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Dshamilja

Erzählung

(15)
Im zentralasiatischen nordöstlichen Kirgisien, irgendwo im Tal des Kukureuflusses, im Sommer des dritten Kriegsjahres 1943, hat sie sich abgespielt, »die schönste Liebesgeschichte der Welt« (Aragon). Said, der damals Fünfzehnjährige, der nicht wußte, wie Liebe sich zuträgt, erzählt sie mit großem Erstaunen.»Hier, in diesem hochmütigen Paris, das alles gesehen, alles gelesen, alles erlebt hat, merke ich plötzlich, daß mir Werther, Bérénice, Antonius und Kleopatra, Manon Lescaut, die Education sentimentale oder Dominique nichts bedeuten, weil ich Dshamilja gelesen habe«, schreibt Louis Aragon in seinem Vorwort.
Rezension
"Während ihr Mann im Krieg ist, verliebt sich Dshamilja in Danijar. In Kirgisien einem Land, wo Männer und Frauen eng an die patriarchalischen Traditionen der Nomaden gebunden sind, entwickelt sich das Drama dieses ungleichen Paares, die "schönste Liebesgeschichte der Welt" (Louis Aragon).
Portrait
Tschingis Torekulowitsch Aitmatow wurde am 12. Dezember 1928 in Scheker im Talas-Tal, Kirgisistan geboren und starb am 10. Juni 2008 in Nürnberg. Sein Vater war Verwaltungsbeamter in Scheker, seine Mutter Nagima Chasijewna, eine gebürtige Tatarin, war Schauspielerin am örtlichen Theater. In seiner Kindheit zog er, wie damals die meisten Kirgisen, mit seiner Familie und den Tieren des Klans von Weide zu Weide. 1937 wurde sein Vater Torekul Aitmatow während der stalinistischen »Säuberungen« verhaftet und 1938 hingerichtet. Aitmatow begann sein Arbeitsleben mit 14 Jahren als Gehilfe des Sekretärs des Dorfsowjets. Darauf folgten Tätigkeiten als Steuereintreiber, Lagerarbeiter und Maschinistenassistent. Da Kirgisistan zu dieser Zeit zu einer Sowjetrepublik wurde, hatte Aitmatow die Gelegenheit, an der neu eingerichteten russischen Schule in Scheker zu lernen und sich für ein Studium zu qualifizieren. 1946 begann er mit dem Studium der Veterinärmedizin, zunächst an der Technischen Hochschule im nahe gelegenen kasachischen Dschambul, und dann bis 1953 am Kirgisischen Landwirtschaftsinstitut in Frunse. Seine literarische Tätigkeit begann 1951 mit Übersetzungen kirgisischer Prosa ins Russische; er arbeitete jedoch noch bis zum Erscheinen seiner ersten Erzählung Dshamilja am Wissenschaftlichen Forschungsinstitut von Kirgisistan. 1956 begann er mit einem Studium am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau, wo er bis 1958 lebte. 1957 wurde er in den sowjetischen Schriftstellerverband aufgenommen. Danach arbeitet er acht Jahre für die Parteizeitung Prawda. Tschingis Aitmatow war letzter Botschafter der Sowjetunion in Brüssel und vertrat dann seine Republik diplomatisch bei der EU. Er starb 2008 an den Folgen einer schweren Lungenentzündung.

Louis Aragon, geboren 1897, war ein französischer Schriftsteller, Vertreter des sozialistischen Realismus und Mitbegründer des Surrealismus. Er starb 1982 in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 122
Erscheinungsdatum 22.02.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-38079-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,7/10,8/0,9 cm
Gewicht 150 g
Auflage 31. Auflage
Übersetzer Gisela Drohla
Verkaufsrang 86.324
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur, die ohne viel Handlung, aber mit zarten Gesten, Landschaftsbeschreibungen auskommt und natürlich eine gutes Ende nimmt!. Eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur, die ohne viel Handlung, aber mit zarten Gesten, Landschaftsbeschreibungen auskommt und natürlich eine gutes Ende nimmt!.

„Klassiker “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Dshamila oder Djamila gehört zu den bekanntesten Liebesgeschichten der Neuzeit. Für mich damals Schullektüre war das schmale Bändchen der Einstieg in das Werk Aitmatows. Wer noch nichts kennt, sollte hiermit starten. Berührend und sehr lohnenswert! Dshamila oder Djamila gehört zu den bekanntesten Liebesgeschichten der Neuzeit. Für mich damals Schullektüre war das schmale Bändchen der Einstieg in das Werk Aitmatows. Wer noch nichts kennt, sollte hiermit starten. Berührend und sehr lohnenswert!

Svenja Disselbeck, Thalia-Buchhandlung Hürth

Nach wie vor eine der schönsten Liebesgeschichten aller Zeiten! Nach wie vor eine der schönsten Liebesgeschichten aller Zeiten!

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ein wunderschöner und bewegender Einblick in eine fremde Welt. Ein wunderschöner und bewegender Einblick in eine fremde Welt.

„in einer vergangenen Welt“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

„Dschamilja“ erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe in schwierigen Zeiten.
Es ist ein heißer Sommer in der sowjetischen Republik Kirgisien.Alle Väter und Söhne sind im Krieg und die Frauen und Jugendlichen der kleinen Dörfer sind für die Ernte zuständig.
Der 15jährige Ich-Erzähler Said und seine geliebte,nur wenig ältere Schwägerin Dschamilja müssen das Korn zum weit entfernten Bahnhof kutschieren, zu ihrer Unterstützung bekommen sie dafür den stillen Frontheimkehrer Danijar zur Seite gestellt.
Anfangs necken die Beiden den scheuen, jungen Mann nur, bis er irgendwann anfängt, mit Inbrunst wunderschöne Lieder über Kirgisien zu singen – von da an wird alles anders.
Dschamilja,deren ungeliebter Mann verletzt im Lazarett auf seine Heimkehr wartet, beginnt nämlich Danijar mit anderen Augen zu sehen.Und auch Danijar liebt Dschamilja…
Aitmatow`s klare, manchmal fast poetische Sprache singt sozusagen selber ein Lied über ein besonderes Land und seine Bewohner – wie Dschamilja und Danijar sich entscheiden, sollte für Said und die Leser keine Überraschung sein…
Illustratorin Stefanie Harjes liebte die Erzählung schon während ihres Studiums,nun hat sie dieser Insel-Ausgabe ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt:
in Zeichnungen ,Collagen und Malerei finden wir eine selbstbewußte,verliebte,junge Frau vor,
die mit den alten Traditionen bricht und ihrem Herzen folgt.
Gelungen (und ein schönes Geschenk) !


„Dschamilja“ erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe in schwierigen Zeiten.
Es ist ein heißer Sommer in der sowjetischen Republik Kirgisien.Alle Väter und Söhne sind im Krieg und die Frauen und Jugendlichen der kleinen Dörfer sind für die Ernte zuständig.
Der 15jährige Ich-Erzähler Said und seine geliebte,nur wenig ältere Schwägerin Dschamilja müssen das Korn zum weit entfernten Bahnhof kutschieren, zu ihrer Unterstützung bekommen sie dafür den stillen Frontheimkehrer Danijar zur Seite gestellt.
Anfangs necken die Beiden den scheuen, jungen Mann nur, bis er irgendwann anfängt, mit Inbrunst wunderschöne Lieder über Kirgisien zu singen – von da an wird alles anders.
Dschamilja,deren ungeliebter Mann verletzt im Lazarett auf seine Heimkehr wartet, beginnt nämlich Danijar mit anderen Augen zu sehen.Und auch Danijar liebt Dschamilja…
Aitmatow`s klare, manchmal fast poetische Sprache singt sozusagen selber ein Lied über ein besonderes Land und seine Bewohner – wie Dschamilja und Danijar sich entscheiden, sollte für Said und die Leser keine Überraschung sein…
Illustratorin Stefanie Harjes liebte die Erzählung schon während ihres Studiums,nun hat sie dieser Insel-Ausgabe ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt:
in Zeichnungen ,Collagen und Malerei finden wir eine selbstbewußte,verliebte,junge Frau vor,
die mit den alten Traditionen bricht und ihrem Herzen folgt.
Gelungen (und ein schönes Geschenk) !


„Dshamilja“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Eine der schönsten Liebesgeschichten der Literatur erzählt aus der Sicht eines 15jährigen Jungen, der begreifen lernt, welche Kraft die Liebe zwischen zwei Menschen entwickeln kann. Eine der schönsten Liebesgeschichten der Literatur erzählt aus der Sicht eines 15jährigen Jungen, der begreifen lernt, welche Kraft die Liebe zwischen zwei Menschen entwickeln kann.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
13
1
1
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Guter Durchschnitt
von Thomas Löw aus Saarland am 19.01.2014

"Die schönste Liebesgeschichte der Welt" - mit einem kleinen runden, leuchtend roten Aufkleber wird Louis Aragon auf dem Titel des Buches zitiert. Natürlich ist diese Wertung subjektiv - ich teile sie nicht. Es ist eine schöne Geschichte - sie malt das Kirgisien im Jahre 1943 und gibt einen Einblick... "Die schönste Liebesgeschichte der Welt" - mit einem kleinen runden, leuchtend roten Aufkleber wird Louis Aragon auf dem Titel des Buches zitiert. Natürlich ist diese Wertung subjektiv - ich teile sie nicht. Es ist eine schöne Geschichte - sie malt das Kirgisien im Jahre 1943 und gibt einen Einblick in das Leben hinter der Kriegsfront. Man lernt viel von der Landwirtschaft und den Menschen, dem Leben dort und der Denkweise. Die eigentliche Liebesgeschichte kommt spät - und kurz. So gesehen bekommt as Werk 3 von 5 Punkten. Was bei der Lektüre hilft sind die Worterklärungen und die Hinweise des Autors, wie diese Novelle entstand. Auch das "Leben und Werk von Aitmatow" hilft erklärend weiter. Nur die 11 Seiten Argumentation von Aragon zu seinem Titelhinweis sind zu füllig. Guter Durchschnitt: 3 Sterne Es gibt Titel, die Aragons Einschätzung eher verdienen - Anna Gawalda z. B.

Schön!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 29.07.2013

In Kirgisien, im Sommer des Kriegsjahres 1943 spielt sich literarisch eine der schönsten Liebesgeschichten ab. Der junge Said erlebt etwas was er noch nicht kannte - die Liebe

Dshamilja
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein 15 Jähriger Junge erzählt die Liebesgeschichte seiner Schwägerin Dshamilja. Das junge Mädchen ist verheiratet mit Sadyk, der an der Front kämpft. Bei den täglichen Getreidefuhren lernt sie Danijar kennen, einen stillen Mann, den die meisten in ihrem Dorf meiden. Erst als er eines Tages ein Lied singt, lernt Dshamilja den... Ein 15 Jähriger Junge erzählt die Liebesgeschichte seiner Schwägerin Dshamilja. Das junge Mädchen ist verheiratet mit Sadyk, der an der Front kämpft. Bei den täglichen Getreidefuhren lernt sie Danijar kennen, einen stillen Mann, den die meisten in ihrem Dorf meiden. Erst als er eines Tages ein Lied singt, lernt Dshamilja den jungen Mann zu schätzen, heimlich verlieben sie sich ineinander. Das Buch ist zwar sehr dünn, doch die Geschichte ist umso schöner erzählt.