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Das lange Lied eines Lebens

Roman

(1)
Vom Kampf einer Frau um Freiheit – mit Leichtigkeit und Leidenschaft erzählt
Jamaika, Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie war einst Haussklavin auf der Zuckerplantage Amity und hat bewegte Zeiten hinter sich. Nun, viele Jahre nachdem sich ihre Brüder und Schwestern die Freiheit mit Blut erkauften, drängt es die inzwischen betagte Miss July ihrem Sohn, einem angesehenen Verleger, die Geschichte ihres Lebens zu offenbaren – und ihm zu erklären, warum sie gezwungen war, ihn als Säugling auf den Stufen einer Pfarrei auszusetzen. So beginnt sie mit großer Lust am Fabulieren von jener Zeit zu erzählen, als sie die rechte Hand der Missus auf der Plantage war. Bis der junge Goodwin seine Arbeit als Aufseher aufnahm und für July ein Leben unter anderen Vorzeichen anfing. Die unvergessliche Geschichte einer Emanzipation und zugleich ein erschütternder Bericht über die letzten Tage der Sklaverei, dargeboten von einer Ich-Erzählerin, die uns aufschreien lässt gegen die Unmenschlichkeit, die uns aber immer auch mit ihrem Lachen versöhnt. Denn sie führt uns vor Augen, welche Kräfte der Glaube an Veränderung wecken kann, welche Kraft die Freiheit birgt.
Portrait
Andrea Levy wurde 1956 als Kind jamaikanischer Einwanderer in London geboren, wo sie heute noch lebt. Ihr Roman Eine englische Art von Glück (2004) wurde ein Millionenbestseller, mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet und von der BBC erfolgreich verfilmt. Ihr neuester Roman Das lange Lied eines Lebens stand wieder wochenlang auf der britischen Bestsellerliste und war nominiert für den Booker-Preis 2010, den bedeutendsten Preis für englischsprachige Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.03.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783641045524
Verlag DVA
Originaltitel The Long Song
Dateigröße 397 KB
Übersetzer Hans-Christian Oeser
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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„Jamaika im 19. Jahrhundert“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Bisher ist Andrea Levy wahrscheinlich hauptsächlich in England bekannt, wo sie als Kind jamaikanischer Einwanderer aufgewachsen ist. Inzwischen ist jetzt auch in Deutschland bereits ihr zweiter Roman erschienen. Diesmal geht sie zurück in die Geschichte Jamaikas und erzählt von dem Leben des Sklavenmädchens July.

Die eigentliche Erzählerin ist eine alte Dame, die bei ihrem Sohn Thomas, einem Druckereibesitzer, in durchaus gehobenen Verhältnissen in Jamaika lebt. Ihr Sohn drängt sie, ihre Geschichte zu Papier zu bringen. Sie ziert sich etwas, doch dann fängt sie an. Und wie - sie lässt uns richtig an ihrem Schaffen teilhaben, denn sie spricht uns direkt an. Besonders immer wieder dann, wenn sie mit ihrem Sohn uneins ist, wie die Geschichte weitergehen soll, und sie eigentlich unseren Rückhalt benötigt. Die Geschichte erzählt sie allerdings nicht in der Ich-Form, sondern sie erzählt uns von July als außenstehender Beobachterin. Immer wieder lässt sie auch andere Sklaven zu Wort kommen. Dadurch wird die Geschichte unglaublich lebhaft und glaubwürdig.

July wird irgendwann im 19. Jahrhundert auf einer Zuckerrohrplantage geboren. Ihre Mutter ist eine Feldsklavin, ihr Vater der schottische Aufseher, der ihre Mutter mit Gewalt genommen hat. July hat Glück im Unglück. Ihre Mutter liebt sie auf ihre Art von ganzem Herzen doch irgendwann werden die Beiden getrennt und July kommt als Haussklavin ins Haupthaus. In einfachen, teilweise brutalen Worten schildert die Erzählerin das harte Leben der Sklaven und das behütete Leben der Weißen. Immer wieder denkt man:– jetzt hat July es geschafft, jetzt geht ihr Leben aufwärts - doch wieder schlägt das Schicksal zu. Aber gerade dadurch, dass die Geschichte immer wieder überraschende Wendungen nimmt, wird sie nie langweilig, aber auch nicht kitschig.

Dadurch dass die Autorin sich so gut in die Geschichte ihrer Vorfahren hineindenken kann, ist ein sehr eindringlicher Gesellschaftsroman über das Jamaika des 19. Jahrhunderts entstanden. Ein Lob an die Autorin als auch an die Übersetzerin. Die Sprache ist einerseits so einfach und naiv und doch gleichzeitig teilweise so poetisch. Die Autorin hat sich wirklich überlegt, wie wohl ein damals doch relativ ungebildeter/unverbildeter Mensch sprechen mag. Ich finde, sie hat es großartig getroffen. Das Leben ihrer Hauptperson July ist eng mit der Geschichte verbunden. Obwohl July selbst kein politischer Mensch ist, erfährt sie die Aufstände und ihre Auswirkungen, die endgültig zur Befreiung der Sklaven führen, aber auch großes Leid ins Land bringen, hautnah am eigenen Leib mit.

Dieser Roman ist ein literarisch durchaus anspruchsvoller Gesellschaftsroman, der für Allende-Fans genau das richtige ist.
Bisher ist Andrea Levy wahrscheinlich hauptsächlich in England bekannt, wo sie als Kind jamaikanischer Einwanderer aufgewachsen ist. Inzwischen ist jetzt auch in Deutschland bereits ihr zweiter Roman erschienen. Diesmal geht sie zurück in die Geschichte Jamaikas und erzählt von dem Leben des Sklavenmädchens July.

Die eigentliche Erzählerin ist eine alte Dame, die bei ihrem Sohn Thomas, einem Druckereibesitzer, in durchaus gehobenen Verhältnissen in Jamaika lebt. Ihr Sohn drängt sie, ihre Geschichte zu Papier zu bringen. Sie ziert sich etwas, doch dann fängt sie an. Und wie - sie lässt uns richtig an ihrem Schaffen teilhaben, denn sie spricht uns direkt an. Besonders immer wieder dann, wenn sie mit ihrem Sohn uneins ist, wie die Geschichte weitergehen soll, und sie eigentlich unseren Rückhalt benötigt. Die Geschichte erzählt sie allerdings nicht in der Ich-Form, sondern sie erzählt uns von July als außenstehender Beobachterin. Immer wieder lässt sie auch andere Sklaven zu Wort kommen. Dadurch wird die Geschichte unglaublich lebhaft und glaubwürdig.

July wird irgendwann im 19. Jahrhundert auf einer Zuckerrohrplantage geboren. Ihre Mutter ist eine Feldsklavin, ihr Vater der schottische Aufseher, der ihre Mutter mit Gewalt genommen hat. July hat Glück im Unglück. Ihre Mutter liebt sie auf ihre Art von ganzem Herzen doch irgendwann werden die Beiden getrennt und July kommt als Haussklavin ins Haupthaus. In einfachen, teilweise brutalen Worten schildert die Erzählerin das harte Leben der Sklaven und das behütete Leben der Weißen. Immer wieder denkt man:– jetzt hat July es geschafft, jetzt geht ihr Leben aufwärts - doch wieder schlägt das Schicksal zu. Aber gerade dadurch, dass die Geschichte immer wieder überraschende Wendungen nimmt, wird sie nie langweilig, aber auch nicht kitschig.

Dadurch dass die Autorin sich so gut in die Geschichte ihrer Vorfahren hineindenken kann, ist ein sehr eindringlicher Gesellschaftsroman über das Jamaika des 19. Jahrhunderts entstanden. Ein Lob an die Autorin als auch an die Übersetzerin. Die Sprache ist einerseits so einfach und naiv und doch gleichzeitig teilweise so poetisch. Die Autorin hat sich wirklich überlegt, wie wohl ein damals doch relativ ungebildeter/unverbildeter Mensch sprechen mag. Ich finde, sie hat es großartig getroffen. Das Leben ihrer Hauptperson July ist eng mit der Geschichte verbunden. Obwohl July selbst kein politischer Mensch ist, erfährt sie die Aufstände und ihre Auswirkungen, die endgültig zur Befreiung der Sklaven führen, aber auch großes Leid ins Land bringen, hautnah am eigenen Leib mit.

Dieser Roman ist ein literarisch durchaus anspruchsvoller Gesellschaftsroman, der für Allende-Fans genau das richtige ist.

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