermordet aufgefunden. Mit diesem Buch hat Hollebecq eine Mischung aus einem, wie gewohnt kühlen, Gesellschaftsroman und einem brutalem Krimi geschaffen, indem dem Leser neben ihm noch viele weitere bekannte Persönlichkeiten begegnen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
20
8
6
0
1

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Ich gestehe: Das war mein erster Houellebecq-Roman. Vorher natürlich schon viel gehört von diesem polarisierenden, provokanten Franzosen. Karte & Gebiet - von den einen als reifes Werk gelobt, von den anderen als Houellebecq-untypisch, weil zu milde, abgetan - hat mich von der ersten Seite an überzeugt: ein guter, gut geschriebe... Ich gestehe: Das war mein erster Houellebecq-Roman. Vorher natürlich schon viel gehört von diesem polarisierenden, provokanten Franzosen. Karte & Gebiet - von den einen als reifes Werk gelobt, von den anderen als Houellebecq-untypisch, weil zu milde, abgetan - hat mich von der ersten Seite an überzeugt: ein guter, gut geschriebener, oft eleganter Roman, ein Kunst- und Künstlerroman, ein Gesellschaftsroman, ein Gegenwarts- und Zukunftsroman und - auch das - ein Kriminalroman. Mir würde kein vernünftiger Grund einfallen, warum Sie das Buch nicht lesen sollten.

Überraschungsbuch von Houellebecq
von Anna Störmer aus Bonn am 25.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal ... In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal lesen.

10 Sterne für dieses Meisterwerk! [Auch im E-Book Format)
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 10.08.2013

Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein l... Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein literarischer Geniestreich gelungen. Das Enfant terrible der französischen Literatur gibt sich handzahm, wollte unbedingt den Prix Goncourt...dass ich nicht lache - den hatte er übrigens schon viel früher verdient - nein, nein, nein, MH hat nur seine Taktik geändert, ist subtiler geworden, und ich wette, er hat sich dabei totgelacht. Der böse Misanthrop wird zum zahmen Romancier, no way, er ist nur ruhiger, abgeklärter und damit bei all seinem Talent noch brillanter geworden. Dieses Buch können Sie auf vielen Ebenen lesen, der rein unterhaltsamen und der literarischen; und doch ist es gespickt mit philosophischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzungen. Dazu kommt eine gepfefferte Prise Selbstironie und zudem ein Kommissar Jassellin, der mich hoffen läßt, dass MH, angeödet vom Literaturbetrieb, demnächst einen reinen Kriminalroman schreibt. Dann spätestens baue ich ihm einen Tabernakel...


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