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Lob der Torheit

Fischer Klassik Plus

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Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.
Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur.
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Das berühmteste Buch des Erasmus von Rotterdam ist ein Meisterwerk der Satire und Ironie. Im 16. Jahrhundert war es eines der einflussreichsten Pamphlete, das Humanismus und Reformation den Weg bereitete. Da sich aber hinter den historischen Masken der menschlichen Dummheit ewig wiederkehrende Gesichter verbergen, finden wir uns auch heute in ihnen wieder: als eitle Allesversteher etwa und Gefangene des Wohlstandskäfigs, nicht zuletzt aber auch als Narren unserer ganz privaten, ach so heiligen Gefühle.

Portrait
Erasmus von Rotterdam wurde am 28. Oktober 1466 oder 1469 in Rotterdam geboren. Seine Schulausbildung erhielt er in Gouda und Deventer, um 1487 war er Augustinerchorherr in Steyn bei Gouda. 1492 zum Priester geweiht, war er 1493 Sekretär des Bischofs von Cambrai. Von 1495 bis 1505 studierte er in Paris Theologie, danach hielt er sich längere Zeit in England und Italien auf und ab 1514 in Basel. Den Zeitgenossen wie der Nachwelt gilt Erasmus, der am 11. oder 12. Juli 1536 in Basel starb, als der größte Humanist nördlich der Alpen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 270 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.02.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783104012414
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 706 KB
Verkaufsrang 33.711
eBook
3,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Morias Enkomion
von einer Kundin/einem Kunden am 30.01.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Lob der Torheit ist das wohl bekannteste Werk Erasmus von Rotterdams. Gedacht als dreistündige Rede, 1545 indexiert auf dem Konzil von Trient, ist Das Lob der Torheit ein bissiger Huldgesang auf eben diese. IN seinem Werk schafft Erasmus einen verblüffenden Balanceakt denn: Die Inquisition ist noch nicht abgeschafft... Das Lob der Torheit ist das wohl bekannteste Werk Erasmus von Rotterdams. Gedacht als dreistündige Rede, 1545 indexiert auf dem Konzil von Trient, ist Das Lob der Torheit ein bissiger Huldgesang auf eben diese. IN seinem Werk schafft Erasmus einen verblüffenden Balanceakt denn: Die Inquisition ist noch nicht abgeschafft und Vorsicht ist geboten. Also erklärt er sich kurzerhand wie folgt: Dieses Werk kann nur von einem Toren gesprochen und geschrieben werden, was ihn als erwiesenermaßen intelligenten Mann von der Kritik an Christentum und Kirche freispricht. Diese erstaunliche Schrift zeigt einmal mehr, dass ein scharfer Verstand nicht zu ersetzen ist, auch wenn mancher sich sagt: „Es tut halt so sauwohl, keinen Verstand zu haben, dass die Sterblichen um Erlösung von allen möglichen Nöten lieber bitten, als um Befreiung von der Torheit.“

Kleines Buch mit großer Wirkung
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 20.10.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es war gar nicht so ungefährlich, das Buch zu veröffentlichen, hing man doch schnell im Netzwerk der Inquisition! - Genau vor 500 Jahren schrieb Erasmus von Rotterdam " Lob der Torheit", wie gesagt, ein gewagtes Unterfangen, wird doch unter anderem Kritik an der Kirche laut, wenn auch in feinen,... Es war gar nicht so ungefährlich, das Buch zu veröffentlichen, hing man doch schnell im Netzwerk der Inquisition! - Genau vor 500 Jahren schrieb Erasmus von Rotterdam " Lob der Torheit", wie gesagt, ein gewagtes Unterfangen, wird doch unter anderem Kritik an der Kirche laut, wenn auch in feinen, ironischen Tönen. Ansonsten wird die menschliche Dummheit, das Laster an sich kritisiert, auf ungewöhnliche Weise. - So beschreibt die "Göttin Torheit" ihrem Volk in einer Rede die Narretei als eine im Menschen angelegte, natürliche Eigenschaft, Klug sein und Wissen als nicht erstrebenswert. Es wird der Beweis geführt, dass mit Moral oder Fortschrittsdenken im Leben nichts erreicht werden kann. Mit diesem literarischen Kunstgriff gelingt es Erasmus, Missstände in Gesellschaft und Kirche anzuprangern, ohne die Dinge selbst beim Namen zu nennen. So gilt er als einer der bedeutendsten Humanisten, hat er doch der Reformation den Weg bereitet, obwohl er letztlich immer auf Distanz zu ihr blieb. Die kleine Schrift ist ein Meisterwerk des feinen Humors, sehr elegant die Missstände seiner Zeit umschreibend, ( die literarische Form der Satire war schon im ausgehenden Mittelalter beliebt!) ihre Aussagen sind auch heute, Jahrhunderte nach ihrem Erscheinen, immer noch gültig. Ein hübsches, kleinen Geschenk, die Äußerungen zeitlos, der Inhalt aktuell!