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Heimstraße 52

Roman

(5)
Lang war die Reise, lang wie die Reisen in Märchen. Gül hat Tage gebraucht, um nach Deutschland zu kommen, und sie weiß noch nicht, dass die Jahre wie Wasser dahinfließen werden, bis ihr Haus in der Türkei gebaut ist und sie zurückkehren kann.

Bis dahin lernt sie alle Arten der Sehnsucht kennen: die nach ihren beiden Töchtern, nach ihrem Vater, dem Schmied, nach Düften und Farben und Früchten. Doch unmerklich wird die Heimstraße in diesem kalten, unverständlichen Land zu einer anderen Heimat.

„Euer Leben wird in der Fremde vergehen“, warnt man sie. Aber die ganze Welt ist eine Fremde, wenn man nicht bei den Seinen ist. Geht es ihren Töchtern gut, ist Gül, als hätte das Leben keine Grenzen mehr. Wer ihre geduldige Zuversicht kennt, muss dem Stoßseufzer einer Freundin zustimmen: „Dank sei dem Herrn für dieses Herz, in dem alle Platz haben.“
Portrait
Selim Özdogan wurde 1971 geboren und lebt in Köln.

Er veröffentlichte die Romane "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" (1995), "Nirgendwo&Hormone" (1996), "Mehr" (1999) und "Ein Spiel, das die Götter sich leisten" (2002) sowie "Ein gutes Leben ist die beste Rache" (Stories, 1998) und "Trinkgeld vom Schicksal" (Geschichten, 2003).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 302 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.02.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783841202017
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 2315 KB
Verkaufsrang 54.732
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Einfühlsam und wirklichkeitsnah “

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Wie ergeht es einer Türkin, die ohne ihre Kinder zu ihrem Mann nach Deutschland kommt? Was fühlt sie, als sie Jahre später zu ihrer Familie in ein eigenes, neugebautes Haus in die Türkei zurückkehrt? Selim Özdogan vermag auf diese Fragen durchaus überzeugende Antworten zu geben, indem er uns von Gül erzählt. Beinah dokumentarisch, trotzdem einfühlsam und wirklichkeitsnah, berichtet er von ihren monotonen Tagen, aber auch von Freundschaften und dem Gefühl der Heimatlosigkeit. Wie ergeht es einer Türkin, die ohne ihre Kinder zu ihrem Mann nach Deutschland kommt? Was fühlt sie, als sie Jahre später zu ihrer Familie in ein eigenes, neugebautes Haus in die Türkei zurückkehrt? Selim Özdogan vermag auf diese Fragen durchaus überzeugende Antworten zu geben, indem er uns von Gül erzählt. Beinah dokumentarisch, trotzdem einfühlsam und wirklichkeitsnah, berichtet er von ihren monotonen Tagen, aber auch von Freundschaften und dem Gefühl der Heimatlosigkeit.

„Eine gelungene Fortsetzung“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Es gibt Bücher, bei denen kann man gar nicht genau sagen, warum sie einen so berührt haben. "Die Tochter des Schmieds" von Selim Özdogan ist zum Beispiel so eines. Schon Fatih Akin rief auf: "Leute, lest dieses Buch!" Recht hat er.
Und nun geht die Lebensgeschichte von Gül weiter, die als Gastarbeiterin ihrem Mann nach Deutschland folgt. Sehr lesenswert, sehr interessant, ein Stück deutscher Geschichte.
Özdogan versteht es meisterhaft, mit einer leichten, fast plaudernden Art zu schreiben und die Probleme und Ängste der Gastarbeiter so zu erzählen, dass einem doch manchmal der Atem stockt. Unbedingt lesen.
Es gibt Bücher, bei denen kann man gar nicht genau sagen, warum sie einen so berührt haben. "Die Tochter des Schmieds" von Selim Özdogan ist zum Beispiel so eines. Schon Fatih Akin rief auf: "Leute, lest dieses Buch!" Recht hat er.
Und nun geht die Lebensgeschichte von Gül weiter, die als Gastarbeiterin ihrem Mann nach Deutschland folgt. Sehr lesenswert, sehr interessant, ein Stück deutscher Geschichte.
Özdogan versteht es meisterhaft, mit einer leichten, fast plaudernden Art zu schreiben und die Probleme und Ängste der Gastarbeiter so zu erzählen, dass einem doch manchmal der Atem stockt. Unbedingt lesen.

Kundenbewertungen

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Empfehlenswert!!
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2011
Bewertet: gebundene Ausgabe

Lebendige Geschichte über das Leben von Gül, die ihre Heimat Türkei verläßt um ihrem Mann nach Deutschland zu folgen. Ohne Deutschkenntnisse, ohne ihre Kinder zu Beginn muss Gül ihr Leben meistern. Die Geschichte führt den Leser / die Leserin durch 15 Jahre von Güls Leben. Integration, fremd sein, alltägliches,... Lebendige Geschichte über das Leben von Gül, die ihre Heimat Türkei verläßt um ihrem Mann nach Deutschland zu folgen. Ohne Deutschkenntnisse, ohne ihre Kinder zu Beginn muss Gül ihr Leben meistern. Die Geschichte führt den Leser / die Leserin durch 15 Jahre von Güls Leben. Integration, fremd sein, alltägliches, zwischenmenschliches. Schön zu lesen, mit Herz und Wärme erzählt der Autor diese Milieustudie.

Wo bist Du zuhause?
von Teresa Kopp aus Pforzheim am 30.06.2011
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der Titel verrät schon ein bisschen, was Gül in ihrem Leben in Deutschland wirklich fehlt: Ein Heim - ein Zuhause - ein Ort, an dem einem die Leute, die Sprache und einfach alles vertraut sind. Aber hauptsächlich herrscht in ihrem Leben, nachdem sie ihrem Mann nachgereist ist, um hier... Der Titel verrät schon ein bisschen, was Gül in ihrem Leben in Deutschland wirklich fehlt: Ein Heim - ein Zuhause - ein Ort, an dem einem die Leute, die Sprache und einfach alles vertraut sind. Aber hauptsächlich herrscht in ihrem Leben, nachdem sie ihrem Mann nachgereist ist, um hier zu arbeiten und Geld für die Familie zu verdienen, eher viel Traurigkeit, Einsamkeit, Heimweh und Sehnsucht. Jahr für Jahr fiebert sie den Ferien im Sommer entgegen, wenn sie wieder in die Türkei fahren können und träumt davon, so bald wie möglich wieder ganz zurückkehren zu können. Berührender und trauriger Roman, den es sich wirklich zu lesen lohnt!